Große Ernte an Rot- und Weißkohl im Jahr 2025
Baden-Württemberg: Wieder mehr Gemüse im Freiland geerntet.
Wie das Statistische Landesamt mitteilt, ernteten die landwirtschaftlichen Betriebe in Baden-Württemberg im Jahr 2025 rund 44.000 Tonnen (t) Weißkohl und 10.500 t Rotkohl. Sowohl die Weißkohl- (+8 %) als auch die Rotkohlmenge (+13 %) lag damit deutlich über dem zehnjährigen Mittel im Zeitraum zwischen 2015 und 2024. Während sich die Anbauflächen auf mittlerem Niveau befanden, waren die Erträge überdurchschnittlich hoch.
Die gesamte Gemüseproduktion belief sich auf 309.600 t und übertraf damit den Vorjahreswert um 7 %. Da die Erzeugung in ökologisch wirtschaftenden Betrieben auf 44.500 t deutlich anstieg (+17 %), nahm auch deren Anteil an der gesamten Erntemenge von 13 % auf 14 % zu.
Nach drei schwachen Jahren zeigte sich die Gemüseernte im Freiland 2025 wieder stabilisiert. Auf einer Freilandfläche von 11.000 Hektar (ha) wurden 281.600 t Gemüse geerntet. Das ist ein Anstieg von 8 % gegenüber dem Vorjahr.

In der Rangliste der Erntemengen rangiert die Karotte nun schon seit 2021 auf Platz 1. Bei einer Produktion von 54.000 t lag sie deutlich vor dem zweitplatzierten Weißkohl. Karotten wurden auf 1.000 ha im Land angebaut. Als weiteres Wurzelgemüse wiesen Rote Bete (14.700 t) und Radies (4.700 t) hohe Erntemengen auf.
Der Anbau von Salat belegte mit 2.100 ha den größten Teil der Gemüsefreilandfläche im Jahr 2025. Während die Fläche im Vergleich zum Vorjahr ausgeweitet wurde (+6 %), sank die Erntemenge um 9 % auf 40.900 t. Das ist der niedrigste Wert seit 2012, der erstmaligen Durchführung der Erhebung in jetziger Form. Vor allem beim Endiviensalat mit 5.000 t und Eichblattsalat mit 3.800 t sind starke Rückgänge um jeweils ungefähr ein Viertel zu verzeichnen. Eissalat blieb mit 13.700 t mit Abstand die beliebteste Salatart in Baden-Württemberg. Die Produktion war aber nun das dritte Jahr in Folge unter dem zehnjährigen Durchschnitt (15.000 t).
Der Ertrag beim Spargel lag mit 4,7 t/ha leicht über dem Wert der Ernteschätzung im Juli und damit auf dem Niveau des zehnjährigen Mittels. Da die Anbaufläche des ertragfähigen Spargels ein weiteres Jahr in Folge zurückging (−5 %), war auch die Erntemenge mit 8.400 t niedriger als im Vorjahr. Seit 2019 ging die Ertragsfläche um 500 ha auf nur noch 1.800 ha stetig zurück.
Der zuletzt angestiegene Anbau in Gewächshäusern und Folientunnel erfuhr sowohl bezogen auf die Fläche (−8 %) als auch auf die Menge (−4 %) einen Rückgang. Insgesamt wurden 28.000 t Gemüse auf 300 ha produziert. Beim Anbau von Tomaten (−1.600 t) und Salatgurken (−1.000 t) gingen die Erntemengen am stärksten zurück.
Weitere Informationen
Die Gemüseerhebung wird seit 2012 alle vier Jahre (zuletzt 2024) als Vollerhebung mit Abschneidegrenze durchgeführt und in den Zwischenjahren als Stichprobenerhebung, wobei die Erntemenge auch in Jahren der Vollerhebung durch eine Stichprobe ermittelt wird.
Zum ökologischen Gemüseanbau zählen alle Gemüseanbauflächen und -erntemengen von vollständig auf den ökologischen Landbau umgestellten Betrieben.
- „Gemüseanbau und -ernte nach Gemüsearten“: Tabelle 41215_0001
- Themenseite „Obst, Gemüse und Gartenbau“
- Statistische Berichte: C II Wachstumsstand und Ernte