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Pressemitteilung 49/2026

1 Tag arbeiten – 1 Jahr Wasser nutzen

Erstaunliches Statistikwissen

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer arbeiteten 2025 durchschnittlich rund 8 Stunden für Wasser und Abwasser. Wie das Statistische Landesamt Baden-Württemberg mitteilt, ermittelt sich diese Kennzahl aus den Jahreskosten für Wasser und Abwasser und dem durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von vollzeittätigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Baden-Württemberg.

2025 kosteten das Trinkwasser aus dem öffentlichen Netz im Schnitt 134 Euro und die Fortleitung und Behandlung des Abwassers 145 Euro je Person und Jahr. Einbezogen sind sowohl die verbrauchsbezogenen (Kubikmeter-) Gebühren, die davon unabhängigen Grundgebühren und die flächenbezogene Niederschlagswassergebühr. Die Jahreskosten für Wasser und Abwasser beliefen sich damit in der Summe auf durchschnittlich 279 Euro. Dem wurde der durchschnittliche Bruttostundenverdienst von Vollzeitbeschäftigten gegenübergestellt, der im für das Jahr 2025 repräsentativen Monat April bei 34,75 Euro einschließlich Sonderzahlungen lag.

Die Jahreskosten für Wasser und Abwasser beruhen auf einem Rechenmodell, das die einzelnen Gebührenkomponenten - Verbrauchs-, Grund- und Niederschlagsgebühren - in Jahreswerte überführt. Angewandt auf die Gebührenstruktur und -höhe in den Gemeinden ergibt sich für 2025 eine Kostenspanne von rund 110 Euro bis 550 Euro je Person. Daraus berechnet sich mit dem durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von Vollzeitbeschäftigten ein Aufwand von gut 3 bis knapp 16 Arbeitsstunden, um die Wasser- und Abwasserkosten für ein Jahr zu bestreiten.

In den unterschiedlich hohen Gebühren spiegeln sich die lokalen Unterschiede zum Beispiel in der Verfügbarkeit von Wasser zur Trinkwassergewinnung oder der Siedlungsstruktur wider. So haben zum Beispiel kompakte Siedlungsstrukturen in Städten grundsätzlich einen geringeren Aufwand zum Unterhalt des Kanalnetzes zu leisten als Gemeinden mit lockerer Bebauung und verstreuten Außenbereichen. Große Gemeinden erheben tendenziell günstigere Abwassergebühren als kleinere Gemeinden.

Weitere Informationen

Das Rechenmodell für die (fiktiven) Jahreskosten von Wasser und Abwasser stellt auf eine für das Land repräsentative Durchschnittsperson ab. Durch Multiplikation der Gebührenbestandteile mit dem jährlichen Trinkwasserverbrauch pro Kopf sowie der anteiligen Grundgebühr und gebührenwirksamen Fläche je Person entsteht für jeden Gebührenbestandteil ein additiver Jahreswert. Die Summe dieser Jahreswerte sind die Jahreskosten für Wasser und Abwasser.

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