Skip to main content Skip to page footer
Pressemitteilung 344/2016

Grippewelle im Jahr 2015 kostete 208 Baden‑Württemberger das Leben

Todesursachenstatistik 2015 für Baden‑Württemberg veröffentlicht

Die Grippewelle zu Beginn des Jahres 2015 forderte in Baden‑Württemberg deutlich mehr Opfer als in den Vorjahren. Die Todesursachenstatistik, deren Ergebnisse für das Jahr 2015 das Statistische Landesamt Baden‑Württemberg heute veröffentlichte, weist 208 Sterbefälle mit der Todesursache Grippe aus. Im Jahr 2014 waren dagegen nur 18 Grippetote zu beklagen. Auch im längerfristigen Vergleich ist die Zahl der Grippetoten des Jahres 2015 ungewöhnlich hoch. Mehr Sterbefälle aufgrund dieser Todesursache wurden zuletzt 1990 registriert. Vor allem ältere Menschen erlagen der Influenza: Mehr als Dreiviertel aller Grippesterbefälle des Jahres 2015 entfielen auf die Altersgruppe der 75-Jährigen und Älteren.

Grippe ist bezogen auf alle 108 066 Sterbefälle des Jahres 2015 mit einem Anteil von 0,2 Prozent in Baden‑Württemberg dennoch eine seltene Todesursache. Die meisten Sterbefälle wurden, wie auch in den Vorjahren, durch eine Herz-Kreislauferkrankung verursacht: 41 111 Baden‑Württemberger (18 235 Männer und 22 876 Frauen) starben 2015 an einer Erkrankung des Kreislaufsystems. Dies entspricht 38 Prozent aller Sterbefälle. Die zweithäufigste Todesursache im Land sind Krebserkrankungen (bösartige Neubildungen) mit 25 577 Sterbefällen (13 599 Männer und 11 978 Frauen) bzw. mit knapp 24 Prozent aller Sterbefälle.

Tabelle 1

Sterbefälle infolge von Grippe in Baden-Württemberg seit 1980*)
Jahr Anzahl

*) Pos.-Nr. 487 der ICD-9/Poss.-Nr. der J09-J11 der ICD-10.

Datenquelle: Todesursachenstatistik.

1980 177
1981 331
1982 138
1983 550
1984 164
1985 293
1986 505
1987 126
1988 123
1989 200
1990 234
1991 68
1992 69
1993 169
1994 133
1995 135
1996 62
1997 48
1998 56
1999 119
2000 73
2001 22
2002 24
2003 104
2004 23
2005 62
2006 21
2007 29
2008 15
2009 57
2010 25
2011 34
2012 21
2013 86
2014 18
2015 208

Tabelle 2

Gestorbene in Baden-Württemberg 2015 nach ausgewählten Todesursachen
Todesursache
(Pos.-Nr. der ICD 10)
2015
insgesamt männlich weiblich insgesamt männlich weiblich
Anzahl in % aller Sterbefälle

1) Einschließlich Folgezustände Y85 bzw. Y87,0.

Datenquelle: Todesursachenstatistik.

Bestimmte infektiöse und para­sitäre Krankheiten (A00-B99) 2.281 1.058 1.223 2,1 2,0 2,2
Bösartige Neubildungen (C00-C97) 25.577 13.599 11.978 23,7 26,3 21,2
darunter
des Magens (C16) 1.071 646 425 1,0 1,2 0,8
der Atmungs- und sonstiger intra­thorakaler Organe (C30-C39) 4.657 3.030 1.627 4,3 5,9 2,9
der Brustdrüse (C50) 2.362 22 2.340 2,2 0,0 4,2
der Gebärmutter (C53-C55) 548 548 0,5 1,0
der Prostata (C61) 1.621 1.621 1,5 3,1
Bösartige Neubildungen des
lymphatischen, blutbildenden und
verwandten Gewebes (C81-C96)
2.296 1.211 1.085 2,1 2,3 1,9
Krankheiten des Kreislaufsystems
(I00-I99)
41.111 18.235 22.876 38,0 35,3 40,6
darunter
Herzkrankheiten (I05-I09, I20-I52) 27.287 12.924 14.363 25,3 25,0 25,5
darunter
Akuter Myokardinfarkt (I21) 5.882 3.314 2.568 5,4 6,4 4,6
Zerebrovaskuläre Krankheiten
(I60-I69)
7.704 3.175 4.529 7,1 6,1 8,0
Krankheiten des Atmungssystems
(J00-J99)
7.033 3.778 3.255 6,5 7,3 5,8
darunter
Pneumonie (J12-J18) 1.827 887 940 1,7 1,7 1,7
Grippe (J09-J11) 208 108 100 0,2 0,2 0,2
Bronchitis
(J20, J21, J40-J42, J44.8)
378 154 224 0,3 0,3 0,4
Krankheiten des Verdauungs­systems (K00-K93) 4.983 2.582 2.401 4,6 5,0 4,3
Übrige natürliche Todesursachen 21.830 9.333 12.497 20,2 18,1 22,2
Unfälle, Vergiftungen und
Gewalteinwirkungen (V01-Y89)
5.251 3.106 2.145 4,9 6,0 3,8
darunter
Transportmittelunfälle (V01-V99)1) 528 400 128 0,5 0,8 0,2
Selbsttötung (X60-X84)1) 1.290 933 357 1,2 1,8 0,6
Sterbefälle insgesamt (A00-T98) 108.066 51.691 56.375 100 100 100

Weitere Informationen

Hinweis

Unter dem Titel »Herz-Kreislauferkrankungen führen mittlerweile seltener zum Tod« enthält die Novemberausgabe des Statistischen Monatshefts einen Beitrag zur Veränderung der Sterblichkeit nach Todesursachen in Baden‑Württemberg seit dem Beginn der 1980er-Jahre.

Kontakt

Pressestelle

Sie wollen keine Neuigkeiten verpassen? Melden Sie sich für unsere Newsletter an!