:: 221/2019

Pressemitteilung 221/2019

Stuttgart,

Südwestindustrie im Juli 2019: Plus von 15 300 Beschäftigten zum Juli im Jahr 2018

Januar bis Juli 2019: Mehr Beschäftigte (2,3 %) und verhaltenes Umsatzplus von nominal 0,4 % im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum

Die konjunkturelle Abkühlung hinterlässt inzwischen beim Personalaufbau der Südwestindustrie deutliche Bremsspuren. Das Beschäftigungswachstum hält auf hohem Niveau zwar an, verliert aber von Monat zu Monat immer mehr an Schwung. Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes beschäftigten die Industriebetriebe1 in Baden-Württemberg im Juli 2019 fast 1,208 Millionen (Mill.) Personen und damit 15 300 Beschäftigte mehr als im Juli des Vorjahres (1,3 %). Einen vergleichbar hohen Juli-Beschäftigtenstand gab es seit der Jahrtausendwende noch nicht. Gegenüber dem Vormonat Juni 2019 stieg die Zahl der Industriebeschäftigten um 7 300 Personen (0,6 %). Zu diesem beachtlichen Personalaufbau dürfte in erster Linie die saisonübliche Einstellung von befristet beschäftigten Aushilfs- und Ferienkräften beigetragen haben. Vor allem die »Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen« stellte in erheblichem Umfang Saisonarbeitskräfte ein. Insgesamt waren in den Monaten Januar bis Juli 2019 durchschnittlich 1,201 Mill. Personen in der Südwestindustrie tätig und damit 27 000 Personen mehr als im entsprechenden Vergleichszeitraum 2018 (2,3 %).

Die Südwestindustrie erzielte im Juli 2019 einen Umsatz von nominal 31,3 Milliarden (Mrd.) Euro. Damit war ein Umsatzplus von 1,4 Mrd. Euro (4,6 %) im Vergleich zum Juli 2018 zu verbuchen. Bei insgesamt verhaltener Umsatzentwicklung erzielten die Industriebetriebe im Zeitraum Januar bis Juli 2019 Erlöse von 204,9 Mrd. Euro. Dies entspricht einem moderaten Umsatzwachstum von 800 Mill. Euro (0,4 %) gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Zum Umsatzplus trug ausschließlich das Auslandsgeschäft bei. Der Inlandsumsatz stagnierte hingegen auf Vorjahresniveau ( ‑ 12 Mill. Euro bzw. ‑ 0,0 %) und erreichte 88,2 Mrd. Euro. Mit den Auslandskunden gab es ein Umsatzplus von 800 Mill. Euro (0,7 %). Das Auslandsgeschäft brachte einen Umsatz von 116,6 Mrd. Euro auf die Konten der heimischen Industriebetriebe.

Die Exportquote der Südwestindustrie lag im Zeitraum Januar bis Juli 2019 (56,9 %) knapp über dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraumes (56,8 %).

1 Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes (einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) mit mindestens 50 Beschäftigten. Neben den Industriebetrieben zählen dazu auch verarbeitende Handwerksunternehmen ab 50 Beschäftigte.