Niedrigster Wert seit 1990: Bestockte Rebfläche unterschreitet 26.000 Hektar-Marke
Die Flächenabnahme von 2025 belief sich im Vergleich zum Vorjahr auf −3,0 %.
Im Jahr 2025 sank die bestockte Rebfläche in Baden-Württemberg auf 25.822 Hektar (ha). Nachdem 2024 die Marke von 27.000 Hektar erstmals wieder seit Ende der 90er unterschritten wurde, erreicht der aktuellste Wert mit der Unterschreitung von 26.000 ha einen neuen Tiefstwert. Dies stellt das Statistische Landesamt auf der Grundlage von Auswertungen der gemeinschaftlichen Weinbaukartei fest.
Insgesamt belief sich die Flächenabnahme von 2025 im Vergleich zum Vorjahr auf −3,0 %. Die Rebfläche im größeren der beiden Anbaugebiete, in Baden, nahm um 2,0 % ab und lässt sich nun auf 15.142 ha (2024: 15.454) beziffern. In Württemberg nahm die Fläche sogar um 4,4 % ab und beläuft sich nunmehr auf 10.610 ha (2024: 11.098 ha). Damit fällt die Rebfläche in Württemberg erstmals seit 1991 wieder auf unter 11.000 ha.
Die in Baden am häufigsten angebaute rote Rebsorte Blauer Spätburgunder verlor 2025 im Vergleich zum Vorjahr 3,0 % ihrer Anbaufläche und wurde nunmehr auf 4.765 ha angebaut. Die wichtigsten weißen Sorten Ruländer (Grauburgunder, 2.359 ha, −1,3 %) und Müller-Thurgau (2.002 ha, −3,8 %) verloren ebenfalls an Fläche. In Württemberg dominieren trotz Flächenrückgang die roten Rebsorten Trollinger (1.614 ha, −8,3 %) und Lemberger (1.661 ha, −3,8 %). Auch die wichtigste weiße Rebsorte, der Riesling, ging im Anbau zurück und wurde 2025 noch auf 1.993 ha (−4,3 %) angebaut.
Weitere Informationen
Die jährliche Rebflächenerhebung wird als Sekundärstatistik durchgeführt. Als Grundlage dienen die Daten aus der gemeinschaftlichen Weinbaukartei Baden-Württemberg, die vom Staatlichen Weinbauinstitut Freiburg sowie von der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg geführt wird.
- Bestockte Rebfläche: Tabelle 41252_0001
- Anbaustärkste Rebsorten: Tabelle 41252_0002
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