Südwestindustrie im Juli 2026: Erholung schwächt sich ab
Auftragseingang –2,0 %, Produktion –1,2 %, Umsatz +1,1 %, Beschäftigung –3,1 % gegenüber dem Vorjahresmonat.
Die Auftragseingangs-, Produktions- und Umsatzentwicklung in der Südwestindustrie fiel im Juli 2026, und damit im Kontext wieder ansteigender Weltmarktpreise für Energie und Rohstoffe, unterschiedlich aus. Während laut dem Statistsichen Landesamt Auftragseingänge und Produktion gegenüber dem Vorjahresmonat zurückgingen, entwickelte sich der Umsatz leicht positiv. Im Zeitraum Januar bis Juli 2026 lagen Auftragseingänge, Produktion und Umsatz hingegen weiterhin leicht über dem Vorjahresniveau und deuten damit auf eine verhaltene Erholung hin. Die konjunkturell nachlaufende Industriebeschäftigung entwickelte sich erneut rückläufig und lag im Juli 2026 unter dem Wert des Vorjahres und auch des Vormonats.
Nach vorläufiger Feststellung des Statistischen Landesamtes erhielt die Südwestindustrie im Juli 2026 im Vergleich zum Vorjahresmonat preis- und arbeitstäglich bereinigt weniger Aufträge (–2,0 %). Die negative Entwicklung resultierte dabei aus dem Auslandsgeschäft (–7,9 %), das Inlandsgeschäft entwickelte sich hingegen positiv (+9,4 %). Gegenüber dem Vormonat Juni 2026 nahm der Auftragseingang preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt zu (+0,4 %). Insgesamt verbuchte die Südwestindustrie im Zeitraum von Januar bis Juli 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum preis- und arbeitstäglich bereinigt ein Auftragsplus (+1,5 %). Das starke Inlandsgeschäft (+5,1 %) stützte diese positive Entwicklung. Das Auslandsgeschäft verlief negativ (–0,5 %).
Die Produktion der Südwestindustrie nahm nach vorläufigen Angaben im Juli 2026 im Vergleich zu dem Produktionsergebnis des Vorjahresmonats Juli 2025 preis- und arbeitstäglich bereinigt ab (–1,2 %). Gegenüber dem Vormonat Juni 2026 stieg der Produktionsausstoß preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt an (+0,7 %). Insgesamt lag im Zeitraum Januar bis Juli 2026 die Industrieproduktion im Südwesten preis- und arbeitstäglich bereinigt über dem Vorjahresniveau (+0,6 %).
Der reale (d.h. preisbereinigte) Umsatz der Südwestindustrie nahm nach vorläufigen Angaben im Juli 2026 preis- und arbeitstäglich bereinigt gegenüber dem Vorjahresmonat Juli 2025 zu (+1,1 %). Die positive Entwicklung basierte dabei sowohl auf dem Auslandsgeschäft (+1,8 %) als auch auf dem Inlandsgeschäft (+0,2 %). Gegenüber dem Vormonat Juni 2026 nahm der Umsatz preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt ebenfalls zu (+0,2 %). Insgesamt verzeichnete die Südwestindustrie im Zeitraum Januar bis Juli 2026 preis- und arbeitstäglich bereinigt ein Umsatzplus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (+1,3 %). Die positiven Impulse kamen dabei stärker aus dem Auslandsgeschäft (+2,1 %) als aus dem Inlandsgeschäft (+0,1 %).
Die Industriebetriebe Baden-Württembergs beschäftigten nach vorläufigen Angaben im Juli 2026 rund 1,113 Millionen Personen und somit 35.700 Personen (–3,1 %) weniger als im Juli des Vorjahres. Gegenüber dem Vormonat Juni 2026 ging die Zahl der Industriebeschäftigten um 4.600 Personen (–0,4 %) zurück. Insgesamt waren im Zeitraum Januar bis Juli 2026 durchschnittlich etwa 1,123 Mill. Personen in der Südwestindustrie beschäftigt und damit rund 31.000 Personen (–2,7 %) weniger als im entsprechenden Vergleichszeitraum 2025.
Weitere Informationen
Industriebetriebe: Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes (einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) mit mindestens 50 Beschäftigten
Bundesergebnisse: Die korrespondierenden Bundesergebnisse werden vom Statistischen Bundesamt am 4.9.2026 (Auftragseingangs- und Umsatzindex), 7.9.2026 (Produktionsindex) und 14.9.2026 (Beschäftigte) veröffentlicht.
Themenseite
GENESIS Online
- Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe (Hauptgr. und Aggregate): Tabelle 42151-0001
- Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe (2-Steller): Tabelle 42151-0002
- Produktion im Verarbeitenden Gewerbe (Hauptgr. und Aggregate): Tabelle 42153-0001
- Produktion im Verarbeitenden Gewerbe (2-Steller): Tabelle 42153-0002
- Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe (Hauptgr. und Aggregate): Tabelle 42152-0001
- Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe (2-Steller): Tabelle 42152-0002
Statistische Berichte