:: 54/2020

Pressemitteilung 54/2020

Stuttgart,

Drittmitteleinnahmen der Hochschulen steigen 2018 um 2,1 %

Baden-Württemberg: Deutsche Forschungsgemeinschaft größter Drittmittelgeber

Wie das Statistische Landesamt im Rahmen der Hochschulfinanzstatistik mitteilt, beliefen sich die Drittmitteleinnahmen der Hochschulen in Baden-Württemberg im Jahr 2018 auf insgesamt rund 963 Mill. Euro. Dies entspricht einer Steigerung von gut 19 Mill. Euro bzw. 2,1 % im Vergleich zum Vorjahr.

Mit einem Anteil von knapp 86 % entfielen in 2018, wie bereits in den Vorjahren, mit Abstand die meisten Drittmittel auf die Universitäten. Diese konnten gegenüber dem Vorjahr Ihre Einnahmen durch Drittmittel um 18 Mill. Euro bzw. 2,2 % steigern. Die übrigen staatlichen Hochschulen nahmen insgesamt Drittmittel in Höhe von knapp 128 Mill. Euro ein. Der größte Teil der Drittmittel ging dabei an die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften1 mit rund 107 Mill. Euro, was jedoch einem Rückgang von 1,5 % entspricht. Nach einem Rückgang im Vorjahr stiegen bei den Pädagogischen Hochschulen des Landes die Drittmitteleinnahmen um knapp 20 %. Auf die privaten, kirchlichen und sonstigen Hochschulen in Baden-Württemberg entfielen 2018 Drittmittel in Höhe von insgesamt rund 11 Mill. Euro (+4,8 %).

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bleibt weiterhin der wichtigste Drittmittelgeber der Hochschulen im Land. Sie erhöhte ihre Mittelvergabe 2018 im Vergleich zum Vorjahr um knapp 13 Mill. Euro auf insgesamt rund 354 Mill. Euro (+3,7 %). Der Bund2 als zweitwichtigster Drittmittelgeber vergab mit rund 281 Mill. Euro gut 4 Mill. Euro weniger als noch ein Jahr zuvor (-1,5 %). Auf dem dritten Platz der Drittmittelgeber bleibt die Gewerbliche Wirtschaft3 auch 2018. Diese überwies Drittmittel in Höhe von insgesamt rund 133 Mill. Euro an Hochschulen in Baden-Württemberg. Dies entspricht einer Zunahme von 3,0 % bzw. knapp 4 Mill. Euro im Vergleich zum Vorjahr.

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1 Einschließlich Duale Hochschule Baden-Württemberg.

2 Einschließlich Bundesagentur für Arbeit.

3 Einschließlich sonstige nicht-öffentliche Bereiche.

Schaubild 1: Drittmitteleinnahmen der Hochschulen in Baden-Württemberg 2000, 2010 und 2018 nach Drittmittelgebern
Schaubild 1: Drittmitteleinnahmen der Hochschulen in Baden-Württemberg 2000, 2010 und 2018 nach Drittmittelgebern
Tabelle 1
Drittmitteleinnahmen der Hochschulen in Baden-Württemberg von 2000 bis 2018 nach Drittmittelgebern*)
Drittmitteleinnahmen1)200020102015201620172018
1.000 EUR

*) Ohne Hochschulkliniken. Ab 2009: Inklusive Duale Hochschule Baden-Württemberg. Vorjahresvergleiche sind daher nur eingeschränkt möglich.

1) Unter Drittmitteln werden im Rahmen der Hochschulfinanzstatistik Mittel, die zur Förderung von Forschung und Entwicklung sowie des wissenschaftlichen Nachwuchses und der Lehre zusätzlich zum regulären Hochschulhaushalt (Grundausstattung) von öffentlichen oder privaten Stellen eingeworben werden.

2) Sonstige Einrichtungen aus öffentlichem Bereich. z.B. ERP, Lastenausgleichsfonds, Sozialversicherung.

Abweichungen in den Summen durch Runden der Zahlen.

Datenquelle: Hochschulfinanzstatistik

Drittmittel insgesamt367.363694.751881.192896.381943.304962.704
davon
Bund67.128144.888241.611254.961285.683281.328
Bundesagentur für Arbeit900607846167113157
Länder4.8477.7576.8261.7844.0174.241
Gemeinden/Gv., Zweckverbände5721.7441.2321.4392.1632.136
Sonstiger öffentlicher Bereich2)90121.3819.3752.5503.7425.593
Deutsche Forschungsgemeinschaft134.644273.489327.197332.914341.507354.269
EU und andere internationale Organisationen36.62369.33283.06082.21180.86586.731
Hochschulfördergesellschaften, Stiftungen u. dgl.21.31057.40678.31683.93795.98695.129
Gewerbliche Wirtschaft und sonstige nicht-öffentliche Bereiche100.438118.146132.732136.419129.226133.119