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Pressemitteilung 132/2026

Frauenanteil an Hochschulen erstmals bei über 50 %

Endgültige Studierendenzahlen zum Wintersemester 2025/26.

Im Wintersemester 2025/26 waren knapp 346.700 Studierende an den Hochschulen in Baden-Württemberg eingeschrieben, darunter gut 173.900 Frauen. Zum ersten Mal in der Geschichte des Landes lag der Frauenanteil damit bei über 50 %. Diese Entwicklung hatte sich in den vergangenen Jahren bereits durch die stetig gestiegene Zahl weiblicher Studienanfängerinnen und den Rückgang männlicher Studienanfänger angekündigt, so das Statistische Landesamt.

Während sich die Studierendenzahl im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig veränderte (−0,2 %), ging die Zahl der Studierenden binnen zehn Jahren um gut 10.000 bzw. 3 % zurück. Verantwortlich dafür ist vor allem ein deutlicher Rückgang männlicher Studierender. So studierten im Wintersemester 2025/26 gut 16.600 Männer oder 9 % weniger als im Wintersemester 2015/16. Die Zahl der weiblichen Studierenden nahm im selben Zeitraum um gut 6.500 oder 4 % zu.

Männliche und weibliche Studierende unterscheiden sich deutlich bei der Wahl der Studienfächer. Während allein 42 % aller männlichen Studenten ein ingenieurwissenschaftliches Fach und 20 % ein wirtschaftswissenschaftliches Fach wählten, waren die weiblichen Studentinnen gleichmäßiger über die einzelnen Fächergruppen verteilt. Jeweils 18 % aller weiblichen Studentinnen studierten ein Fach der Fächergruppen Wirtschaftswissenschaften und Sozial- und Verhaltenswissenschaften, Sport; jeweils 14 % ein Fach der Ingenieurwissenschaften und Geisteswissenschaften.

Frauen sind mittlerweile in fast allen Fächergruppen in der Mehrheit. Die höchsten Frauenanteile fanden sich in den Sozial- und Verhaltenswissenschaften (73 %), den Geisteswissenschaften (70 %) und in der Fächergruppe Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften (67 %). Männer waren mit Anteilen von 75 % in den Ingenieurwissenschaften und 53 % in den Wirtschaftswissenschaften nur noch in zwei Fächergruppen in der Überzahl.

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