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Pressemitteilung 98/2026

Anteil der Übergänge an Gymnasien erneut gesunken

Mehr Übergänge an Realschulen und Gemeinschaftsschulen.

Zum Schuljahr 2025/26 wechselten in Baden-Württemberg 97.450 Schülerinnen und Schüler von der Grundschule auf eine weiterführende Schule. Das waren rund 2.800 Kinder mehr als im Vorjahr, teilt das Statistische Landesamt Baden-Württemberg auf Basis der amtlichen Schulstatistik mit.

Allgemeinbildende Gymnasien waren auch im Schuljahr 2025/26 mit 40,5 % die am häufigsten gewählte Schulart. Allerdings nahm der Anteil der Übergänge von Grundschulen auf allgemeinbildende Gymnasien im dritten Jahr in Folge ab. Er sank im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Prozentpunkte und gegenüber dem Höchststand im Schuljahr 2022/23 um 4,5 Prozentpunkte. 

Zugleich gewinnen andere Schularten weiter an Bedeutung. Die Realschulen verzeichneten einen Anstieg und erreichten einen Anteil von 35,2 % (+1,4 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr). Sie bleiben damit die zweitstärkste Schulart beim Übergang von der Grundschule. Auch die Gemeinschaftsschulen verzeichneten einen Zuwachs. Ihr Anteil erhöhte sich auf 14,9 %und stieg damit im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Prozentpunkte.

Mit Einführung der Gemeinschaftsschule im Schuljahr 20212/13 haben die Werkreal-/Hauptschulen massiv an Bedeutung verloren. Der Anteil der Übergänge auf diese Schulart sank von 23,7 % im Schuljahr 2011/12 auf nur noch 5,3 % im Schuljahr 2025/26. Seit dem Schuljahr 2022/23 hat sich die Bedeutung der Werkreal-/Hauptschulen auf diesem niedrigen Niveau stabilisiert. 

Weitere Daten zum Schuljahr 2025/26 sind ab sofort auf der Themenseite für allgemeinbildende Schulen verfügbar.

 

Weitere Informationen

Die Übergangsquoten werden aus allen Grundschülern (inkl. aus Grundschulen im Verbund mit einer Gemeinschaftsschule) zum Zeitpunkt der Vergabe der Grundschulempfehlungen berechnet. Freie Waldorfschulen und Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren zählen nicht zu den Grundschulen und sind in den Übergangsquoten nicht berücksichtigt. 

Einige private Grundschulen sprechen keine Empfehlungen für den Übergang in eine weiterführende Schule aus. Dies gilt auch für ausländische Schülerinnen und Schüler, die aufgrund von Sprachdefiziten eine Vorbereitungsklasse besuchen sowie teilweise für Inklusionsschülerinnen und -schüler. Für Kinder ohne solche Empfehlung werden in der Statistik keine Übergänge erfasst; stattdessen werden sie unter der Kategorie "Sonstige" geführt. Diese Kategorie umfasst auch Schüler, die eine Klasse wiederholen müssen, nicht versetzt werden oder auf andere Schularten wie Waldorfschulen, Schulen besonderer Art oder Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren wechseln.

Es ist jedoch zu beachten, dass die von den Grundschulen gemeldeten geplanten Übergänge nicht immer mit den tatsächlichen Übergängen auf die weiterführenden Schulen übereinstimmen.

Aktualität der Daten: Die Ergebnisse der Übergänge auf weiterführende Schulen in der amtlichen Schulstatistik für das Schuljahr 2025/26 basieren auf Daten, die bei den Grundschulen erhoben wurden, als die Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen im Schuljahr 2024/25 ihre Grundschulzeit beendeten. Zu diesem Zeitpunkt erfolgte die Überführung in weiterführende Schulen, vorausgesetzt, dass die Schüler versetzt wurden. Im laufenden Schuljahr 2025/26 besuchen diese Jugendlichen bereits eine weiterführende Schule.

 

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