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Pressemitteilung 171/2026

Kinder als Hauptverdiener

Erstaunliches Statistikwissen: Rund 127.000 Kinder in Baden-Württemberg verdienten im Jahr 2025 mehr als ihre im gleichen Haushalt wohnenden Eltern.

Den Eltern auf der Tasche liegen? Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes konnten 2025 in Baden-Württemberg etwa 127.000 Personen (rund 1 %) diesen Vorwurf weit von sich weisen. Sie wohnten mit ihren Eltern oder einem Elternteil in einem Haushalt, brachten aber das meiste Geld nach Hause.

Dem Alter nach handelte es sich dabei aber nicht um Minderjährige. Kinder waren sie nur im familiären Sinne. 21 % von ihnen waren nach Ergebnissen des Mikrozensus 2025 im Alter von 18 bis unter 25 Jahren. Mit 39 % befand sich die relative Mehrheit im Alter von 25 bis unter 35 Jahren.

Die meisten dieser Kinder, rund 52.000, lebten in einem Haushalt mit drei Personen (41 %). Über ein Drittel (circa 44.000) wohnte ohne Geschwister mit nur einem Elternteil zusammen.

Die ungewöhnliche Haushaltskonstellation ist auf die Erwerbsverhältnisse in den Haushalten zurückzuführen. Die hier gemeinten Kinder waren zu 93 % erwerbstätig. Von den zugehörigen Eltern im Haushalt traf dies nur auf rund 46 % zu. Weitere 52 %, und damit fast alle verbliebenen Elternteile, gehörten zu den Nichterwerbspersonen, waren also wegen Alter, Krankheit oder ähnlichem nicht mehr im aktiven Erwerbsleben. Im Mittel waren die Eltern bereits rund 69 Jahre alt.

Weitere Informationen

Der Mikrozensus ist die größte Haushaltebefragung in Deutschland, mit der seit 1957 wichtige Daten über die wirtschaftliche und soziale Lage der Bevölkerung ermittelt werden. Befragt wird 1 % der Bevölkerung, das sind in Baden-Württemberg jährlich über 60.000 Haushalte. Informationen zur Haushaltsstruktur, zu Bildungsstand, Erwerbstätigkeit, Einkommen und Migrationshintergrund werden kontinuierlich abgefragt. Zusätzliche Frageprogramme beispielsweise zu Gesundheit, Wohnverhältnissen, Krankenversicherung und Mobilität werden in mehrjährigen Rhythmen erhoben.

 

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