:: 286/2022

Pressemitteilung 286/2022

Stuttgart,

Südwestindustrie im September 2022: Plus von 15 900 Beschäftigten zum Vorjahresmonat

Preisanstiege treiben nominales Umsatzplus der Industrie im laufenden Jahr 2022 auf 11,4 % gegenüber Vorjahreszeitraum

Die Erholung der Südwestindustrie von der Corona-Krise stand im Jahr 2021 unter dem Eindruck der anhaltenden Pandemielage und den daraus resultierenden Lieferengpässen bei wichtigen Vorleistungsgütern. So blieb der Aufholprozess im Jahr 2021 und bis Juli 2022 gedämpft. Im September 2022 konnte die Südwestindustrie an die positive Entwicklung des Vormonats anknüpfen, auch wenn ein Teil des nominalen Umsatzzuwachses auf die aktuell starken Preisanstiege zurückzuführen und damit überzeichnet ist. Zunehmend zeigte sich auch die konjunkturell nachlaufende Industriebeschäftigung. Die insgesamt positive Entwicklung der Südwestindustrie steht in deutlichem Kontrast zu den Erwartungen zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Nach wie vor bestehen Unsicherheiten bezüglich der Versorgung mit Energie in den kommenden Monaten, sowie Risiken im Hinblick auf die steigenden Kosten von Energie. Das Risiko für eine kurzfristige Verschlechterung der Lage bleibt daher hoch und die Aussichten entsprechend unsicher.

Nach vorläufiger Feststellung des Statistischen Landesamtes beschäftigten die Industriebetriebe1 in Baden-Württemberg im September 2022 rund 1,172 Millionen (Mill.) Personen und somit 15 900 Personen (+1,4 %) mehr als im September des Vorjahres. Damit war zum neunten Mal in Folge ein Plus im Vergleich zum Vorjahresmonat zu verzeichnen. Gegenüber dem Vormonat August 2022 nahm die Zahl der Industriebeschäftigten um 6 700 Personen (+0,6 %) ebenfalls zu. Insgesamt waren in den ersten drei Quartalen 2022 durchschnittlich etwa 1,157 Mill. Personen in der Südwestindustrie beschäftigt und damit 11 200 Personen (+1,0 %) mehr als im entsprechenden Vergleichszeitraum 2021.

Im September 2022 erzielte die Südwestindustrie nach vorläufigen Angaben einen nominalen – also nicht preisbereinigten Umsatz von 37,1 Milliarden (Mrd.) Euro. Gegenüber dem September des Vorjahres bedeutete dies ein Umsatzplus von 6,2 Mrd. Euro (+19,9 %). Insgesamt erreichten die Industriebetriebe in den ersten drei Quartalen 2022 einen nominalen Gesamtumsatz von rund 298,6 Mrd. Euro und somit einen Zuwachs von 30,7 Mrd. Euro (+11,4 %) zum entsprechenden Vergleichszeitraum 2021. Zur Umsatzentwicklung trugen das Auslandsgeschäft mit einem Plus von 20,4 Mrd. Euro (+13,0 %) auf 176,5 Mrd. Euro und das Inlandsgeschäft mit einem Plus von 10,3 Mrd. Euro (+9,2 %) auf rund 122,2 Mrd. Euro bei.

Die Exportquote der Südwestindustrie lag im Zeitraum Januar bis September 2022 mit 59,1 % über dem Vorjahreswert (58,2 %).

Hinweis: Die korrespondierenden Bundesergebnisse werden vom Statistischen Bundesamt am 15.11.2022 veröffentlicht.

1 Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes (einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) mit mindestens 50 Beschäftigten.