Exporte nach Indien im Zeitraum Januar bis November 2025: +1,1 % zum Vorjahreszeitraum
Unter den wichtigsten Zielländern baden-württembergischer Waren belegt Indien den 19. Platz. Maschinen sind in beide Richtungen die am stärksten gehandelte Ware.
Am 27. Januar 2026 verkündeten die EU und Indien eine Einigung über ein gemeinsames Freihandelsabkommen, von dem künftig auch der exportorientierte Südwesten profitieren könnte. Nach vorläufigen Daten der Außenhandelsstatistik belegte Indien im Zeitraum Januar bis November 2025 den 19. Platz der wichtigsten baden-württembergischen Zielländer. Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, exportierten Baden-Württembergs Unternehmen in diesem Zeitraum Waren im Wert von insgesamt über 2,3 Milliarden Euro nach Indien. Der Ausfuhrwert übertraf das Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums damit um 1,1 %. In die entgegengesetzte Richtung aus Indien nach Baden-Württemberg wurden in den ersten elf Monaten 2025 Waren in Höhe von gut 1,8 Milliarden Euro eingeführt. Importseitig ergab sich hierbei gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Plus von 13,8 %.
In der Rangliste der wichtigsten Exportziele der Südwestwirtschaft rangierte Indien im Zeitraum Januar bis November 2025 auf Platz 19 hinter Rumänien und vor Mexiko (Gesamtjahr 2024: Platz 20). Im Jahr 2020, dem ersten Jahr der COVID-19-Pandemie, war Indien zwischenzeitlich auf Platz 26 abgerutscht.
Importseitig belegte Indien im Zeitraum Januar bis November 2025 den 25. Platz der wichtigsten baden-württembergischen Herkunftsländer ausländischer Waren und reihte sich damit hinter Libyen und vor Taiwan ein.
Im Export nach Indien verzeichnete der Maschinenbau von Januar bis November 2025 mit rund 879,4 Millionen Euro und einem Anteil von über einem Drittel (37,8 %) am Gesamtexport den höchsten Wert. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum hat sich die Ausfuhr baden-württembergischer Maschinen damit um 1,6 % erhöht. Datenverarbeitungsgeräte, elektronische und optische Erzeugnisse mit 347,4 Millionen Euro (Anteil: 14,9 %) auf Platz 2 sowie elektrische Ausrüstungen mit fast 251 Millionen Euro (10,8 %) auf Platz 3 wiesen weit höhere Zuwachsraten auf (+11,4 % bzw. +14,1 %). Der für die hiesige Wirtschaft bedeutende Kraftfahrzeugbau registrierte binnen Jahresfrist hohe Exporteinbußen um fast 30 %. Dabei fielen die nach Indien gelieferten Kraftwagen und Kraftwagenteile im Ausfuhrwert auf 119,7 Millionen Euro und damit aus Indiens Top 5 der baden-württembergischen Warengruppen.
Im Import aus Indien stellten Maschinen im Zeitraum Januar bis November 2025 mit einem Warenwert von fast 371 Millionen Euro (+5,0 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum) ebenfalls die wichtigste Handelsware dar. Dahinter auf den Plätzen 2 und 3 folgten pharmazeutische Erzeugnisse mit 304,3 Millionen Euro (+65,8 %) sowie chemische Erzeugnisse mit 146,7 Millionen Euro (+0,8 %).
Weitere Informationen
Die Außenhandelsstatistik wird zentral vom Statistischen Bundesamt erhoben. Gegenstand ist der grenzüberschreitende Warenverkehr Deutschlands mit dem Ausland. Ausgewertet wurden vorläufige Ergebnisse (Stand: Januar 2026) auf Basis des Güterverzeichnisses für Produktionsstatistiken. Die dargestellten Veränderungen zum Vorjahr bzw. Vorjahreszeitraum beziehen sich auf Originärwerte und berücksichtigen keine Kalender-, Saison- oder Preiseffekte.
Auf Bundesländerebene kommt es bei den Außenhandelsergebnissen zu unterschiedlichen Darstellungsarten: Die Ausfuhren werden als Spezialhandel nachgewiesen, die Einfuhren als Generalhandel. Die Saldierung der Aus- und Einfuhrergebnisse, d. h. die Berechnung einer Handelsbilanz, ist für Baden-Württemberg aufgrund der unterschiedlichen Abgrenzung daher methodisch nicht sinnvoll. Nicht inbegriffen in der Außenhandelsstatistik ist zudem der grenzüberschreitende Handel mit Dienstleistungen. Dieser wird von der Deutschen Bundesbank erhoben.
- Statistik-Datenbank Baden-Württemberg: 51000 Außenhandel
- Themenseite: Außenhandel
- Qualitätsbericht: Außenhandelsstatistik (Destatis)