:: 254/2020

Pressemitteilung 254/2020

Stuttgart,

Südwestindustrie im August 2020: Auftragslage nach April-Einbruch erstmals über Vorjahresniveau

Auftragseingang 1,9 %, Produktion - 12,9 %, Umsatz - 10,0 % gegenüber Vorjahr

Nach den massiven Rückgängen im April überschreitet die Auftragslage erstmals das Vorjahresniveau. Die Produktions- und Umsatzwerte blieben hingegen im Hauptferienmonat August weiterhin deutlich unter dem Vorjahresniveau. Nach vorläufiger Feststellung des Statistischen Landesamtes erhielt die Südwestindustrie im August 2020 im Vorjahresvergleich preis- und arbeitstäglich bereinigt mehr AufträgeS1 (1,9 %). Im Gegensatz zu den Inlandsbestellungen (−2,2 %) entwickelte sich das Auslandsgeschäft positiv (3,9 %). Impulse erhielt das Auslandsgeschäft aus den Ländern der Eurozone (4,8 %) und aus den Ländern der Nicht-Eurozone (3,4 %). Im Vergleich zum Vormonat Juli stiegen die Aufträge preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt an (3,2 %). Für den Zeitraum Januar bis August 2020 verbuchte die Südwestindustrie preis- und arbeitstäglich bereinigt ein starkes Auftragsminus (−12,0 %) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Rückläufig war dabei sowohl die Nachfrage aus dem Inland (−11,0 %) als auch aus dem Ausland (−12,6 %). Im Auslandsgeschäft ging die Nachfrage aus den Ländern der Eurozone (−13,0 %) etwas stärker zurück als die Nachfrage aus der Nicht-Eurozone (−12,5 %).

Die ProduktionS2 der Südwestindustrie lag nach vorläufigen Angaben im August 2020 preis- und arbeitstäglich bereinigt um 12,9 % unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Gegenüber dem Vormonat Juli sank der Produktionsausstoß preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt geringfügig (−0,4 %). Insgesamt lag die Industrieproduktion im Zeitraum Januar bis August 2020 im Südwesten preis- und arbeitstäglich bereinigt deutlich unter dem Vorjahresniveau (−14,7 %).

Der reale (d.h. preisbereinigte) UmsatzS3 der Südwestindustrie lag nach vorläufigen Angaben im August 2020 arbeitstäglich bereinigt gegenüber dem Vorjahresmonat um 10,0 % im Minus. Das Umsatzminus fiel im Inlandsgeschäft (−8,9 %) nicht so stark aus wie im Auslandsgeschäft (−11,1 %). Die negativen Impulse auf das Auslandsgeschäft kamen aus der Eurozone (−9,0 %) und insbesondere aus der Nicht-Eurozone (−12,1 %). Gegenüber dem Vormonat Juli war preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt ein leichter Umsatzrückgang zu verbuchen (−0,8 %). Insgesamt verzeichnete die Südwestindustrie im Zeitraum Januar bis August 2020 preis- und arbeitstäglich bereinigt ein Umsatzminus zum Vorjahreszeitraum (−14,1 %). Die negative Umsatzentwicklung ging sowohl von den Inlandskunden (−12,6 %) als auch von den Auslandskunden (−15,4 %) aus. Im Auslandsgeschäft kamen die negativen Impulse aus den Länder der Eurozone (−15,7 %) und der Nicht-Eurozone (−15,2 %).

Hinweis: Die korrespondierenden Bundesergebnisse werden vom Statistische Bundesamt am 06.10.2020 (Auftragseingangs- und Umsatzindex) und 07.10.2020 (Produktionsindex) unter www.destatis.de veröffentlicht.

Schaubild 1: Auftragseingangsindex im Verarbeitenden Gewerbe – Indexstand
Schaubild 1: Auftragseingangsindex im Verarbeitenden Gewerbe – Indexstand
Tabelle 1
Auftragseingangsindex für das Verarbeitende Gewerbe in Baden-Württemberg im August 2020
Indexstand: 2015 = 100, preisbereinigt
WZ
2008
Ausgewählte WirtschaftszweigeVeränderung in Prozent - vorläufige Ergebnisse
August 2020Januar–August 2020
gegenüber
Juli 2020August 2019Vorjahreszeitraum
Original­werte saison- und arbeits­täglich bereinigt1)Original­werte arbeits­täglich bereinigt1)Original­werte arbeits­täglich bereinigt1)

1) Nach Berliner Verfahren BV 4.1.

