Private Haushalte gaben 2023 durchschnittlich 24 Euro pro Monat für Obst aus
Statistisches Landesamt Baden-Württemberg sucht Haushalte für Teilnahme an Statistik zu Konsumausgaben.
Der Sommer ist da – Erntezeit für Beeren, Pfirsiche, Melonen und viele andere Obstsorten. Nach Ergebnissen der Unterstichprobe der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) gaben private Haushalte in Baden-Württemberg im Jahr 2023 durchschnittlich 24 Euro pro Monat für frisches oder gekühltes Obst aus. Das sind 7 % der Ausgaben für Nahrungsmittel. Wie das das Statistische Landesamt weiter mitteilt, entfällt mit 30 % anteilig am meisten auf Stein- und Kernobst wie Äpfel und Birnen, gefolgt von Beeren (19 %) sowie Datteln, Feigen und tropischen Früchten wie zum Beispiel Bananen (19 %). Die durchschnittlichen Ausgaben und die Struktur der Ausgaben für Obst beziehen sich auf das ganze Jahr sowie über alle Haushaltsgrößen und -zusammensetzungen.
Aus der fünfjährlichen EVS und den dazwischenliegenden Laufenden Wirtschaftsrechnungen (LWR) erfährt man, wofür die privaten Haushalte in Deutschland ihr Geld ausgeben. Sie liefern damit wichtige Daten für die Sozial- und Wirtschaftspolitik und fließen zum Beispiel in die Berechnung des Warenkorbs des Verbraucherpreisindex und letztlich der Inflationsrate ein.
Für die Laufenden Wirtschaftsrechnungen (LWR) 2026 werden noch teilnahmebereite Haushalte gesucht, die einen Monat lang ihre Einnahmen und Ausgaben dokumentieren. Das geht bequem per App oder klassisch auf Papier. Haushalte, die über die App teilnehmen, können 2026 erstmals ihre Kassenbons direkt abfotografieren und somit ihre Ausgaben schnell und unkompliziert dokumentieren. Die App macht damit insbesondere die Erfassung der Ausgaben für Nahrungsmittel und Getränke einfacher. Wer im Jahr 2026 teilnimmt, erhält 90 Euro und sieht, wofür privat wie viel Geld fließt. Anmelden kann man sich unter: www.lwr.de/teilnahme
In Baden-Württemberg werden insbesondere noch Haushalte mit einem Einkommen unter 1.250 Euro gesucht sowie Haushalte mit volljährigen Kindern, Mehrgenerationenhaushalte und Haushalte, in denen der oder die Hauptverdienende selbstständig oder freiberuflich tätig ist.
Weitere Informationen
Bei den vorgestellten Ergebnissen handelt es sich um die Ergebnisse der Unterstichprobe der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) 2023 zur Feinanschreibung der Ausgaben für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren. Die Haushalte machten dazu 14 Tage lang detaillierte Angaben zu ihren Ausgaben für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren. Ausgaben in Restaurants, Cafés, Kantinen und Ähnliches sind in diesen Ausgaben nicht enthalten. Die EVS findet alle fünf Jahre statt. Sie ist die größte freiwillige Haushalteerhebung der amtlichen Statistik.
Die EVS 2023 hat eine umfangreiche Neukonzeption sowie einen Umstieg auf die aktuelle Systematik der Einnahmen und Ausgaben (SEA) 2021 erfahren. Unter anderem haben eine veränderte Anschreibemethodik und die erstmalige Möglichkeit der teilnehmenden Haushalte, ihre Angaben vollständig digital mittels Mobil- oder Web-App zu erfassen, zu einer einheitlicheren und genaueren Erfassung der Ausgaben in den einzelnen Kategorien geführt. Die Neuerungen sind aber auch mit Einschränkungen bei der Vergleichbarkeit der Ergebnisse mit den Vorjahren verbunden. Ausführliche Informationen hierzu bietet eine Sonderseite im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes.
- Neugestaltung der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) 2023
- Themenseite „Einnahmen und Ausgaben“
- Themenseite „Ausstattung und Vermögen“
Fachbereich
E-Mail: lwr@stala.bwl.de