:: 346/2020

Pressemitteilung 346/2020

Stuttgart,

142 357 Beschäftigte in den Pflegeeinrichtungen Baden-Württembergs

In den ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen arbeiten jedoch nur 16 % Männer

Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes standen für die Versorgung der 186 514 Pflegebedürftigen in den stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen Baden-Württembergs zum Jahresende 2019 landesweit 142 357 Beschäftigte zur Verfügung, ein Zuwachs um 6,1 % oder 8 134 Personen seit der letzten Erhebung im Dezember 2017. Darunter gab es 35 581 (25 %) Vollzeit- und 94 851 (66,6 %) Teilzeitbeschäftigte, wobei Frauen (71 %) weit häufiger in Teilzeit beschäftigt waren als Männer (43,3 %).

Die restlichen 11 925 Beschäftigten in den stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen des Landes (8,4 %) verteilten sich auf Auszubildende, (Um‑)Schüler, Helferinnen und Helfer im freiwilligen sozialen Jahr und im Bundesfreiwilligendienst sowie Praktikanten außerhalb einer Ausbildung.84,1 % der Beschäftigten in den Pflegeeinrichtungen waren Frauen und lediglich 15,9 % Männer1.

In den 1 912 stationären Einrichtungen des Landes gab es 103 198 Beschäftigte, 3,7 % oder 3 662 Personen mehr als Ende 2017. In den 1 203 ambulanten Einrichtungen wurden 39 159 Beschäftigte gezählt (+12,9 % oder 4 472 Personen). Vom Personal der ambulanten Pflegeeinrichtungen im Land waren 76 % in Teilzeit tätig, im stationären Bereich hingegen 63,1 %.

Über die Hälfte aller Beschäftigten in den baden-württembergischen Pflegeeinrichtungen (53,6 % bzw. 76 364) besaßen einen Abschluss in einem pflegerischen Beruf, einem nichtärztlichen Heilberuf oder einen hauswirtschaftlichen Berufsabschluss. Fast ein Viertel der Beschäftigten (24,3 %) in den stationären und ambulanten Einrichtungen des Landes verfügte über eine Ausbildung als Altenpfleger oder Altenpflegerin. Unter den Vollzeitarbeitskräften lag der Anteil der Altenpfleger oder Altenpflegerinnen mit 41,5 % jedoch deutlich höher. 46,4 % oder 65 993 der Beschäftigten besaßen keinen oder aber einen fachfremden Berufsabschluss bzw. befanden sich noch in Ausbildung. Das sind 9,6 % mehr als 2017.

Die weitaus meisten Beschäftigten in den stationären Einrichtungen des Landes gab es mit 93,9 % in Pflegeheimen für ältere Menschen. Das übrige Personal verteilte sich auf Pflegeheime für psychisch Kranke (3,1 %), Pflegeheime für behinderte Menschen (2,2 %) sowie Pflegeheime für Schwerkranke und Sterbende, wie z. B. Hospize (0,7 %).

Die stationäre Betreuung von Pflegebedürftigen ist äußerst personalintensiv. Auf 100 Pflegebedürftige, die in den Pflegeheimen vollstationär betreut wurden, kamen 110 Beschäftigte, darunter 81 Personen, die ihren Arbeitsschwerpunkt im Bereich Pflege und Betreuung hatten, sowie weitere 29 Beschäftigte mit einer Zuständigkeit bei anderen Aufgaben, wie z.B. Hauswirtschaft, Haustechnik, Verwaltung oder Geschäftsführung. In den ambulanten Einrichtungen kamen auf 100 Pflegebedürftige 42 Beschäftigte, darunter 38 Personen im Bereich der Pflege und Betreuung sowie weitere 4 Beschäftigte in anderen Aufgabenbereichen.

1 Personen mit “divers“ bzw. „ohne Angabe“ (Geschlecht nach § 22 Abs. 3 PStG) sind zufällig aus Datenschutzgründen auf „männlich“ oder „weiblich“ verteilt.

Schaubild 1: Personal in den Pflegeeinrichtungen Baden-Württembergs im Dezember 2019 nach Berufsabschlüssen
Schaubild 1: Personal in den Pflegeeinrichtungen Baden-Württembergs im Dezember 2019 nach Berufsabschlüssen
Tabelle 1
Personal in den Pflegeeinrichtungen Baden-Württembergs im Dezember 2019 nach Berufsabschlüssen
BerufsabschlussPersonal
Anteil in %

Datenquelle: Pflegestatistiken 2019.

Altenpfleger/in24,3
Altenpflegehelfer/in4,9
Gesundheits- und Krankenpfleger/in11,3
Krankenpflegehelfer/in1,5
sonst. nichtärztliche/pflegerische Berufe7,9
Fach-/sonstige hauswirtschaftliche Berufe3,8
sonstiger Berufsabschluss25,0
ohne Berufsabschluss 13,9
Auszubildende/r, (Um-)Schüler/in7,5