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Pressemitteilung 36/2026

Höchste Pro-Kopf-Arbeitszeit 2024 im Stadtkreis Stuttgart

Anstieg des Arbeitsvolumens gegenüber dem Vorjahr nur in zehn Kreisen Baden-Württembergs.

Das Arbeitsvolumen, also die Summe der von allen Erwerbstätigen geleisteten Arbeitsstunden, nahm 2024 lediglich in zehn der 44 Stadt- und Landkreise Baden-Württembergs gegenüber 2023 zu. Wie das Statistische Landesamt nach den neuesten Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung der Länder“ auf Kreisebene für das Jahr 2024 feststellt, fiel der prozentuale Anstieg des Arbeitsvolumens 2024 mit 1,6 % bzw. 1,5 % gegenüber dem Vorjahr in den Stadtkreisen Heidelberg bzw. Freiburg landesweit am höchsten aus. Prozentual nahm das Arbeitsvolumen in den Landkreisen Heidenheim (−1,5 %) und Tuttlingen (−1,6 %) sowie im Stadtkreis Pforzheim (−2,4 %) am stärksten ab.

Der in den zehn Stadt- und Landkreisen ermittelte Zuwachs des Arbeitsvolumens war dabei fast ausschließlich auf eine steigende Zahl an Erwerbstätigen zurückzuführen. Die jährliche Arbeitszeit je erwerbstätiger Person („Pro-Kopf-Arbeitsvolumen“) stieg dagegen lediglich im Stadtkreis Ulm mit 1,1 % gegenüber dem Vorjahr deutlich an. Ein geringfügiges Plus war zudem noch im Stadtkreis Freiburg und im Landkreis Tübingen (jeweils +0,1 %) zu verzeichnen.

Der landesweit höchste Wert der durchschnittlichen Arbeitszeit je erwerbstätiger Person im Jahr 2024 wurde für den Stadtkreis Stuttgart mit 1.370 Stunden ermittelt. Auf Rang 2 folgte der Hohenlohekreis (1.365 Stunden). Am unteren Ende der Skala lag der Landkreis Tübingen (1.269 Stunden). 

Die Unterschiede dieser pro Kopf geleisteten Arbeitsstunden dürfen aber keineswegs als das Ergebnis eines regional unterschiedlich ausgeprägten Fleißes der Erwerbstätigen interpretiert werden. Die Ursachen sind vielmehr im Ausmaß von Kurzarbeit und Teilzeitbeschäftigung, der Anzahl an Minijobs, aber auch der Anzahl an Selbstständigen zu finden. Je nach Branche sind diese Beschäftigungsformen zudem unterschiedlich stark ausgeprägt. 

Im Vergleich zum Produzierenden Gewerbe ist der Anteil der Teilzeitbeschäftigten in den Dienstleistungsbranchen deutlich höher. So war die durchschnittliche Jahresarbeitszeit 2024 eines Erwerbstätigen im baden-württembergischen Produzierenden Gewerbe mit 1.414 Stunden um 123 Stunden höher als in den Branchen des Dienstleistungsbereichs. Allerdings verringerte sich die Pro-Kopf-Arbeitszeit 2024 verglichen mit 2023 landesweit im Produzierenden Gewerbe um 11 Stunden (−0,8 %), während diese im Dienstleistungsbereich konstant blieb. 

Im Dienstleistungsbereich wurde 2024 im Stadtkreis Stuttgart die höchste Pro-Kopf-Arbeitszeit mit 1.353 Stunden ermittelt. Der Landkreis Waldshut wies mit 1.220 Stunden das geringste Arbeitsvolumen je erwerbstätiger Person im Dienstleistungsbereich auf. Im Produzierenden Gewerbe lag das Pro-Kopf-Arbeitsvolumen mit 1.454 Stunden im Stadtkreis Karlsruhe landesweit am höchsten, während der Landkreis Tuttlingen mit 1.386 Stunden den geringsten Wert verzeichnete.

Diagramm 1

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