:: 197/2022

Pressemitteilung 197/2022

Stuttgart,

Südwestindustrie im Juni 2022: Plus von 12 900 Beschäftigten zum Vorjahresmonat

Industrie verbucht im ersten Halbjahr 2022 ein nominales Umsatzplus von 6,8 % gegenüber Vorjahreszeitraum

Die Erholung der Südwestindustrie vom Corona-Schock stand im Jahr 20211 unter dem Eindruck der anhaltenden Pandemielage und den daraus resultierenden Lieferengpässen bei wichtigen Vorleistungsgütern. So blieb der Aufholprozess im Jahr 2021 und im ersten Halbjahr 2022 gedämpft. Im Juni 2022 setzt sich dieses Bild fort. Ein Großteil der nominalen Umsatzzuwächse sind auf die aktuell starken Preisanstiege zurückzuführen. Uneingeschränkt positiv zeigte sich die konjunkturell nachlaufende Entwicklung bei den Industriebeschäftigten. Mit Blick auf die aktuellen Schwierigkeiten, u. a. bezüglich der Energieimporte durch den Ukrainekrieg und den bestehenden Lieferproblemen insbesondere bedingt durch die Corona-Entwicklung in der Volksrepublik China, bleiben die Aussichten für die nächsten Monate weiterhin unsicher.

Nach vorläufiger Feststellung des Statistischen Landesamtes beschäftigten die Industriebetriebe2 in Baden-Württemberg im Juni 2022 rund 1,157 Millionen (Mill.) Personen und somit 12 900 Personen (+1,1 %) mehr als im Juni des Vorjahres. Damit war zum sechsten Mal in Folge ein Plus im Vergleich zum Vorjahresmonat zu verzeichnen. Gegenüber dem Vormonat nahm die Zahl der Industriebeschäftigten um 2 700 Personen (+0,2 %) ebenfalls zu. Insgesamt waren im ersten Halbjahr 2022 durchschnittlich etwa 1,153 Mill. Personen in der Südwestindustrie beschäftigt und damit 9 100 Personen (+0,8 %) mehr als im entsprechenden Vergleichszeitraum 2021.

Im Juni 2022 erzielte die Südwestindustrie nach vorläufigen Angaben einen nominalen – also nicht preisbereinigten – Umsatz von 34,2 Milliarden (Mrd.) Euro. Gegenüber dem Juni des Vorjahres bedeutete dies ein Umsatzplus von 2,2 Mrd. Euro (+6,8 %). Insgesamt erreichten die Industriebetriebe im ersten Halbjahr 2022 einen nominalen Gesamtumsatz von rund 197,1 Mrd. Euro und somit einen Zuwachs von 15,8 Mrd. Euro (+8,7 %) zum entsprechenden Vergleichszeitraum 2021. Zur positiven Umsatzentwicklung trugen das Auslandsgeschäft mit einem Plus von 9,8 Mrd. Euro (+9,2 %) auf 116,2 Mrd. Euro und das Inlandsgeschäft mit einem Plus von 5,9 Mrd. Euro (+7,9 %) auf rund 81,0 Mrd. Euro bei.

Die Exportquote der Südwestindustrie lag im ersten Halbjahr 2022 (58,9 %) leicht über dem Vorjahreswert (58,6 %).

Hinweis: Die korrespondierenden Bundesergebnisse werden vom Statistischen Bundesamt am 15. 8. 2022 veröffentlicht.

1 Bei der Interpretation der Vergleiche der aktuellen Werte mit dem Vorjahresmonat oder auch dem Vorjahreszeitraum ist zu berücksichtigen, dass die Auswirkungen der Corona-Pandemie die Vergleichsbasis aus dem Vorjahr 2021 noch deutlich negativ beeinflussten.

2 Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes (einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) mit mindestens 50 Beschäftigten.