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Pressemitteilung 191/2023

Ertragsschätzung der Obsternte

Baden-Württemberg: Geringere Erträge und Erntemengen bei Äpfeln und Kirschen erwartet

Nach den Juli-Schätzungen der Ernteberichterstatterinnen und Ernteberichterstatter des Statistischen Landesamts wird die Baumobsternte in Baden-Württemberg dieses Jahr größtenteils schlechter ausfallen als letztes Jahr und als im Mittel der vergangen sechs Jahre. Gründe hierfür sind hauptsächlich Frost während der Blüte bei Äpfeln und Kirschen sowie regionale Hagel- und Unwetterschäden. Aber auch Trockenheit und Hitze, im vergangenen Sommer wie in diesem Jahr, hinterlassen ihre Spuren.

Nach den vorläufigen Schätzungen kann 2023 bei einem Ertrag von 26,4 Tonnen pro Hektar (t/ha) mit einer Apfelernte von 307 000 Tonnen (t) gerechnet werden. Das sind 18 % weniger als letztes Jahr und 12 % weniger als im sechsjährigen Mittel. Rund 42 % der zu erntenden Äpfel verteilen sich auf die Hauptsorten Elstar (40 000 t), Gala (38 000 t), Braeburn (27 000 t) und Jonagold (23 000 t).

Während die Ernte der Äpfel noch aussteht, ist sie bei den Kirschen weitestgehend abgeschlossen. Sowohl bei Süß- als auch bei Sauerkirschen wurden die Erträge seit der letzten Schätzung im Juni nach unten korrigiert. So ergibt sich für Süßkirschen eine geschätzte Erntemenge von 13 500 t, das sind 26 % weniger als letztes Jahr und 22 % weniger als im sechsjährigen Mittel. Bei Sauerkirschen beläuft sich die Erntemenge auf lediglich 900 t, das sind 21 % weniger als letztes Jahr und 55 % weniger als im Sechsjahresmittel.

Bei den Pflaumen und Zwetschgen bewegt sich die Erntemenge von 17 200 t in einem ähnlichen Bereich wie letztes Jahr (−5 %) und wie im sechsjährigen Mittel (+3 %).

Tabelle 1

Entwicklung der Apfelernte in Baden-Württemberg seit 1992
Jahr Erntemenge in 1.000 t

1) 2023: Erste Schätzung.

Datenquelle: Ernte- und Betriebsberichterstattung Baumobst sowie Ergänzende Ernteermittlung.

1992 416
1993 238
1994 337
1995 175
1996 332
1997 253
1998 360
1999 342
2000 384
2001 282
2002 312
2003 255
2004 331
2005 235
2006 243
2007 353
2008 321
2009 304
2010 265
2011 293
2012 293
2013 293
2014 328
2015 288
2016 282
2017 113
2018 464
2019 399
2020 403
2021 345
2022 374
20231) 307

Weitere Informationen

Die den Erntemengen zugrunde liegenden Anbauflächen stammen aus der Baumobstanbauerhebung 2022.

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