2) Auftragseingänge werden nur in ausgewählten Wirtschaftszweigen erhoben.

Datenquelle: Monatsbericht für Betriebe im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und in der Gewinnung von Steinen und Erden. Endgültige Daten für das aktuelle Berichtsjahr liegen i.d.R. ab Mitte Februar des Folgejahrs vor.

 Verarbeitendes Gewerbe2)−13,6+3,2−1,5+1,9−12,3−12,0
 Inland−19,1+1,8−6,5−2,2−11,5−11,0
 Ausland−10,2+3,5+1,4+3,9−12,9−12,6
 Eurozone−17,6+4,4+1,1+4,8−13,3−13,0
 Nicht-Eurozone−6,8+2,8+1,4+3,4−12,8−12,5
 Vorleistungsgüterproduzenten−11,4+4,8−5,3−1,8−10,7−10,3
 Inland−16,1+4,0−8,4−3,9−13,7−13,2
 Ausland−5,9+5,8−1,7+1,1−7,1−6,7
 Eurozone−13,2+6,2−5,7−2,3−12,6−12,3
 Nicht-Eurozone−0,9+5,3+0,6+2,9−2,9−2,6
 Investitionsgüterproduzenten−15,2+2,0−0,5+2,7−14,3−14,0
 Inland−21,8−0,4−7,6−3,3−11,4−11,0
 Ausland−12,0+2,7+2,8+5,3−15,7−15,5
 Eurozone−23,4+3,9+6,0+10,1−17,9−17,6
 Nicht-Eurozone−7,6+2,1+1,8+3,7−15,0−14,8
 Konsumgüterproduzenten−6,7+6,4+2,1+4,7+1,3+1,6
 Inland−12,0+7,8+12,1+15,8−0,7−0,3
 Ausland−3,2+5,6−3,5−1,5+2,2+2,4
 Eurozone+5,0+4,4−4,7−2,8+10,0+10,3
 Nicht-Eurozone−13,1+6,6−2,0+0,2−7,1−6,8
17Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus−14,6−1,6−15,5−11,8−4,7−4,3
20Herstellung von chemischen Erzeugnissen−4,8+5,8−0,4+2,4−3,6−3,3
21Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen−14,2−0,4+13,1+15,9+8,8+9,1
24Metallerzeugung und -bearbeitung−24,4+5,6−13,0−8,0−17,3−16,9
25Herstellung von Metallerzeugnissen−16,3+5,0−7,7−4,0−18,3−18,0
26Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen+1,1+2,9+3,6+5,5+18,6+18,9
27Herstellung von elektrischen Ausrüstungen−15,3+3,5−6,5−1,6−11,2−10,7
28Maschinenbau−7,1+8,8−0,9+2,1−15,6−15,3
29Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen−19,9−2,4+0,6+3,6−16,5−16,2
Schaubild 2: Produktionsindex im Verarbeitenden Gewerbe – Indexstand
Schaubild 2: Produktionsindex im Verarbeitenden Gewerbe – Indexstand
Tabelle 2
Produktionsindex für das Verarbeitende Gewerbe in Baden-Württemberg im August 2020
Indexstand: 2015 = 100, preisbereinigt
WZ
2008
Ausgewählte WirtschaftszweigeVeränderung in Prozent - vorläufige Ergebnisse
August 2020Januar–August 2020
gegenüber
Juli 2020August 2019Vorjahreszeitraum
Original­werte saison- und arbeits­täglich bereinigt1)Original­werte arbeits­täglich bereinigt1)Original­werte arbeits­täglich bereinigt1)

1) Nach Berliner Verfahren BV 4.1.

2) Einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden.

Datenquelle: Monatliche Produktionserhebung im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und in der Gewinnung von Steinen und Erden. Endgültige Daten für das aktuelle Berichtsjahr liegen i.d.R. ab Mitte Februar des Folgejahrs vor.

