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Pressemitteilung 39/2026

Südwestindustrie im Januar 2026: Abnehmender Auftragseingang, zunehmender Umsatz

Auftragseingang −2,6 %, Umsatz +3,6 %, Beschäftigung −2,5 % gegenüber dem Vorjahresmonat

Im Januar 2026 nahm im Vorjahresvergleich der Auftragseingang der Südwestindustrie ab, während der Umsatz zulegte. Die Südwestindustrie zeichnet damit zum Jahresbeginn 2026 weiterhin ein unklares Bild. Gleichzeitig sendet der solide Umsatzzuwachs bei vergleichsweise geringem Rückgang der Auftragseingänge ein erstes positives Signal. Bei der Interpretation der Auftragssituation ist zu berücksichtigen, dass sowohl die Berechnungsbasis als auch die aktuelle Entwicklung stark durch Großaufträge beeinflusst sein kann. Darüber hinaus besteht grundsätzlich die Möglichkeit, dass Aufträge storniert werden, was bedeutet, dass nicht alle Auftragseingänge zu einer tatsächlichen Produktion oder Umsatzrealisierung führen. Die konjunkturell nachlaufende Industriebeschäftigung lag im Januar 2026 unter dem Wert des Vorjahres und auch des Vormonats.

Nach vorläufiger Feststellung des Statistischen Landesamtes erhielt die Südwestindustrie im Januar 2026 im Vergleich zum Vorjahresmonat Januar 2025 preis- und arbeitstäglich bereinigt weniger Aufträge (−2,6 %). Die negative Entwicklung resultierte dabei stärker aus dem Inlandsgeschäft (−4,0 %) als aus dem Auslandsgeschäft (−1,7 %). Gegenüber dem Vormonat Dezember 2025 nahm der Auftragseingang preis-, saison- und arbeitstäglich deutlich ab (−16,9 %). 

Der reale (d. h. preisbereinigte) Umsatz der Südwestindustrie nahm nach vorläufigen Angaben im Januar 2026 preis- und arbeitstäglich bereinigt gegenüber dem Vorjahresmonat zu (+3,6 %). Diese positive Entwicklung resultierte dabei stärker aus dem Auslandsgeschäft (+5,7 %) als aus dem Inlandsgeschäft (+0,8 %). Gegenüber dem Vormonat Dezember 2025 nahm der Umsatz preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt ebenfalls zu (+5,1 %).

Die Industriebetriebe Baden-Württembergs beschäftigten nach vorläufigen Angaben im Januar 2026 rund 1,130 Millionen Personen und somit 30 000 Personen (−2,5 %) weniger als im Januar des Vorjahres. Gegenüber dem Vormonat Dezember 2025 ging die Zahl der Industriebeschäftigten um 5 900 Personen (−0,5 %) zurück.

Weitere Information

Produktionsstatistik: Mit der bundesweiten Einführung einer neuen Güterklassifikation zum Berichtsmonat Januar 2026 (das neue „Güterverzeichnis für Produktionsstatistiken, Ausgabe 2026“ (GP 2026) löst das bisher gültige GP 2019 ab) sind fachseitig umfangreiche Anpassungen und Neuberechnungen beim Produktionsindex erforderlich. Aus diesem Grund fehlt die in dieser Pressemitteilung ansonsten übliche Darstellung der Produktionsentwicklung. Sobald wie möglich werden Daten zum auf das neue GP 2026 umgestellten Produktionsindex wieder veröffentlicht.

Industriebetriebe: Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes (einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) mit mindestens 50 Beschäftigten

Bundesergebnisse: Die korrespondierenden Bundesergebnisse werden vom Statistischen Bundesamt am 6.3. 2026 (Auftragseingangs- und Umsatzindex) und 13.3. 2026 (Beschäftigte) veröffentlicht.

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