Südwestindustrie im Februar 2026: Richtungslosigkeit setzt sich fort
Auftragseingang +3,8 %, Umsatz +/–0,0 %, Beschäftigung –2,7 % gegenüber dem Vorjahresmonat.
Im Februar 2026 nahm im Vorjahresvergleich der Auftragseingang der Südwestindustrie zu, während der Umsatz keine Veränderung zeigte. Insgesamt blieb die Südwestindustrie damit richtungslos, berichtet das Statistische Landesamt. Die bis heute absehbaren Auswirkungen des Iran-Kriegs dürften die Südwestindustrie in den kommenden Monaten vor neue Herausforderungen stellen und dann in den Ergebnissen sichtbar werden. Auf die Ergebnisse des Februar 2026 können sie noch keinen Einfluss gehabt haben. Die konjunkturell nachlaufende Industriebeschäftigung lag im Februar 2026 unter dem Wert des Vorjahres und auch des Vormonats.
Nach vorläufiger Feststellung des Statistischen Landesamtes erhielt die Südwestindustrie im Februar 2026 im Vergleich zum Vorjahresmonat Februar 2025 preis- und arbeitstäglich bereinigt mehr Aufträge (+3,8 %). Die positive Entwicklung resultierte dabei stärker aus dem Auslandsgeschäft (+4,5 %) als aus dem Inlandsgeschäft (+2,7 %). Auch gegenüber dem Vormonat Januar 2026 nahm der Auftragseingang preis-, saison- und arbeitstäglich zu (+1,8 %). Im Zeitraum von Januar bis Februar 2026 verbuchte die Südwestindustrie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum preis- und arbeitstäglich bereinigt ein Auftragsplus (+0,5 %). Die positive Entwicklung resultierte dabei ausschließlich aus dem Auslandsgeschäft (+1,3 %). Das Inlandsgeschäft (–0,8 %) verzeichnete ein Auftragsminus.
Der reale (d.h. preisbereinigte) Umsatz der Südwestindustrie blieb nach vorläufigen Angaben im Februar 2026 preis- und arbeitstäglich bereinigt gegenüber dem Vorjahresmonat unverändert (+/–0,0 %). Während sich das Inlandsgeschäft leicht positiv entwickelte (+0,1 %) ging das Auslandsgeschäft zurück (–0,2 %). Gegenüber dem Vormonat Januar 2026 nahm der Umsatz preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt ab (–3,1 %). Im Zeitraum Januar bis Februar 2026 verzeichnete die Südwestindustrie preis- und arbeitstäglich bereinigt ein Umsatzplus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (+1,7 %). Die positiven Impulse kamen dabei stärker aus dem Auslandsgeschäft (+2,6 %) als aus dem Inlandsgeschäft (+0,5 %).
Die Industriebetriebe Baden-Württembergs beschäftigten nach vorläufigen Angaben im Februar 2026 rund 1,128 Millionen Personen und somit 30.700 Personen (–2,7 %) weniger als im Februar des Vorjahres. Gegenüber dem Vormonat Januar 2026 ging die Zahl der Industriebeschäftigten um 2.300 Personen (–0,2 %) zurück. Insgesamt waren im Zeitraum Januar bis Februar 2026 durchschnittlich etwa 1,129 Millionen Personen in der Südwestindustrie beschäftigt und damit rund 29.900 Personen (–2,6 %) weniger als im entsprechenden Vergleichszeitraum 2025.
Weitere Information
Produktionsstatistik: Mit der bundesweiten Einführung einer neuen Güterklassifikation zum Berichtsmonat Januar 2026 (das neue „Güterverzeichnis für Produktionsstatistiken, Ausgabe 2026“ (GP 2026) löst das bisher gültige GP 2019 ab) sind fachseitig umfangreiche Anpassungen und Neuberechnungen beim Produktionsindex erforderlich. Aus diesem Grund fehlt die in dieser Pressemitteilung ansonsten übliche Darstellung der Produktionsentwicklung. Sobald wie möglich werden Daten zum auf das neue GP 2026 umgestellten Produktionsindex wieder veröffentlicht.
Industriebetriebe: Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes (einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) mit mindestens 50 Beschäftigten
Bundesergebnisse: Die korrespondierenden Bundesergebnisse werden vom Statistischen Bundesamt am 8.4. 2026 (Auftragseingangs- und Umsatzindex) und 15.4. 2026 (Beschäftigte) veröffentlicht.
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- Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe (Hauptgr. und Aggregate): Tabelle 42151_0001
- Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe (2-Steller): Tabelle 42151_0002
- Produktion im Verarbeitenden Gewerbe (Hauptgr. und Aggregate): Tabelle 42153_0001
- Produktion im Verarbeitenden Gewerbe (2-Steller): Tabelle 42153_0002
- Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe (Hauptgr. und Aggregate): Tabelle 42152_0001
- Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe (2-Steller): Tabelle 42152_0002
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