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Pressemitteilung 198/2026

Bruttoinlandsprodukt der Kreise 2024: Entwicklung zwischen -4,1 % und +6,0 %

Stadtkreise Heidelberg, Freiburg und Heilbronn mit stärkstem Wirtschaftswachstum.

Im Jahr 2024 erwirtschafteten die Stadt- und Landkreise Baden-Württembergs insgesamt ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) in jeweiligen Preisen in Höhe von rund 652,0 Milliarden Euro (Mrd.). Das BIP, das den Wert aller produzierten Güter und Dienstleistungen abbildet, stieg damit 2024 im Land nominal um 1,5 % gegenüber dem Vorjahr.

Wie das Statistische Landesamt mitteilt, fiel die wirtschaftliche Entwicklung in den einzelnen Stadt- und Landkreisen sehr unterschiedlich aus: In 35 der 44 Kreise lag das nominale BIP über dem Vorjahreswert, in neun darunter. Die Spannweite reichte von −4,1 % im Stadtkreis Pforzheim bis +6,0 % im Stadtkreis Heidelberg. Dabei handelt es sich um nominale Ergebnisse, also ohne Bereinigung um Preissteigerungen. Preisbereinigte Ergebnisse werden auf Kreisebene nicht berechnet, da hierfür keine regionalen Preisindizes vorliegen.

Rückgänge zeigten sich vor allem im Stadtkreis Pforzheim (−4,1 %) sowie in den Landkreisen Freudenstadt (−3,6 %) und Heilbronn (−2,5 %). In allen neun Kreisen mit rückläufigem BIP ging die Bruttowertschöpfung im Verarbeitenden Gewerbe zurück, in Pforzheim um 20,4 %, in Freudenstadt um 15,1 % und im Landkreis Heilbronn um 10,0 %. In diesen Kreisen konnten die übrigen Wirtschaftsbereiche die sinkende Wertschöpfung im Verarbeitenden Gewerbe nicht ausgleichen. 

BIP pro Kopf in Stadtkreisen deutlich höher

Das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner/-in belief sich 2024 in Baden-Württemberg auf durchschnittlich 58.018 Euro und lag damit 1,2 % über dem Vorjahreswert. In den Stadtkreisen war die Wirtschaftsleistung pro Kopf mit durchschnittlich 89.825 Euro deutlich höher als in den Landkreisen mit 50.777 Euro. Auch zwischen den einzelnen Stadt- und Landkreisen zeigten sich erhebliche Unterschiede: Das BIP pro Kopf reichte von 36.309 Euro im Landkreis Waldshut bis zu 122.278 Euro in der Landeshauptstadt Stuttgart. Diese Unterschiede spiegeln allerdings nicht allein die wirtschaftliche Stärke der Kreise wider: Das BIP wird am Arbeitsort ermittelt, aber auf die Wohnbevölkerung eines Kreises bezogen. In Kreisen mit vielen Einpendelnden fällt es je Einwohner/-in deshalb vergleichsweise hoch aus, in Kreisen mit hoher Auspendlerzahl entsprechend niedrig. 

Arbeitsproduktivität in Baden-Württemberg bei 101.640 Euro

Bezogen auf die erwerbstätigen Personen am Arbeitsort, erzielte Baden-Württemberg im Jahr 2024 im Durchschnitt ein Bruttoinlandsprodukt je erwerbstätiger Person beziehungsweise. eine Arbeitsproduktivität in Höhe von 101.640 Euro pro Kopf. Im Vergleich der Stadt- und Landkreise wies der Landkreis Böblingen mit 149.598 Euro die höchste und der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald mit 80.929 Euro die niedrigste Arbeitsproduktivität aus.

Weitere Informationen

Methodische Hinweise:

Das Bruttoinlandsprodukt auf Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte wird ausschließlich in jeweiligen Preisen ermittelt, also nicht preisbereinigt, da keine Preisindizes auf Kreisebene vorliegen. Zum Vergleich lag in Baden-Württemberg die Veränderungsrate des BIP in jeweiligen Preisen von 2023 auf 2024 bei 1,5 %, preisbereinigt bei -1,6 %. 

Zum Berechnungsstand August 2025 hat der Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ die regionalen Ergebnisse zum BIP und zur Bruttowertschöpfung bis 1991 zurück überarbeitet. Ausführliche Informationen finden Sie hier.

 

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