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Pressemitteilung 224/2022

614 Eisdielen in Baden-Württemberg

Im Juli 2022 war Speiseeis 6,5 % teurer als im Vorjahresmonat

Sommerzeit ist Eis-Zeit: Bei sommerlichen Temperaturen ist Eis eine beliebte Erfrischung. Wie das Statistische Landesamt Baden-Württemberg mitteilt, stieg der Preis von Speiseeis in diesem Sommer zwischen Juni und Juli um 2,1 %. Im Juli 2022 kostete Speiseeis 6,5 % mehr als im entsprechenden Vorjahresmonat. Damit ist der Preis des Speiseeises vergleichsweise weniger stark angestiegen als Nahrungsmittel insgesamt, die sich seit Juli 2021 um 13,5 % verteuerten.

Im Jahr 2021 wurden nach vorläufigen Ergebnissen der Außenhandelsstatistik rund 24 300 Tonnen Speiseeis im Wert von 66,5 Millionen (Mill.) Euro nach Baden-Württemberg importiert. Gemessen an der Bevölkerung Baden-Württembergs entspricht die eingeführte Menge an Speiseeis im Jahr 2021 2,2 Kilogramm pro Kopf. Vor allem bei sommerlichen und steigenden Temperaturen wächst die Nachfrage nach Eis und damit dessen Importe. So wurden im Jahr 2021 allein von März bis August mit rund 16 300 Tonnen Speiseeis über zwei Drittel der gesamten Jahresmenge eingeführt. Mit 13 400 Tonnen im Wert von 39,9 Mill. Euro lieferten die Niederlande 2021 den größten Anteil an Speiseeis in den Südwesten, was über 55 % des mengenmäßigen Gesamtimports von Speiseeis ausmachte. Zweitwichtigster Lieferant war 2021 Belgien mit einem Anteil von knapp 28 % bzw. 6 800 Tonnen Speiseeis.

Aus Baden-Württemberg exportiert wurden im Jahr 2021 knapp über 6 200 Tonnen Speiseeis im Wert von 15,3 Mill. Euro. Die bedeutendsten Abnehmerländer waren die Niederlande (2 800 Tonnen), Spanien (1 100 Tonnen) und Österreich (900 Tonnen). Fast 80 % des ausgeführten Südwest-Eises gingen somit in diese drei Staaten.

Insgesamt gab es im Jahr 2020 in Baden-Württemberg 57 umsatzsteuerpflichtige Unternehmen, die hauptsächlich Speiseeis herstellten. Die erlösten Umsätze dieser Unternehmen beliefen sich gemäß ihrer Umsatzsteuer-Voranmeldung auf insgesamt 15,7 Mill. Euro. Des Weiteren luden 614 Eisdielen zum Besuch ein. Diese erwirtschafteten 134,8 Mill. Euro an Umsätzen. Gleichzeitig war in den vergangenen Jahren der Ausbildungsberuf zur Fachkraft für Speiseeis nicht stark besetzt. Im Südwesten hatte 2020 eine Person die Ausbildung »Fachkraft für Speiseeis« absolviert, 2021 niemand.

Tabelle 1

Import Baden-Württembergs von Speiseeis nach den 10 wichtigsten Ursprungsländern im Jahr 2021*)
Ursprungs­länder kg Anteil an Gesamt in % Euro Anteil an Gesamt in %

*) In der Außenhandelsstatistik wird Speiseeis mit den Warennummern WA21050010 (Speiseeis, auch kakaohaltig, Milchfett <3GHT), WA21050091 (Speiseeis, auch kakaohaltig, Milchfett 3-7GHT) und WA21050099 (Speiseeis, auch kakaohaltig, Milchfett >7GHT) erfasst. Vorläufige Ergebnisse, Stand: August 2022.

Datenquelle: Außenhandelsstatistik.

Importe insgesamt 24.346.233 100,0 66.470.108 100,0
Niederlande 13.431.238 55,2 39.852.057 60,0
Belgien 6.759.455 27,8 15.186.602 22,8
Italien 1.387.580 5,7 4.314.214 6,5
Slowenien 984.177 4,0 2.591.329 3,9
Frankreich 363.423 1,5 682.413 1,0
Schweden 247.966 1,0 532.309 0,8
Spanien 232.522 1,0 942.884 1,4
Polen 167.405 0,7 390.164 0,6
Litauen 157.353 0,6 239.150 0,4
Vereinigtes Königreich 150.863 0,6 471.313 0,7

Tabelle 2

Export Baden-Württembergs von Speiseeis nach den 10 wichtigsten Bestimmungsländern im Jahr 2021*)
Bestim­mungs­länder kg Anteil an Gesamt in % Euro Anteil an Gesamt in %

*) In der Außenhandelsstatistik wird Speiseeis mit den Warennummern WA21050010 (Speiseeis, auch kakaohaltig, Milchfett <3GHT), WA21050091 (Speiseeis, auch kakaohaltig, Milchfett 3-7GHT) und WA21050099 (Speiseeis, auch kakaohaltig, Milchfett >7GHT) erfasst. Vorläufige Ergebnisse, Stand: August 2022.

Datenquelle: Außenhandelsstatistik.

Exporte insgesamt 6.246.696 100,0 15.281.329 100,0
Niederlande 2.844.745 45,5 6.440.850 42,1
Spanien 1.135.886 18,2 3.145.605 20,6
Österreich 886.465 14,2 1.619.414 10,6
Frankreich 551.492 8,8 1.538.786 10,1
Tschechien 268.634 4,3 551.840 3,6
Schweden 140.635 2,3 432.567 2,8
Polen 87.633 1,4 248.757 1,6
Schweiz 80.904 1,3 601.750 3,9
Ungarn 64.342 1,0 148.933 1,0
Italien 44.711 0,7 131.134 0,9

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