Dreiviertel der Frauen in der Landwirtschaft sind im Südwesten teilzeitbeschäftigt
Zum Landwirtschaftlichen Hauptfest: Jede zehnte Betriebsleitung ist eine Frau – Tendenz steigend.
In Baden-Württemberg arbeiteten mehr als Dreiviertel der weiblichen Beschäftigten in der Landwirtschaft (78 %), ausgenommen Saisonarbeitskräfte, in Teilzeit. Bei den weiblichen Familienarbeitskräften belief sich die Teilzeitquote im Jahr 2023 sogar auf 81 %, so das Statistische Landesamt. Im Vergleich dazu war bei den männlichen Arbeitskräften der Anteil niedriger (66 %), wobei auch hier die Quote unter den Familienarbeitskräften mit 72 % überdurchschnittlich hoch war. Familienbetriebe werden in Baden-Württemberg überwiegend nebenerwerblich bewirtschaftet (68 %), was der Hauptgrund für die hohe Teilzeitquote ist.
Etwa ein Drittel (36 %) der insgesamt 127.000 Arbeitskräfte in der Südwestlandwirtschaft waren 2023 Frauen. Die 46.100 weibliche Beschäftigte teilten sich in 19.900 Familienarbeitskräfte, 9.300 ständige Arbeitskräfte und 16.800 Saisonarbeitskräfte auf. Den größten Frauenanteil wies die Gruppe der Saisonarbeitskräfte (43 %) auf, gefolgt von den ständigen Arbeitskräften (35 %) und den Familienarbeitskräften (32 %). Unter den Betriebsleitungen war im Jahr 2023 zwar nur jede Zehnte eine Frau, deren Zahl (3.900) stieg im Vergleich zum Jahr 2013 jedoch um mehr als ein Viertel an.
Weitere Informationen
Die Daten entstammen den Ergebnissen der Agrarstrukturerhebung, die zuletzt im Jahr 2023 als repräsentative Stichprobe stattgefunden hat. Derzeit befindet sich die Erhebung für das Berichtsjahr 2026 in der Umsetzung. Erste Ergebnisse, auch zum Thema Arbeitskräfte, sind im Jahr 2027 zu erwarten.
- „Arbeitskräfte in landwirtschaftlichen Betrieben“: Tabelle 41121-0005
- Themenseite: „Agrarstruktur“
- Pressemitteilung 127/2024: „Deutlicher Rückgang an landwirtschaftlichen Arbeitskräften in Baden-Württemberg“
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