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Pressemitteilung 213/2023

Baden-Württemberg: 1 674 Zwillings- und 27 Drillingsgeburten im Jahr 2022

Bei jeder 62. Geburt wurden Zwillinge geboren

Von den 103 239 baden-württembergischen Frauen, die im Jahr 2022 Kinder zur Welt brachten, gebaren 1 674 Frauen Zwillinge. Der Anteil der Zwillingsgeburten an allen Geburten hat sich damit gegenüber dem Jahr 1980 um über die Hälfte auf zuletzt 1,6 % erhöht. Bei jeder 62. Geburt kamen somit im vergangenen Jahr Zwillinge auf die Welt, so das Statistische Landesamt.

27 Frauen mit Wohnsitz in Baden-Württemberg bekamen im Jahr 2022 sogar Drillinge. Das heißt, dass bei etwa jeder 3 800. Geburt Drillinge geboren wurden. Vierlinge kamen im vergangenen Jahr im Südwesten einmal auf die Welt. Die höchste Zahl an Vierlingen seit 1980 gab es in Baden-Württemberg in den Jahren 1987 und 1989 (jeweils fünf). Fünflinge wurden seit 1980 in sechs Jahren geboren, zuletzt 1999.

Im Jahr 2022 war die Geburt von Zwillingsschwestern etwas häufiger als die von Zwillingsbrüdern (561 gegenüber 521). Die größte Gruppe bei Zwillingsgeburten waren allerdings die Geburten mit einem Jungen und einem Mädchen (592). Die Geburt von »Pärchen« war – mit Ausnahme des Jahres 2016 – bereits in allen Jahren seit 2001 am häufigsten <ati/>. Ganz anders dagegen noch in den 1980er-Jahren. Damals waren Zwillingsgeburten mit einem Jungen und einem Mädchen jeweils am seltensten.

Im vergangenen Jahr waren 583 der Frauen, die Zwillinge gebaren, 35 Jahre oder älter. Das bedeutet, dass bei den »späten Müttern« immerhin 2,1 % der Geburten und damit jede 47. Geburt Zwillingsgeburten waren. Bei den Frauen im Alter von unter 35 Jahren lag dieser Anteil mit 1,4 % etwas niedriger; nur jede 69. Geburt war eine Zwillingsgeburt.

Dass ältere Mütter überdurchschnittlich oft Zwillinge bekommen, ist einer der Gründe für die Zunahme der Mehrlingsgeburten in den vergangenen Jahrzehnten. Denn der Anteil der Kinder, die von Müttern im Alter von 35 Jahren oder später geboren wurden, hat stetig zugenommen. So stieg der Anteil »später Mütter« von 17 % im Jahr 2000 auf zuletzt immerhin 27 %. Hauptgrund für den Anstieg der Mehrlingsgeburten dürfte allerdings die moderne Reproduktionsmedizin sein.

Tabelle 1

Zwillings- und Drillingsgeburten in Baden-Württemberg seit 1980
Jahr Frauen mit
Zwillingsgeburten Drillingsgeburten
2 Knaben 1 Knabe
1 Mädchen
2 Mädchen 3 Knaben 2 Knaben
1 Mädchen
1 Knabe
2 Mädchen
3 Mädchen

Datenquelle: Statistik der natürlichen Bevölkerungsbewegung

1980 348 277 376 1 4 2 8
1985 372 274 323 3 10 8 5
1990 476 382 486 3 9 8 7
1995 485 469 506 7 9 10 9
2000 500 499 485 5 13 16 7
2005 441 502 454 8 5 12 8
2010 535 603 507 10 7 11 8
2011 496 539 490 7 11 8 7
2012 506 591 494 2 10 11 4
2013 523 605 525 11 16 6 3
2014 578 652 520 8 10 13 7
2015 581 645 580 11 6 12 12
2016 635 678 682 7 5 9 8
2017 611 733 598 6 13 18 7
2018 585 744 644 7 15 4 19
2019 648 703 638 5 8 8 5
2020 601 706 584 6 7 8 3
2021 580 625 608 10 6 12 6
2022 521 592 561 10 5 6 6

Weitere Informationen

Diese Entwicklung hin zu mehr „Pärchen“ ist darauf zurückzuführen, dass der Anteil zweieiiger Zwillinge im Zusammenhang mit der künstlichen Befruchtung deutlich angestiegen ist.

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