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Pressemitteilung 104/2026

Rund 2 Millionen Menschen wohnten 2025 allein

In den Großstädten in Baden-Württemberg lebten rund 45 % der Menschen in Einpersonenhaushalten.

In Baden-Württemberg gab es im Jahr 2025 insgesamt 1,99 Millionen Einpersonenhaushalte, die auch alleine wohnten. Wie das Statistische Landesamt Baden-Württemberg auf Basis erster Ergebnisse des Mikrozensus 2025 weiter mitteilt, entsprach dies einem Anteil von 36,9 % an den insgesamt 5,4 Millionen Haushalten im Land. Damit war der Einpersonenhaushalt die häufigste Haushaltsform. Zweipersonenhaushalte machten mit 31,0 % rund ein Drittel aller Haushalte aus, während 11,9 % der Haushalte aus drei und 14,7 % aus vier und mehr Personen bestanden. Weitere 5,5 % der Haushalte wohnten mit anderen Haushalten in einer Wohnung.

Mit zunehmender Gemeindegröße steigt tendenziell auch der Anteil der Haushalte, in denen nur eine Person lebt. In kleineren Gemeinden mit einer Bevölkerung unter 10.000 waren Einpersonenhaushalte nicht die vorherrschende Wohnform. Mit 32,0 % bestand weniger als ein Drittel der Haushalte aus nur einer Person. In größeren Gemeinden hingegen waren alleinlebende Haushalte mit nur einer Person die häufigste Wohnform. In Städten von 10.000 bis unter 200.000 Einwohnerinnen und Einwohnern lag deren Anteil bei 37,3 %. In Großstädten mit einer Bevölkerung von 200.000 und mehr Personen waren es 44,6 %. Der Anteil der Haushalte, die mit einem anderen Haushalt zusammenwohnten (z. B. in einer Wohngemeinschaft), lag in den kleinen Gemeinden unter 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern bei 4,3 %. In größeren Gemeinden und Städten mit einer Bevölkerung von 10.000 bis unter 200.000 lag er bei 5,3 %. In den Großstädten Baden-Württembergs wohnten 8,4 % der Haushalte mit einem anderen Haushalt in einer Wohnung.

Alleinwohnende in größeren Städten haben eine jüngere Altersstruktur als Alleinwohnende in kleineren Gemeinden. Während 2025 das mittlere Alter bei Alleinwohnenden in Gemeinden unter 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern bei 61 Jahren lag, war es in Großstädten ab 200.000 Personen mit 52 fast um 10 Jahre niedriger.

Ein deutlicher Unterschied in der Altersstruktur der Alleinwohnenden besteht zudem hinsichtlich des Geschlechts. Während die Hälfte der alleinwohnenden Männer 50 Jahre und jünger war, war die Hälfte der alleinlebenden Frauen 66 und mehr Jahre alt. Dieser Altersunterschied ist in kleineren wie auch in größeren Städten ähnlich ausgeprägt.

Weitere Informationen

Hinweise zur Statistik 

Die dargestellten Ergebnisse basieren auf dem Mikrozensus und beziehen sich auf Hauptwohnsitzhaushalte. Hauptwohnsitzhaushalte sind private Haushalte, in denen mindestens eine Person ab 16 Jahren am Hauptwohnsitz wohnt. Aufgrund methodischer Änderungen sind die Ergebnisse ab dem Erhebungsjahr 2020 nur eingeschränkt mit denen aus den Vorjahren vergleichbar.

Der Mikrozensus ist eine seit 1957 jährlich bei einem Prozent der Bevölkerung durchgeführten Befragung der amtlichen Statistik. Dank der Selbstauskünfte der Befragten liegen aussagekräftige statistische Daten zu den Arbeits- und Lebensverhältnissen der Bevölkerung vor. Die befragten Haushalte übernehmen mit ihren Angaben einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Die Ergebnisse des Mikrozensus dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. Sie stehen auch der Wissenschaft, der Presse und allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung.

„Haushalte nach Haushaltsgröße und Gemeindegrößenklassen“: Tabelle 12211-0101

Themenseite „Entwicklung und Struktur“

 

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