 Verarbeitendes Gewerbe2)−20,9−0,4−17,0−12,9−15,1−14,7
 Vorleistungsgüterproduzenten−14,0+1,6−12,7−9,2−11,8−11,4
 Investitionsgüterproduzenten−26,7−1,8−21,9−17,1−19,3−18,8
 Konsumgüterproduzenten−13,7+0,2−7,2−3,5−4,5−4,1
10Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln−6,1−0,4−5,4−2,9−1,6−1,3
17Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus−10,3+1,7−9,3−5,8−5,2−4,8
20Herstellung von chemischen Erzeugnissen−7,8+2,4−8,2−5,4−5,7−5,4
21Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen−12,0+0,9+2,5+5,4+6,7+7,0
22Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren−13,0+2,3−10,0−6,3−9,7−9,3
24Metallerzeugung und -bearbeitung−24,0+3,2−16,5−11,7−20,4−20,0
25Herstellung von Metallerzeugnissen−15,6+1,7−17,9−14,3−19,0−18,6
26Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen−9,0−0,8−5,2−2,2−0,0+0,3
27Herstellung von elektrischen Ausrüstungen−17,40,0−15,5−11,3−14,2−13,8
28Maschinenbau−20,4+1,0−23,1−19,3−18,0−17,6
29Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen−38,8−6,5−27,6−20,6−26,5−25,9
33Reparatur und Installation von Maschinen und Ausrüstungen−1,7+5,6−9,8−8,2−6,9−6,7
Schaubild 3: Umsatzindex im Verarbeitenden Gewerbe – Indexstand
Schaubild 3: Umsatzindex im Verarbeitenden Gewerbe – Indexstand
Tabelle 3
Umsatzindex für das Verarbeitende Gewerbe in Baden-Württemberg im August 2020
Indexstand: 2015 = 100, preisbereinigt
WZ
2008
Ausgewählte WirtschaftszweigeVeränderung in Prozent - vorläufige Ergebnisse
August 2020Januar–August 2020
gegenüber
Juli 2020August 2019Vorjahreszeitraum
Original­werte saison- und arbeits­täglich bereinigt1)Original­werte arbeits­täglich bereinigt1)Original­werte arbeits­täglich bereinigt1)

1) Nach Berliner Verfahren BV 4.1.

2) Einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden.

Datenquelle: Monatsbericht für Betriebe im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und in der Gewinnung von Steinen und Erden. Endgültige Daten für das aktuelle Berichtsjahr liegen i.d.R. ab Mitte Februar des Folgejahrs vor.

 Verarbeitendes Gewerbe2)−18,4−0,8−14,0−10,0−14,6−14,1
 Inland−19,5−0,9−12,9−8,9−13,0−12,6
 Ausland−17,6−1,1−14,9−11,1−15,8−15,4
 Eurozone−22,2−0,2−13,3−9,0−16,1−15,7
 Nicht-Eurozone−15,3−1,4−15,7−12,1−15,6−15,2
 Vorleistungsgüterproduzenten−13,3+1,8−10,6−7,0−10,6−10,2
 Inland−15,9+0,8−12,5−8,7−11,3−10,9
 Ausland−10,0+2,9−8,1−5,1−9,6−9,2
 Eurozone−15,6+2,4−8,9−5,6−13,3−13,0
 Nicht-Eurozone−5,5+3,3−7,7−4,9−6,5−6,2
 Investitionsgüterproduzenten−22,8−2,4−17,9−13,5−18,7−18,3
 Inland−26,9−3,2−19,1−14,5−18,4−17,9
 Ausland−20,8−2,1−17,3−13,1−18,9−18,4
 Eurozone−28,9−0,3−16,0−11,0−20,6−20,2
 Nicht-Eurozone−17,7−3,0−17,8−13,9−18,3−17,8
 Konsumgüterproduzenten−9,6+0,5−7,0−4,2−5,3−4,9
 Inland−9,2+2,1−3,2−0,2−4,8−4,4
 Ausland−10,3−1,7−12,0−9,0−6,2−5,8
 Eurozone−8,9−4,3−11,9−9,0−3,8−3,4
 Nicht-Eurozone−12,6+1,6−12,0−8,8−8,7−8,3
10Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln−7,5−2,4−3,8−2,1−0,0+0,2
17Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus−9,6+1,2−10,1−6,7−5,9−5,5
20Herstellung von chemischen Erzeugnissen−5,2+5,0−3,8−0,8−4,0−3,6
21Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen−12,9−0,5−0,5+1,8+5,1+5,3
22Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren−13,8+0,9−8,6−5,0−8,2−7,8
24Metallerzeugung und -bearbeitung−17,0+3,1−13,3−8,9−16,8−16,4
25Herstellung von Metallerzeugnissen−14,0+2,5−16,0−12,5−18,6−18,2
26Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen−9,6−0,3−2,80,0+0,2+0,5
27Herstellung von elektrischen Ausrüstungen−15,1+0,1−14,2−10,4−13,1−12,7
28Maschinenbau−19,6+0,5−21,6−17,8−17,6−17,2
29Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen−28,7−5,7−19,3−14,2−22,4−21,9
33Reparatur und Installation von Maschinen und Ausrüstungen+8,9+13,6+11,3+14,9−8,1−7,8