Aufkommen der Grunderwerbsteuer 2025 deutlich gestiegen
Die Einnahmen aus der Grunderwerbsteuer lagen im Jahr 2025 bei 2,16 Milliarden Euro in Baden-Württemberg.
Nach Angaben des Statistischen Landesamtes nahm das Land Baden-Württemberg im Jahr 2025 rund 2,16 Milliarden Euro aus der Grunderwerbsteuer ein. Das sind etwa 340 Millionen Euro mehr als 2024 – ein Plus von 18,7 %.
Die Grunderwerbsteuer fällt beim Kauf von Immobilien oder Grundstücken an. Sie wird von den Bundesländern erhoben. Die Steuersätze variieren je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 % des Kaufpreises. In Baden-Württemberg beträgt der Satz 5,0 %.
Nach dem Finanzausgleichsgesetz fließen 38,85 % der Einnahmen des Landes an die Kreise entsprechend dem Aufkommen in ihrem Gebiet. Dies waren insgesamt rund 827 Millionen Euro (im Jahr 2025 kassenmäßig gebuchte Einnahmen) und damit 124,5 Millionen Euro (+17,7 %) mehr als im Jahr zuvor. Da die Verbuchung der überlassenen Grunderwerbsteuer teilweise zeitversetzt erfolgen kann, unterscheiden sich die Entwicklungen auf Landes- und Kreisebene.
Im Vergleich der vier Regierungsbezirke entfiel mehr als die Hälfte (53,7 %) der gesamten Mehreinnahmen auf den Regierungsbezirk Stuttgart, wo die Einnahmen um 25,3 % (+66,8 Millionen Euro) stiegen. In den Regierungsbezirken Karlsruhe und Freiburg stiegen die Aufkommen um +15,5 % (+27,7 Millionen Euro) bzw. +12,9 % (+17,9 Millionen Euro) an, während im Regierungsbezirk Tübingen die Zuwächse mit +10,0 % (+12,0 Millionen Euro) etwas geringer ausfielen.
Die 35 Landkreise nahmen zusammen 644,5 Millionen Euro ein, was einem Anstieg von 16,6 % (+91,9 Millionen Euro) gegenüber dem Vorjahr entspricht. Den höchsten prozentualen Anstieg verzeichnete der Enzkreis mit +36,6 % (+4,0 Millionen Euro). Der Rhein-Neckar-Kreis hat mit einem ähnlich starken Anstieg um +34,1 % bzw. um +10,8 Millionen Euro Aufkommen den stärksten nominalen Anstieg unter allen Landkreisen.
Im Landkreis Biberach war mit einem Minus von 20 % (−2,8 Millionen Euro) der größte Rückgang festzustellen, nachdem dort im Vorjahr noch ein deutlicher Anstieg von +33,8 % (+3,5 Millionen Euro) erzielt worden war.
Nachdem die 9 Stadtkreise im Vorjahr noch einen leichten Rückgang (−3,5 % bzw. -5,5 Millionen Euro) hinnehmen mussten, konnten diese nun wieder zulegen. Die Einnahmen stiegen um +21,7 % (+32,6 Millionen Euro) auf insgesamt 182,6 Millionen Euro an. Nach einem deutlichen Minus im Vorjahr (-22,2 % bzw. −11,6 Millionen Euro), stieg das Aufkommen im Jahr 2025 prozentual in der Stadt Stuttgart mit +57,6 % (+23,6 Millionen Euro) besonders stark an. Auch die Städte Heidelberg und Freiburg verzeichneten mit +32,3 % (+4,1 Millionen Euro) bzw. 20,8 % (+3,3 Millionen Euro) deutliche Zuwächse.
Weitere Informationen
Die Einnahmen aus der Grunderwerbsteuer entwickeln sich regional sehr unterschiedlich. Dabei sind extreme Veränderungen zum Vorjahr auf lokale Sondereffekte, Einzelfälle und auf entsprechend gegenläufige Entwicklungen in den Vorjahren zurückzuführen. Über die Ursachen dieser Veränderungen kann das Statistische Landesamt jedoch keine Aussagen treffen.
- Grunderwerbsteueraufkommen: Tabelle 79100_0009
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