:: 308/2019

Pressemitteilung 308/2019

Stuttgart,

Jetzt neu: Baden-Württemberg – ein Standort im Vergleich

Wo steht das Land im nationalen und internationalen Vergleich? – 42 Strukturindikatoren geben Antworten

Mit einer Wirtschaftsleistung von 511 Milliarden (Mrd.) Euro im Jahr 2018 war Baden-Württemberg die siebtgrößte Volkswirtschaft der Europäischen Union. Dies entspricht einem Bruttoinlandsprodukt von knapp 46 300 Euro je Einwohner. Damit liegt die Wirtschaftsleistung pro Kopf im Südwesten 50 % über dem EU-Durchschnitt. Die Wirtschaft Baden-Württembergs hat im nationalen und internationalen Vergleich einen hohen Industrieanteil, investiert in hohem Maße in Forschung und Entwicklung und ist sehr eng mit dem Ausland verflochten. Über die Hälfte der baden-württembergischen Exporte in Höhe von 203 Mrd. Euro gingen in die Partnerländer der EU. Wichtigstes Abnehmerland für Produkte »Made in Baden-Württemberg« waren die Vereinigten Staaten, wohin 2018 Güter im Wert von 25 Mrd. Euro exportiert wurden. China bezog Waren im Wert von 16 Mrd. Euro und rückte mit einem Zuwachs von 8 % bei den wichtigsten Handelspartnern vom vierten auf den zweiten Platz vor. Von diesen Erfolgen profitiert der heimische Arbeitsmarkt mit der im EU-Vergleich höchsten Erwerbsbeteiligung und der niedrigsten Jugenderwerbslosenquote.

Für die Attraktivität Baden-Württembergs spricht ferner der hohe Lebensstandard seiner Bürgerinnen und Bürger: Das pro Kopf verfügbare Einkommen von 24 600 Euro gehört sowohl national wie international zur Spitzengruppe. Zudem kann das Land die drittniedrigste Pro-Kopf-Verschuldung im Bundesländerranking vorweisen. Der hohe Lebensstandard im Südwesten spiegelt sich auch in der mit 84 bzw. 80 Jahren bundesweit höchsten Lebenserwartung der neugeborenen Mädchen und Jungen wider. Die Wettbewerbsfähigkeit, der Wohlstand und der Fortschritt Baden-Württembergs lassen sich dauerhaft nur mit Investitionen in die wissensbasierte Informationsgesellschaft sichern. Hierbei stehen unter anderem eine leistungsfähige Breitbandinfrastruktur und gute Bildungs- und Weiterbildungsangebote im Fokus. Um den Wandel nachhaltig zu gestalten, muss gleichzeitig die ökologische Modernisierung der Wirtschaft vorangetrieben werden. Im Jahr 2018 verzeichnete der Südwesten bei den Neuzulassungen rein elektrisch betriebener Pkw einen Zuwachs von fast einem Drittel auf 5 800 Fahrzeuge. Damit konnten die E-Autos ihren Marktanteil von 0,9 % im Jahr 2017 auf 1,2 % erhöhen. Auch die verlangsamte Zunahme von Klimagasemissionen und der steigende Anteil erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch zeigen, dass die ökologische Modernisierung in Baden-Württemberg vorankommt.

42 Strukturindikatoren auf rund 100 Seiten bieten in nunmehr 16. Auflage einen aktuellen Überblick zu wirtschaftlich, sozial, kulturell und ökologisch wichtigen Themenfeldern. Gradmesser für das Land sind die Vergleichsergebnisse für die anderen Bundesländer und die 28 EU-Mitgliedstaaten. Soweit verfügbar, werden auch Vergleichsdaten für die Vereinigten Staaten, Japan, die Schweiz und die BRIC-Staaten, das sind Brasilien, Russland, Indien und China, in die Betrachtung einbezogen.

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