Exporte im Jahr 2025: +0,6 % zum Vorjahr
Nach zwei Rückgängen in Folge erhöht sich die Gesamtausfuhr Baden-Württembergs 2025 leicht. Die drei Hauptexportbranchen verzeichnen dennoch Einbußen.
Im Gesamtjahr 2025 exportierten die baden-württembergischen Unternehmen Waren im Wert von insgesamt 241,4 Milliarden Euro über die Landesgrenzen hinweg ins Ausland. Wie das Statistische Landesamt nach vorläufigen Ergebnissen der Außenhandelsstatistik mitteilt, lag der nominale Ausfuhrwert damit nach zwei Rückgängen in Folge (2024: −4,2 %; 2023: −5,9 %) erstmals wieder leicht über dem Vorjahresniveau. Mit 0,6 % fiel die relativ geringe Zuwachsrate der Ausfuhren im Südwesten 2025 um 0,3 Prozentpunkte schwächer aus als in der gesamten Bundesrepublik (+0,9 %). Die baden-württembergischen Einfuhren stiegen im Gesamtjahr 2025 binnen Jahresfrist um 1,1 % und betrugen 218,5 Milliarden Euro.

Ausfuhren in die USA das dritte Jahr in Folge gesunken
Baden-Württembergs wichtigster Abnehmer im Ausland waren auch 2025 die Vereinigten Staaten mit einem Warenwert von 30,4 Milliarden Euro, obwohl der Südwesten im Export bei keinem anderen Handelspartner in absoluten Werten einen größeren Rückgang zum Vorjahr verzeichnete (–4,4 Milliarden Euro). Mittlerweile ist der Wert der in die USA gelieferten Waren das dritte Jahr in Folge gesunken. Dabei intensivierte sich der Rückgang im abgelaufenen Jahr 2025 im Verhältnis auf 12,7 %, nachdem sich die Südwestausfuhren in die Vereinigten Staaten bereits 2024 um 4,3 % und 2023 um 7,6 % zum Vorjahr verringert hatten.
Zweitwichtigstes Zielland: Wert der Warenexporte in die Schweiz um über ein Fünftel gestiegen
Die exportseitig größten Zugewinne hingegen gab es 2025 im Handel mit der Schweiz. Nach einer Zuwachsrate von 9,9 % im Jahr 2024 zogen die baden-württembergischen Exportbeziehungen mit dem Nachbarstaat weiter an. So erhöhten sich die Ausfuhren 2025 auf 24,6 Milliarden Euro (+22,2 % bzw. +4,5 Milliarden Euro). Damit untermauerte die Schweiz Rang 2 der wichtigsten Zielländer des Südwestens. Die Ränge 3 und 4 belegten Frankreich (+2,9 %) und die Niederlande (−1,7 %). Wie sich bereits im Jahresverlauf angedeutet hatte, registrierten Baden-Württembergs Unternehmen im Export nach China massive Verluste (Rang 5 unter den Zielländern). Die Warenbewegungen in die Volksrepublik betrugen 2025 rund 13,4 Milliarden Euro und lagen im Warenwert um 15,0 % bzw. 2,4 Milliarden Euro niedriger als ein Jahr zuvor.

Exportrückgang in den drei wichtigsten Ausfuhrbranchen
Die drei Schlüsselbranchen der Südwest-Exportwirtschaft 2025 verzeichneten allesamt geringere Ausfuhrwerte als im Vorjahr. Kraftwagen und Kraftwagenteile waren mit einem Wert von 50,5 Milliarden Euro auch im Gesamtjahr 2025 die im Ausland gefragtesten Waren aus baden-württembergischer Produktion (−3,3 % zum Vorjahreszeitraum). Dahinter folgten Maschinen mit 45,9 Milliarden Euro (−4,2 %). Für beide Güterabteilungen war es das zweite Jahr mit rückläufigen Ausfuhren. Auf Rang 3 landeten Pharmazeutische u. ä. Erzeugnisse mit 26,8 Milliarden Euro, bei einem Minus von 1,9 % zum Vorjahr. Positive Zuwachsraten gab es beispielsweise bei Energie bzw. elektrischem Strom (Rang 15; +46,1 %), Abfällen/Wertstoffen aus der Rückgewinnung (Rang 12; +33,4 %), Nahrungs- und Futtermitteln (Rang 9; +17,1 %) oder Metallen (Rang 6; +16,4 %).

Weitere Informationen
Die Außenhandelsstatistik wird zentral vom Statistischen Bundesamt erhoben. Gegenstand ist der grenzüberschreitende Warenverkehr Deutschlands mit dem Ausland. Ausgewertet wurden die Ergebnisse auf Basis des Güterverzeichnisses für Produktionsstatistiken.
Die hier dargestellten Veränderungen zum Vorjahr bzw. Vorjahreszeitraum beziehen sich auf nominale Originärwerte und berücksichtigen keine Kalender-, Saison- oder Preiseffekte.
Auf Bundesländerebene kommt es bei den Außenhandelsergebnissen aus methodischen Gründen zu unterschiedlichen Darstellungsarten: Die Ausfuhren werden im Spezialhandel nachgewiesen, die Einfuhren nach dem Konzept des Generalhandels. Im Falle des Südwestens umfasst der Spezialhandel im Wesentlichen nur die Waren, die aus der Erzeugung und der Be- oder Verarbeitung in Baden-Württemberg stammen und ins Ausland ausgehen. Im Unterschied zum Generalhandel sind Ausfuhren von Waren aus bzw. auf Lager im Spezialhandel nicht enthalten. Im Generalhandel werden alle nach Baden-Württemberg direkt aus dem Ausland eingehenden Waren erfasst (ausgenommen Durchfuhren, die lediglich aus Transportgründen eingehen) Die Saldierung der Aus- und Einfuhrergebnisse, d. h. die Berechnung einer Handelsbilanz, ist für Baden-Württemberg aufgrund der unterschiedlichen Abgrenzung daher methodisch nicht sinnvoll.
Nicht inbegriffen in der Außenhandelsstatistik ist zudem der grenzüberschreitende Handel mit Dienstleistungen. Dieser wird von der Deutschen Bundesbank erhoben.