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Pressemitteilung 115/2026

Erzeugung in Aquakultur auf niedrigstem Stand seit 2015

Baden-Württemberg: Weniger Regenbogenforellen erzeugt, dafür mehr Lachsforellen.

In Baden-Württemberg wurde im Jahr 2025 insgesamt 2,36 Millionen Kilogramm Fisch in Aquakultur erzeugt. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, sank die Produktion im Vergleich zum Vorjahr um 8 % und verzeichnete den niedrigsten Stand seit 2015. Die Höchstmenge der letzten zehn Jahre wurde im Jahr 2018 mit 3,01 Millionen Kilogramm erreicht.

Rückläufig ist vor allem die Erzeugung der Regenbogenforelle. In den letzten drei Jahren ging diese um 23 % auf 1,33 Millionen Kilogramm zurück. Mit einem Anteil von 56 % an der Gesamtproduktion blieb es jedoch die wichtigste Fischart der Aquakultur im Südwesten.

Zunahmen sind dagegen bei der Lachsforelle und dem Elsäßer Saibling festzustellen. Die Lachsforelle stieg zum Vorjahr um ein Viertel auf 0,31 Millionen Kilogramm und erreichte den Rekordwert seit Beginn dieser Erhebung im Jahr 2012. Beim Elsäßer Saibling wurde der Abwärtstrend gestoppt und die Produktion nahm um 7 % auf 0,57 Millionen Kilogramm zu. Eine deutlich kleinere, aber zuletzt stabile Erzeugung wies die Bachforelle auf. Sie lag mit 0,08 Millionen Kilogramm auf Vorjahresniveau.

Die Zahl der erzeugenden Betriebe weist schon seit längerem einen tendenziellen Rückgang auf. Zwischen 2015 und 2025 ist ein Rückgang von 110 auf 88 Betriebe festzustellen.

Weitere Informationen

In der allgemeinen Erhebung über die Aquakulturerzeugung werden alle Aquakulturbetriebe innerhalb folgenden Erfassungsgrenzen befragt. Die Betriebe müssen eine Teichfläche (ohne Forellenteiche) von mindestens 0,3 ha oder ein Gesamtvolumen an Forellenteiche von mindestens 200 m³ aufweisen. Zusätzlich werden andere Aquakulturanlagen (z.B. Kreislaufanlagen oder Netzgehege) komplett miteinbezogen. Diese Erfassungsgrenzen wurden mit der Erhebung im Jahre 2015 eingeführt, zwischen 2012 und 2014 fand die Erhebung noch ohne Erfassungsgrenzen statt.

 

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