Newsletter für Kommunen
23. Dezember 2025 - Nr. 4/2025
Sehr geehrte Damen und Herren, in unserem vierten »Newsletter für Kommunen« im Jahr 2025 möchten wir Sie auf folgende Themen aufmerksam machen:
Aktuelle Daten und Informationen
Unbereinigter Gender Pay Gap 2025 bei 20 %
Im Jahr 2025 erhielten weibliche Beschäftigte in Baden-Württemberg einen durchschnittlichen Bruttostundenverdienst (ohne Sonderzahlungen) von 23,20 Euro (2024: 22,80 Euro), während der Durchschnittsstundenverdienst bei männlichen Arbeitnehmenden 28,88 Euro (2024: 28,20 Euro) pro Stunde betrug. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes verdienten Frauen im Südwesten damit durchschnittlich 20 % (5,68 Euro) weniger pro Stunde als Männer.
70 Jahre Anwerbeabkommen mit Italien
Vor 70 Jahren – am 20. Dezember 1955 – hat Deutschland das erste Anwerbeabkommen seiner Art zur Entsendung von Arbeitskräften mit Italien geschlossen. Das Statistische Landesamt stellt zahlreiche Länderinformationen zur Verfügung: Hier ausgewählte Fakten zu Einwanderung, Leben- und Arbeiten, schulischer Bildung und Familien von Personen mit italienischer Staatsangehörigkeit.
Wirtschaftskraft in Baden-Württemberg 29 % über dem EU-Durchschnitt
Gemessen am nominalen Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag die Wirtschaftsleistung im Jahr 2024 bei 650 Mrd. Euro. Bezogen auf jede in Baden-Württemberg lebende Person waren dies im Schnitt 57.294 Euro. Die hiesige Wirtschaftskraft, das auf die Zahl der Einwohner bezogene kaufkraftbereinigte nominale Bruttoinlandsprodukt (BIP), lag damit 29 % über dem Durchschnittswert der EU-27. Im Ranking der Mitgliedstaaten der Europäischen Union würde Baden-Württemberg damit den vierten Platz belegen.
Investitionsvolumen der Südwestindustrie erreichte im Jahr 2024 eine Höhe von 14,0 Milliarden Euro
Region Stuttgart weiterhin Investitionsschwerpunkt in Baden-Württemberg – Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes investierten die Industriebetriebe im Südwesten nominal 14,0 Milliarden (Mrd.) Euro in Ausrüstungsgüter und Immobilien. Die Investitionen legten damit nominal um 0,07 Mrd. Euro (+0,5 %) gegenüber dem Wert des Vorjahres 2023 zu.
15 Prozent der Fläche Baden-Württembergs wurde 2024 für Siedlungs- und Verkehrszwecke genutzt
Die Siedlungs- und Verkehrsfläche in Baden-Württemberg betrug zum 31.12.2024 insgesamt 536.289 Hektar (ha) und nahm damit 15,0 % der Landesfläche von 3,575 Mio. ha ein, wie das Statistische Landesamt mitteilt. Nach den Ergebnissen der Flächenerhebung - auf der Grundlage von Auswertungen des Amtlichen Liegenschaftskatasters - wurde mit knapp 1,6 Mio. ha bzw. 44,6 % ein bedeutender Teil der Landesfläche landwirtschaftlich genutzt, gefolgt von der bewaldeten Fläche mit fast 1,4 Mio. ha bzw. einem Anteil von 37,9 %.
Landtagswahl 2026: Schätzung zur Zahl der Wahlberechtigten
Zur Landtagswahl am 8. März 2026 dürfen in Baden-Württemberg erstmals auch 16- und 17-Jährige ihre Stimme abgeben. Bei den Kommunalwahlen im Land dürfen diese schon seit 2014 mitentscheiden, bei der Europawahl seit 2024. Durch die Absenkung des Mindestwahlalters auf 16 Jahre wird zur Landtagswahl 2026 nach Schätzung des Statistischen Landesamtes die Zahl der Erstwahlberechtigten höher als bei vorherigen Landtagswahlen liegen, denn sie umfasst durch die Wahlrechtsänderung diesmal sieben Jahrgänge (alle 16- bis 22-Jährigen) – geschätzt sind dies circa 650.000 Wahlberechtigte (8,4 %). Darunter sind auch etwa 180.000 minderjährige Baden-Württemberginnen und Baden-Württemberger.
