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Pressemitteilung 42/2020

Größte Kommunen im Landkreis Karlsruhe, kleinste im Landkreis Tuttlingen

Baden-Württemberg: Gemeinden haben im Schnitt knapp 4 800 Einwohner

In den 1 101 Gemeinden Baden-Württembergs lebten am 30. September 2019 rund 11,1 Mill. Einwohner, davon 9,02 Mill. in den 35 Landkreisen und 2,08 Mill. in den 9 Stadtkreisen des Landes. Die Spannweite bei den Einwohnerzahlen der Städte und Gemeinden reicht von knapp 100 (Böllen im Landkreis Lörrach) bis ca. 636 000 (Landeshauptstadt Stuttgart). Im Durchschnitt leben in einer baden-württembergischen Kommune 4 793 Personen. Damit repräsentiert derzeit die Gemeinde Hartheim im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald – was die Einwohnerzahl angeht – die »Durchschnittsgemeinde« des Landes, so das Statistische Landesamt.

Die Verteilung der Bevölkerung auf die Gemeinden nach ihrer Größe ist sehr unterschiedlich: Obwohl gut die Hälfte der 1 101 Gemeinden des Landes weniger als 5 000 Einwohner hat, lebt lediglich jeder siebte Baden-Württemberger in einer dieser Kommunen. Immerhin knapp ein Drittel der Baden-Württembergerinnen und Baden-Württemberger hat nach Angaben des Statistischen Landesamtes seinen Hauptwohnsitz in einer der 95 Städte mit zwischen 20 000 und 100 000 Einwohnern.

Annähernd jeder fünfte Baden-Württemberger lebt in einer der neun Großstädte des Landes mit mehr als 100 000 Einwohnern. Bei den ausländischen Staatsangehörigen sind es sogar über ein Viertel, da diese überdurchschnittlich oft in der Nähe der Arbeitsplatzzentren und damit in den größeren Städten leben.

Die Größenstruktur der Gemeinden unterscheidet sich innerhalb des Landes zum Teil beträchtlich: Mit Abstand am größten sind die Kommunen im Landkreis Karlsruhe: Dort haben die Städte und Gemeinden durchschnittlich 12 565 Einwohner. Die wenigsten Einwohner haben die Kommunen im Landkreis Tuttlingen: Im Durchschnitt leben dort lediglich 1 780 Einwohner in einer Gemeinde. In 10 der 35 Gemeinden dieses Landkreises liegt die Einwohnerzahl sogar jeweils unter 1 000 Personen. Dagegen gibt es in 22 der 35 Landkreise des Landes überhaupt keine Gemeinden, die weniger als 1 000 Einwohner haben.

Die regional unterschiedliche Größenstruktur der Gemeinden in Baden-Württemberg ist zum einen historisch bedingt. Zum anderen haben vor allem aber auch die Gemeindegebietsreform zu Beginn der 1970er-Jahre sowie die unterschiedliche Dynamik in der Bevölkerungsentwicklung in den vergangenen Jahrzehnten zur heutigen regionalen Gemeindegrößenstruktur beigetragen.

Als Maß für die durchschnittliche Einwohnerzahl wurde der so genannte Median zugrunde gelegt, weil beim arithmetischen Mittel „Ausreißer“ (hier: eine sehr große Gemeinde in einem Landkreis) zu Verzerrungen geführt hätten. Bei diesem Maß werden die Daten (hier: die Einwohnerzahlen der Gemeinden eines Kreises) nach ihrer Größe sortiert. Der Median ist dann der zentrale Wert, so dass im vorliegenden Fall die Hälfte der Gemeinden eines Kreises weniger, die andere Hälfte mehr Einwohner hat. Bei einer geraden Anzahl von Werten ergibt sich der Median als Durchschnitt der beiden zentrale Werte.

Tabelle 1

Bevölkerung in Baden-Württemberg am 30.09.2019 nach Gemeindegrößenklassen
Bevölkerung in Gemeinden mit … bis unter … Einwohnern Bevölkerung insgesamt Davon
Deutsche Ausländer
1.000 Anteil in %1) 1.000 Anteil in %1) 1.000 Anteil in %1)

1) An der jeweiligen Bevölkerung insgesamt.

Datenquelle: Bevölkerungsfortschreibung.

unter 5.000 1.534 13,8 1.385 14,8 149 8,5
5.000 – 20.000 3.928 35,4 3.413 36,5 516 29,3
20.000 – 100.000 3.495 31,5 2.880 30,8 615 35,0
100.000 und mehr 2.144 19,3 1.665 17,8 479 27,2
insgesamt 11.101 100,0 9.343 100,0 1.758 100,0

Tabelle 2

Bevölkerung insgesamt sowie durchschnittliche Einwohnerzahl je Gemeinde in den Landkreisen Baden-Württembergs am 30.09.2019
Landkreis Bevölkerung insgesamt Durch­schnitt­liche Ein­wohner­zahl1)
Anzahl

1) Median: Die Hälfte der Gemeinden hat mehr, die andere Hälfte weniger Einwohner; bei einer geraden Anzahl von Werten ergibt sich der Median als Durchschnitt der beiden zentralen Werten, das heißt zwei Gemeinden bilden die "Durchschnittsgemeinden".

Datenquelle: Bevölkerungsfortschreibung.

Böblingen 393.006 9.241
Esslingen 535.270 6.199
Göppingen 258.188 3.796
Ludwigsburg 545.795 8.114
Rems-Murr-Kreis 427.242 8.841
Heilbronn 344.665 5.630
Hohenlohekreis 112.725 5.300
Schwäbisch Hall 196.927 4.352
Main-Tauber-Kreis 132.714 4.759
Heidenheim 132.882 7.125
Ostalbkreis 314.147 3.270
Karlsruhe 445.335 12.565
Rastatt 231.757 6.277
Neckar-Odenwald-Kreis 143.733 4.451
Rhein-Neckar-Kreis 548.562 8.645
Calw 159.308 3.641
Enzkreis 199.671 6.193
Freudenstadt 118.313 5.900
Breisgau-Hochschwarzwald 263.910 3.398
Emmendingen 166.320 3.915
Ortenaukreis 431.062 4.920
Rottweil 139.918 4.102
Schwarzwald-Baar-Kreis 212.674 5.504
Tuttlingen 140.878 1.780
Konstanz 285.623 4.630
Lörrach 229.067 2.506
Waldshut 171.284 4.002
Reutlingen 287.066 5.315
Tübingen 227.044 5.838
Zollernalbkreis 189.486 3.660
Alb-Donau-Kreis 197.142 1.963
Biberach 201.258 3.011
Bodenseekreis 218.109 5.001
Ravensburg 285.567 4.104
Sigmaringen 131.107 3.481
Baden-Württemberg 11.101.356 4.793

Weitere Informationen

Hinweis

Die Einwohnerzahlen der Gemeinden eines Landkreises oder einer Region können auf Wunsch als »Ranking« zur Verfügung gestellt werden.

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