Jahresergebnis der Betriebe der Südwestindustrie im Jahr 2025
Nominaler Umsatz sinkt um 2,6 % – Rückgang der Beschäftigung um 30.800 Personen.
Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes erwirtschafteten die baden-württembergischen Industriebetriebe im Jahr 2025 einen nominalen Umsatz von rund 426,3 Milliarden (Mrd.) Euro und verbuchten damit im Vergleich zum Vorjahr ein nominales Minus von rund 11,3 Mrd. Euro (−2,6 %). Die „Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen“ blieb die umsatzstärkste Industriebranche Baden-Württembergs trotz eines nominalen Umsatzrückgangs von 14,0 Mrd. Euro (−10,0 %) gegenüber dem Vorjahr auf insgesamt 125,7 Mrd. Euro. Auch in der umsatzmäßig zweitstärksten Branche, dem „Maschinenbau“, sank der nominale Umsatz um 0,5 Mrd. Euro (−0,6 %) auf 78,6 Mrd. Euro. Zusammengenommen erwirtschafteten diese beiden Branchen fast die Hälfte (48,0 %) des gesamten baden-württembergischen Industrieumsatzes. Im Gegensatz dazu verzeichnete die gemessen am Umsatz drittstärkste Branche „Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen“ gegenüber dem Vorjahr ein nominales Umsatzplus in Höhe von 0,8 Mrd. Euro (+2,6 %) auf 31,2 Mrd. Euro.
Im Jahr 2025 gingen sowohl im Inlands- als auch im Auslandsgeschäft die nominalen Umsätze zurück. Insgesamt verzeichnete das Auslandsgeschäft einen nominalen Umsatzrückgang von 9,2 Mrd. Euro (−3,6 %) auf insgesamt 248,1 Mrd. Euro. Der nominale Inlandsumsatz ging um 2,1 Mrd. Euro (−1,1 %) auf insgesamt 178,2 Mrd. Euro zurück. Die Exportquote lag damit im Jahr 2025 bei 58,2 % (2024: 58,8 %). Im Branchenvergleich wiesen die „Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen“ mit einer Exportquote von 73,5 % sowie die „Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen“ mit 70,4 % die höchsten Exportquoten auf. Die Branchen „Herstellung von Druckerzeugnissen; Vervielfältigung von bespielten Ton-, Bild- und Datenträgern“ und „Getränkeherstellung“ erwirtschafteten den überwiegenden Teil ihres Umsatzes im Inland. Sie erreichten lediglich Exportquoten in Höhe von 15,7 % bzw. 16,2 %.
Die seit 2024 beobachtete negative Beschäftigungsentwicklung setzte sich im Jahr 2025 mit einem Beschäftigungsrückgang um etwa 30.800 Personen (−2,4 %) auf einen Beschäftigungsstand von insgesamt 1.268.000 Personen fort. Der „Maschinenbau“, als beschäftigungsstärkste Industriebranche in Baden-Württemberg, verzeichnete einen Rückgang von rund 8.300 Personen (−2,7 %) auf 305.000 beschäftigte Personen. In der „Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen“, der gemessen am Beschäftigungsstand zweitstärksten Branche, war ebenfalls ein Beschäftigungsrückgang von rund 7.900 (−3,6 %) gegenüber dem Vorjahr auf insgesamt 209.000 Personen zu beobachten. Die gemessen an der Beschäftigung drittstärkste Branche, die „Herstellung von Metallerzeugnissen“, verzeichnete das dritte Jahr in Folge eine negative Beschäftigungsentwicklung mit einem Minus im Jahr 2025 von rund 5.000 Personen (−3,4 %) im Vorjahresvergleich, auf insgesamt 143.000 tätige Personen.
Die nominalen Entgelte der Südwestindustrie waren im Jahr 2025 mit einem Rückgang von 0,5 Mrd. Euro (−0,5 %) auf insgesamt 82,0 Mrd. Euro zum ersten Mal seit 2020 im Vergleich zum Vorjahr wieder negativ. Bei den Pro-Kopf-Entgelten verzeichnete die Südwestindustrie mit einem Industriedurchschnitt von rund 64.600 Euro je beschäftigter Person jedoch einen Anstieg (+1,8 %). Auf Branchenebene reichte die Spannweite des Pro-Kopf-Entgelts von 85.000 Euro im Wirtschaftszweig „Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen“ bis zu 35.500 Euro in der „Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln“. Den stärksten prozentualen Anstieg im Vorjahresvergleich bei den nominalen Entgelten je beschäftigter Person verzeichneten im Jahr 2024 die „Herstellung von sonstigen Waren“ (+5,7 %), die „Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden“ (+3,7 %) und die „Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen“ (+3,1 %).
Bei der Interpretation der Kennzahl „Entgelte je Beschäftigen“ ist anzumerken, dass sich die Zahl der beschäftigten Personen auf den Stichtag bezieht, während die zugrundeliegenden Entgelte über das gesamte Jahr aufsummiert werden. Sind bspw. die Beschäftigten zum Stichtag stärker zurück gegangen als die ausgezahlten Entgelte, kommt es schon daher zu einer Erhöhung der Entgelte je Beschäftigten.
Weitere Informationen
- Betriebe, Beschäftigte, Entgelte und Umsatz bis Kreisebene in Baden‑Württemberg bis 2-Steller der Wirtschaftszweige: Tabelle (42271_0001)
- Betriebe, Beschäftigte, Beschäftigtengrößenklassen, Entgelte und Umsatz in Baden‑Württemberg bis 4-Steller der Wirtschaftszweige: Tabelle (42271_0002)
- Betriebe, Beschäftigte, Entgelte und Umsatz bis Gemeindeebene in Baden‑Württemberg
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