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Pressemitteilung 116/2026

Ergebnisse der repräsentativen Wahlstatistik zur Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg

Niedrigste Wahlbeteiligung bei den 21-24-Jährigen, höchste bei den 60-69-Jährigen.

Bei der Landtagswahl 2026 gaben in Baden-Württemberg 69,6 % der Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Detailliertere Ergebnisse nach Alter und Geschlecht liefert die repräsentative Wahlstatistik des Statistischen Landesamtes. Die Wahlbeteiligung fiel in den Altersgruppen ab 50 Jahren überdurchschnittlich aus, am höchsten war sie bei den 60-69-Jährigen mit 75,6 %. Dagegen beteiligten sich die jüngeren Altersgruppen unterdurchschnittlich, die geringste Wahlbeteiligung hatten die 21-24-Jährigen mit 56,4 %. 

Insgesamt beteiligten sich die Männer etwas häufiger an der Landtagswahl als Frauen: 70,1 % Wahlbeteiligung bei den Männern im Vergleich zu 69,2 % bei den Frauen. Hier lässt sich allerdings ein deutlicher Altersunterschied feststellen: Während sich Frauen jüngerer Altersgruppen häufiger als ihre männlichen Altersgenossen an der Wahl beteiligten, lag die Wahlbeteiligung bei den Männern ab 50 Jahren höher als bei den gleichaltrigen Frauen. 

Die CDU bei den Männern stärkste Kraft, die GRÜNEN bei den Frauen

Hätten bei der Landtagswahl nur Männer gewählt, so wäre die CDU mit 29,8 % der Zweitstimmen vor den GRÜNEN mit 27,6 % gelegen. Die AfD hätte einen deutlich höheren Zweitstimmenanteil erhalten: 23,1 % im Vergleich zu 18,8 % im Gesamtergebnis. Bei den Frauen hingegen haben die GRÜNEN mit 32,8 % einen höheren Zweitstimmenanteil bekommen, die CDU 29,6 % und die AfD lediglich 14,6 %. Die SPD und Die Linke wurden von Frauen häufiger gewählt, so erhielt die SPD von Männern 4,9 % der Zweitstimmen, von Frauen 6,2 %. Die Linke erzielte bei Männern 3,8 %, bei Frauen 5,0 %. Die FDP war dagegen bei Männern beliebter und erhielt von diesen 4,9 % der Zweitstimmen, von Frauen nur 3,9 %.

Die GRÜNEN erzielten mit 32,0 % der Zweitstimmen ihr bestes Ergebnis in der Altersgruppe der 60-69-Jährigen, die Altersunterschiede waren bei den GRÜNEN aber unter allen betrachten Parteien am geringsten. Die CDU und die SPD erhielten ihren stärksten Zuspruch von den 70-Jährigen und Älteren mit 44,4 % bzw. 8,2 % Zweitstimmenanteil. In dieser Altersgruppe wurde die CDU damit stärkste Kraft, während die GRÜNEN in allen anderen Altersgruppen vorne lagen. Die CDU wurde tendenziell weniger gewählt, je jünger die Wählenden waren – bei den 16-24-Jährigen konnte sie nur 16,8 % der Zweitstimmen für sich verbuchen. Die AfD erzielte ihr bestes Ergebnis in der Altersgruppe der 45- bis 59-Jährigen (24,2 %). In der Gruppe der 70-Jährigen und Älteren verzeichnete sie dagegen ihr niedrigstes Ergebnis mit 10,4 %. Die FDP und Die Linke erhielten wiederum bei den 16-24-Jährigen ihr bestes Ergebnis mit 6,2 % bzw. 13,0 % Zweitstimmenanteil. Die Wählerschaft der Linken wies die größten Altersunterschiede unter den betrachteten Parteien auf, in der ältesten Altersgruppe (ab 70 Jahre) stimmten lediglich 1,5 % für diese Partei.

Weitere Informationen

Die repräsentative Wahlstatistik ist eine Stichprobenerhebung und wird in Baden-Württemberg bei Bundestags- und Europawahlen sowie bei Landtagswahlen durchgeführt. Rechtsgrundlage hierfür ist das Wahlstatistikgesetz. Mit der repräsentativen Wahlstatistik lassen sich die Wahlbeteiligung und die Stimmabgabe jeweils nach Geschlecht und Altersgruppe analysieren. Die Ergebnisse stützen sich auf die tatsächliche Stimmabgabe und nicht auf nachträgliche Angaben der Wählerinnen und Wähler, wie dies beispielsweise von Wahlforschungsinstituten praktiziert wird. Die repräsentative Wahlstatistik gehört daher zu den wichtigsten Datenquellen der empirischen Wahlforschung. Weitere Informationen finden sich auch auf der Seite der Bundeswahlleitung 

 

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