:: 227/2021

Pressemitteilung 227/2021

Stuttgart,

Weniger Äpfel und Zwetschgen in 2021

Baden-Württemberg: 337 000 Tonnen Äpfel werden erwartet

Die ersten Schätzungen zur Apfelernte 2021 ergeben kein einheitliches Bild. Neben sehr guten Aussichten aufgrund der guten Wasserversorgung, wurden von den Obstberichterstattern auch Ernteeinbußen durch Blütenfrost, starken Junifruchtfall bei Äpfeln sowie gebietsweisen Starkregen und massiven Hagelschlag gemeldet.

Nach den vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg kann 2021 bei einer Anbaufläche von 12 100 Hektar (ha) mit einer Apfelernte von 337 000 Tonnen (t) gerechnet werden. Damit würde die prognostizierte Ernte die Apfelmenge des Vorjahres zwar um −16 % unterschreiten, aber im Bereich des langjährigen Mittels der Jahre 2015 bis 2020 liegen. Rund ein Drittel der zu erntenden Äpfel bestreiten voraussichtlich die Hauptsorten Elstar (46 000 t; 1 980 ha), Jonagold (37 000 t; 1 280 ha) und Gala (36 000 t; 1 180 ha). Die besten Pflückergebnisse werden 2021 vor allem bei Jonaprince (40 t/ha), Jonagored mit 37 t/ha, sowie Kanzi (37 t/ha) erwartet.

Mit deutlichen Einbußen durch die starken Blütenfröste ist dagegen bei Pflaumen und Zwetschgen zu rechnen. Die Prognosen gehen derzeit von einer Erntemenge von 10 000 t (1 780 ha) aus, das wäre knapp die Hälfte des Vorjahres. Mit Flächenerträgen von 5,6 t/ha würde auch das langjährige Mittel um über 40 % verfehlt. Dagegen zeichnet sich mit 2 100 t (+23 %) eine gute Mirabellenernte ab, die im Bereich des langjährigen Mittels liegt.