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Pressemitteilung 25/2026

Baden-Württemberg: Männer sind leicht in der Unterzahl

Geringster Männeranteil in den Stadtkreisen Freiburg im Breisgau und Baden-Baden, höchster in Karlsruhe.

Baden-Württemberg hatte Ende September 2025 rund 11,24 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner. Zu diesem Stichtag lag die Zahl der Männer im Südwesten um etwa 89.000 niedriger als die der Frauen. Der Männeranteil an der Gesamtbevölkerung betrug damit 49,6 %, so das Statistische Landesamt.

Für den höheren Anteil der Frauen an der Gesamtbevölkerung ist deren höhere Lebenserwartung entscheidend: Ein neugeborenes Mädchen kann heute in Baden-Württemberg auf eine durchschnittliche Lebenserwartung von rund 84 Jahren hoffen, bei den Jungen sind es im Schnitt knapp 80 Jahre und damit gut 4 Jahre weniger.

Allerdings war das männliche Geschlecht nicht in allen Altersklassen in der Unterzahl: Bei den Kindern und Jugendlichen sowie im jüngeren und mittleren Erwachsenenalter dominierten in beinahe allen Altersjahren zahlenmäßig die Männer. Ursache für diese Dominanz in den jüngeren Jahren ist vor allem, dass regelmäßig mehr Jungen als Mädchen geboren werden: In Baden-Württemberg standen in den vergangenen Jahrzehnten 1.000 Mädchengeburten immerhin rund 1.055 Geburten von Jungen gegenüber.

Im Alter zwischen 45 und 56 Jahren verschob sich das Verhältnis zugunsten eines höheren Frauenanteils. In den fünf nachfolgenden Jahrgängen dominierten zahlenmäßig wieder die Männer. Ab einem Alter von 62 Jahren waren die Frauen ausnahmslos stärker vertreten, wobei diese zahlenmäßige Dominanz mit zunehmendem Alter immer ausgeprägter wurde: Unter den 70- bis unter 80-Jährigen waren 54 % Frauen, bei den 80-Jährigen und Älteren bereits 60 %.

Innerhalb des Landes zeigten sich Unterschiede bei der Geschlechterproportion der Bevölkerung, die aber beim Vergleich der 44 Stadt- und Landkreise relativ moderat ausfielen. Anteilsmäßig am wenigsten Männer gab es in den Stadtkreisen Freiburg im Breisgau und Baden-Baden (jeweils 47,7 %) sowie in Heidelberg (47,9 %). Am höchsten war der Männeranteil im Stadtkreis Karlsruhe (50,8 %), gefolgt vom Stadtkreis Heilbronn (50,6 %) und dem Hohelohekreis (50,4 %). Im Main-Tauber-Kreis und im Landkreis Sigmaringen war das Geschlechterverhältnis nahezu ausgeglichen.

Deutlich größer war die Spannweite bei den 1.101 Gemeinden des Landes. Den mit Abstand höchsten Frauenanteil gab es im September 2025 mit rund 59 % in Untermarchtal (Alb-Donau-Kreis), den geringsten in Bubsheim im Landkreis Tuttlingen (44 %). In 10 Gemeinden lebten exakt gleich viele Frauen und Männer: Forst, Kuchen, St. Johann, Kreßberg, Ortenberg, Schönau im Schwarzwald, Reichartshausen, Ibach, Börslingen und Böllen.

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