Arbeitsvolumen bei knapp 8,51 Milliarden Stunden im Jahr 2025
Verringerung des Arbeitsvolumens in Baden-Württemberg gegenüber dem Vorjahr um 0,3 %.
In Baden-Württemberg betrug die Erwerbstätigenzahl im Jahr 2025 nach aktuellen vorläufigen Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung der Länder“ etwa 6,41 Millionen. Im Vergleich zu 2024 verringerte sich diese Zahl nur geringfügig um rund 1.800. Die Zahl der von allen erwerbstätigen Personen geleisteten Arbeitsstunden (Arbeitsvolumen) nahm 2025 gegenüber dem Vorjahr um rund 27,2 Millionen Stunden auf knapp 8,51 Milliarden Stunden ab. Dies entsprach laut dem Statistischen Landesamt einer Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr von −0,3 % (Bundesdurchschnitt: −0,2 %).
Gesamtwirtschaftlich leistete jede erwerbstätige Person 2025 in Baden-Württemberg durchschnittlich 1.327 Arbeitsstunden. Im Vorjahr lag die Pro-Kopf-Arbeitszeit um vier Stunden höher, allerdings wies das Jahr 2024 mit 250 potentiellen Arbeitstagen verglichen mit dem Jahr 2025 einen Arbeitstag mehr auf.
Im Verarbeitenden Gewerbe lag die jährliche Pro-Kopf-Arbeitszeit 2025 durchschnittlich bei 1.380 Stunden, was somit dem Vorjahreswert entsprach. Im Baugewerbe betrug das jährliche durchschnittliche Arbeitsvolumen je erwerbstätiger Person 1.538 Stunden. In dieser Branche sank das Pro-Kopf-Arbeitsvolumen um vier Stunden gegenüber dem Vorjahr.
In den Dienstleistungsbranchen insgesamt lag das Arbeitsvolumen je erwerbstätiger Person 2025 hierzulande bei 1.286 Stunden (−5 Stunden). Dabei entfiel im Bereich „Öffentliche und sonstige Dienstleistungen, Erziehung, Gesundheit“ auf einen Erwerbstätigen eine jährliche Arbeitszeit von durchschnittlich 1.230 Stunden. Im Vergleich zu 2024 war dies eine Arbeitsstunde weniger. Der Bereich „Handel, Verkehr, Gastgewerbe, Information und Kommunikation“ wies 2025 mit 1.319 Stunden ein um acht Stunden geringeres Pro-Kopf-Arbeitsvolumen auf. Im Bereich „Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleistungen, Grundstücks- und Wohnungswesen“ wurde mit 1.342 Stunden je erwerbstätiger Person ein Minus von sechs Arbeitsstunden im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet.
Der Grund für die je nach Wirtschaftsbereich ungleich hohe durchschnittliche jährliche Pro-Kopf-Arbeitszeit ist dabei keineswegs im unterschiedlichen Fleiß der Erwerbstätigen zu suchen. Vielmehr ist der jeweilige Anteil der Erwerbstätigen mit einer vergleichsweise hohen Wochenarbeitszeit entscheidend. Grundsätzlich ist die Pro-Kopf-Arbeitszeit umso höher, je geringer der Anteil der marginal Beschäftigten beziehungsweise der Teilzeitbeschäftigten ist und/ oder je höher der Anteil der Selbstständigen ausfällt.