:: 240/2022

Pressemitteilung 240/2022

Stuttgart,

Südwestindustrie im Juli 2022: Plus von 14 700 Beschäftigten zum Vorjahresmonat

Industrie verbucht im Zeitraum Januar bis Juli 2022 ein nominales Umsatzplus von 8,6 % gegenüber Vorjahreszeitraum

Die Erholung der Südwestindustrie vom Corona-Schock stand im Jahr 2021 unter dem Eindruck der anhaltenden Pandemielage und den daraus resultierenden Lieferengpässen bei wichtigen Vorleistungsgütern. So blieb der Aufholprozess im Jahr 2021 und im ersten Halbjahr 2022 gedämpft. Im Juli 2022 war die Entwicklung weiterhin stabil – aber nach wie vor gedämpft. Ein Großteil der nominalen Umsatzzuwächse sind auf die aktuell starken Preisanstiege zurückzuführen. Uneingeschränkt positiv zeigte sich die konjunkturell nachlaufende Entwicklung bei den Industriebeschäftigten. Mit Blick auf die aktuellen Schwierigkeiten, u. a. infolge reduzierter Energieimporte durch den Ukrainekrieg und der sich wieder verschärfenden Corona-Entwicklung in der Volksrepublik China, bleibt das Risiko für eine kurzfristige Verschlechterung der Lage hoch und die Aussicht für die nächsten Monate entsprechend unsicher.

Nach vorläufiger Feststellung des Statistischen Landesamtes beschäftigten die Industriebetriebe1 in Baden-Württemberg im Juli 2022 rund 1,161 Millionen (Mill.) Personen und somit 14 700 Personen (+1,3 %) mehr als im Juli des Vorjahres. Damit war zum siebten Mal in Folge ein Plus im Vergleich zum Vorjahresmonat zu verzeichnen. Gegenüber dem Vormonat nahm die Zahl der Industriebeschäftigten um 3 400 Personen (+0,3 %) ebenfalls zu. Insgesamt waren im Zeitraum Januar bis Juli 2022 durchschnittlich etwa 1,154 Mill. Personen in der Südwestindustrie beschäftigt und damit 9 900 Personen (+0,9 %) mehr als im entsprechenden Vergleichszeitraum 2021.

Im Juli 2022 erzielte die Südwestindustrie nach vorläufigen Angaben einen nominalen – also nicht preisbereinigten – Umsatz von 32,4 Milliarden (Mrd.) Euro. Gegenüber dem Juli des Vorjahres bedeutete dies ein Umsatzplus von 2,4 Mrd. Euro (+8,1 %). Insgesamt erreichten die Industriebetriebe im Zeitraum Januar bis Juli 2022 einen nominalen Gesamtumsatz von rund 229,5 Mrd. Euro und somit einen Zuwachs von 18,2 Mrd. Euro (+8,6 %) zum entsprechenden Vergleichszeitraum 2021. Zur Umsatzentwicklung trugen das Auslandsgeschäft mit einem Plus von 11,9 Mrd. Euro (+9,6 %) auf 135,1 Mrd. Euro und das Inlandsgeschäft mit einem Plus von 6,4 Mrd. Euro (+7,2 %) auf rund 94,4 Mrd. Euro bei.

Die Exportquote der Südwestindustrie lag im Zeitraum Januar bis Juli 2022 (58,9 %) über dem Vorjahreswert (58,3 %).

Hinweis: Die korrespondierenden Bundesergebnisse werden vom Statistischen Bundesamt am 15. 9. 2022 veröffentlicht.

1 Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes (einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) mit mindestens 50 Beschäftigten.