2024 übersteigen kommunale Auszahlungen die Einzahlungen
Die Gemeinden und Gemeindeverbände in Baden-Württemberg konnten 2024 zusammengenommen nur 94,7 % ihrer Auszahlungen durch Einzahlungen decken. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, entsprach dies in absoluten Zahlen einer Unterdeckung in Höhe von 3,1 Milliarden Euro. Im Jahr 2018 lag dieser Deckungsgrad noch bei 100,1 %, da die kommunalen Einzahlungen die kommunalen Auszahlungen um 1,8 Milliarden Euro übertrafen.
„Späte“ Mutterschaft: Mehr als jede vierte Frau ist bei der Geburt ihres Kindes mindestens 35 Jahre alt
Das durchschnittliche Alter von Müttern bei der Geburt ihres ersten Kindes lag nach Angaben des Statistischen Landesamtes im Jahr 2024 bei 30,7 Jahren. Vor 10 Jahren waren die Mütter bei der Geburt ihres ersten Kindes durchschnittlich gut ein halbes Jahr jünger (2014: 30,1 Jahre). Am höchsten war der Anteil »später Mütter« im Jahr 2024 in den Stadtkreisen Heidelberg (39 %), Freiburg im Breisgau (37 %), Stuttgart und Karlsruhe (jeweils 34 %). Am niedrigsten lag dieser Anteil im Stadtkreis Pforzheim.
Regionale Landwirtschaftliche Gesamtrechnung liefert erstmals Ergebnisse für das Jahr 2023
Der in der Landwirtschaft häufig stark schwankende Produktionswert verzeichnete nach einer äußerst positiven Entwicklung im Jahr 2022 einen Rückgang im Folgejahr 2023. Grund dafür waren vor allem niedrigere Erzeugerpreise. 2023 belief sich der Produktionswert der baden-württembergischen Landwirtschaft auf über 5,86 Milliarden Euro. Dies entspricht einer Reduktion im Vergleich zu 2022 von 5,0 %.
Elektromobilität in Bewegung
Die Landesregierung möchte Baden-Württemberg zum Vorreiter der Elektromobilität machen1 und tatsächlich hat in den vergangenen Jahren die Elektromobilität im Land stark an Bedeutung gewonnen. Die Zahl der jährlich neu zugelassenen Personenkraftwagen mit alternativen Antrieben steigt stetig, insbesondere die Zahl der rein batteriebetriebenen Pkw. Deren Anteil an der Pkw-Flotte des Landes hat sich seit 2017 um das 32-Fache gesteigert. Parallel dazu wurde auch die Ladeinfrastruktur kontinuierlich ausgebaut. Allerdings hat sich das Wachstumstempo in den letzten Jahren deutlich verlangsamt, und es treten zunehmend regionale Unterschiede zwischen den Stadt- und Landkreisen hervor.
Männer pendeln häufiger und weiter zur Arbeit als Frauen
Rund 3,88 Millionen Menschen pendelten 2024 in Baden-Württemberg über die Grenzen ihres Wohnortes hinweg zur Arbeit. Mit 51 % waren etwas mehr als die Hälfte davon Frauen.
Die Stadtkreise Stuttgart (318.700 Einpendelnde), Mannheim (140.500) und Karlsruhe (133.100) stellten im Jahr 2024 die stärksten Pendelmagneten im Südwesten dar.
Neue Webplattform für den Kinderschutz geht online
Am 1. Dezember 2025 ist die erste landesweite Webplattform für Kinderschutz in Baden-Württemberg online gegangen. Als wichtige Säule der im Juli veröffentlichten Strategie Masterplan Kinderschutz bündelt sie Anlaufstellen, Informationen, Angebote, Veranstaltungen und Qualifizierungsangeboterund um das Thema Kinderschutz – übersichtlich, aktuell und für alle leicht nutzbar. Die FaFo im Statistischen Landesamt Baden-Württemberg freut sich, die Webplattform im Auftrag des Ministeriums für Soziales, Integration und Gesundheit zu betreuen und kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Die Plattform soll eine Ressource für alle Personen sein, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten sowie Personen aus den Bereichen Polizei, Justiz, Gesundheit und Bildung. Sie suchen nach einer Veranstaltung, Qualifizierungen, einer Übersicht über Anlaufstellen und Partner, Leitfäden und weiterführende Materialien rund um Prävention oder Schutz und Unterstützung? Besuchen Sie uns unter: www.kinderschutz-bw.de
