:: 86/2021

Pressemitteilung 86/2021

Stuttgart,

Umsätze brachen im Jahr 2020 insgesamt deutlich ein

Sieben Branchen der Südwestindustrie erzielen Zuwächse

Die Umsätze der Südwestindustrie brachen in Folge der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie im April und Mai 2020 massiv ein und schickten damit den Umsatzindex im Verarbeitenden Gewerbe in Baden-Württemberg auf Talfahrt.

Nach Angaben des Statistischen Landesamts verzeichneten die baden-württembergischen Industriebetriebe im Jahr 2020 preisbereinigt insgesamt ein Umsatzminus von 9,2 % im Vorjahresvergleich. Während der Umsatz der Südwestindustrie im ersten Quartal 2020 preisbereinigt im Vergleich zum Vorjahresquartal bereits um 5,9 % zurückging, brach der Umsatzindex in Folge der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie im April und Mai 2020 um 40,0 % bzw. 30,7 % extrem ein. Im weiteren Jahresverlauf verblieb die Umsatzentwicklung der Südwestindustrie preisbereinigt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit einem Rückgang von 8,7 % im dritten Quartal zuerst im Minus, zeigte am Jahresende jedoch deutliche Erholungstendenzen und verbuchte im vierten Quartal einen Zuwachs von 3,4 %.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie trafen dabei die einzelnen Branchen der Südwestindustrie im Jahr 2020 sehr unterschiedlich. Während ein Großteil der Branchen des Verarbeitenden Gewerbes in Baden-Württemberg im Krisenjahr 2020 starke Umsatzeinbußen verzeichnete, konnten sieben der 24 Branchen eine positive Umsatzentwicklung im Vorjahresvergleich vermelden.

Den höchsten preisbereinigten Zuwachs verbuchte mit einem Plus von 8,0 % die Branche der Herstellung von Holz-, Flecht-, Korb- und Korkwaren (ohne Möbel), die bspw. die Herstellung von Bauholz, Verpackungsmitteln, Bodenbelägen und vorgefertigten Gebäudeteilen umfasst.

Den zweithöchsten Zuwachs verzeichnete mit 6,8 % die Branche der Kokerei und Mineralölverarbeitung.

Den dritthöchsten Zuwachs erzielte mit 4,3 % die Branche der Herstellung pharmazeutischer Erzeugnisse, die neben der Herstellung von pharmazeutischen Grundstoffen auch medizinische Diagnostik und pharmazeutische Präparate, wie Impfstoffe, beinhaltet.

Die beiden umsatzstärksten Branchen der Südwestindustrie verbuchten hingegen im Jahr 2020 eine stark rückläufige Umsatzentwicklung, so brachen preisbereinigt im Vorjahresvergleich die Umsätze in der Branche der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen um 12,7 % und im Maschinenbau um 14,9 % ein.

Datenquelle: Umsatzindex im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und in der Gewinnung von Steinen und Erden.