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Pressemitteilung 100/2021

Umsatzminus im Bauhauptgewerbe zum Jahresanfang

Baden-Württemberg: Beschäftigung stabil

Die größeren Betriebe im Bauhauptgewerbe Baden-Württembergs mit 20 oder mehr tätigen Personen erwirtschafteten im Februar 2021 einen Gesamtumsatz von rund 871 Millionen (Mill.) Euro, 4,1 % weniger als im Vorjahresmonat. Nach der vom Statistischen Landesamt durchgeführten Monatserhebung im Bauhauptgewerbe summierten sich die Umsätze zum Jahresanfang auf rund 1,5 Milliarden (Mrd.) Euro. Das war verglichen mit Januar und Februar 2020 ein Minus von 8,4 %. Berücksichtigt werden sollte die Rückkehr zum »alten« Mehrwertsteuersatz von 16 auf 19 % im Januar dieses Jahres, was zur Folge hatte, dass viele Aufträge so weit wie möglich noch im Dezember 2020 abgerechnet wurden.

Die Zahl der baugewerblich tätigen Personen in den befragten Betrieben betrug im Januar und Februar 2021 durchschnittlich 67 333. Das sind 2,1 % mehr als im Vergleichszeitraum 2020.

Im Februar 2021 lagen die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe mit einem Volumen von rund 858 Mill. Euro dank mehrerer Großaufträge um 6,4 % über dem Stand von Februar 2021. Von Januar bis Februar zusammengerechnet verfehlten die Auftragseingänge jedoch mit rund 1,79 Mrd. Euro das Niveau des Vorjahres um 4,7 %.

Die Zahl der geleisteten baugewerblichen Arbeitsstunden lag zwischen Januar und Februar 2021 bei 10,2 Mill. Stunden, 11,1 % unter der Arbeitsstundenzahl von Januar und Februar 2020. Grund dafür dürften einige relativ kalte Tage im Januar gewesen sein, die Arbeiten im Freien erschwerten. Zudem wies der Januar 2021 wegen der Feiertage lediglich 19 Arbeitstage auf.

Tabelle 1

Tätige Personen, Arbeitsstunden, Entgelte, Umsätze und Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe Baden-Württembergs im Februar 2021*)
Merkmal Einheit Februar 2021 Veränderung gegenüber entsprechendem Vorjahresmonat in % Januar bis
Februar 2021
Veränderung gegenüber entsprechendem Vorjahreszeitraum in %

*) Betriebe des Bauhauptgewerbes von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen.

1) Im Monatsdurchschnitt.

2) Nicht baugewerblicher Umsatz aus eigenen Erzeugnissen, Handelsware, industriell/handwerklichen Dienstleistungen.

Datenquelle: Monatsbericht im Bauhauptgewerbe.

Tätige Personen Anzahl 67.362 +2,3 67.3331) +2,1
Geleistete Arbeitsstunden 1.000 Std. 5.968 +3,2 10.236 −11,1
Hochbau 1.000 Std. 3.409 +3,3 5.879 −10,8
Tiefbau 1.000 Std. 2.559 +3,1 4.357 −11,6
Entgelte 1.000 EUR 215.915 +1,3 430.308 −1,4
Gesamtumsatz 1.000 EUR 871.067 −4,1 1.498.934 −8,4
Baugewerblicher Umsatz 1.000 EUR 860.661 −4,1 1.481.633 −8,3
Hochbau 1.000 EUR 585.060 −1,5 985.286 −7,9
Tiefbau 1.000 EUR 275.601 −9,3 496.347 −9,1
Sonstiger Umsatz2) 1.000 EUR 10.406 −5,3 17.301 −17,7
Auftragseingänge 1.000 EUR 858.367 +6,4 1.787.531 −4,7
Hochbau 1.000 EUR 514.588 +8,1 1.067.913 −6,2
Tiefbau 1.000 EUR 343.779 +3,9 719.618 −2,5

Weitere Informationen

Zum Monatsbericht im Bauhauptgewerbe werden alle in Baden-Württemberg ansässigen bauhauptgewerblichen Betriebe (Niederlassungen) von Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten befragt. Dies waren im Februar 2021 insgesamt 1 087 Betriebe, 17 mehr als im Februar 2020 mit 1070 Betrieben. Neben der konjunkturellen Komponente werden die Veränderungsraten auch von dieser methodischen Komponente beeinflusst! So werden Betriebe, sobald sie die Berichtsschwelle überschreiten, zur Auskunft herangezogen. – Aufträge bzw. Umsätze baden-württembergischer Betriebe können auf Baustellen in ganz Deutschland abgearbeitet bzw. erwirtschaftet werden

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