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Pressemitteilung 244/2021

Wahlbeteiligung bei Bundestagswahlen

Baden-Württemberg: 2017 höchste Wahlbeteiligung im Bundesländervergleich

Bei der Bundestagswahl 2017 beteiligten sich deutschlandweit insgesamt 76,2 % der Wahlberechtigten an der Wahl. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes entschieden sich in Baden-Württemberg mit 78,3 % die meisten Wahlberechtigten für die Stimmabgabe, dicht gefolgt von Bayern mit einer Wahlbeteiligung von 78,1 %. Die dritthöchste Beteiligungsquote wurde in Rheinland-Pfalz mit 77,7 % erzielt. Demgegenüber lag die Wahlbeteiligung in Mecklenburg-Vorpommern und Bremen mit 70,9 % bzw. 70,8 % deutlich niedriger. Schlusslicht bildete Sachsen-Anhalt. Hier entschieden sich nur 68,1 % der Wahlberechtigten dafür, an der Bundestagswahl teilzunehmen.

1972 bisher höchste Wahlbeteiligung

In Baden-Württemberg fiel die Wahlbeteiligung bei der ersten Bundestagswahl im Jahr 1949 am niedrigsten aus. Damals gingen lediglich 70,0 % der Baden-Württembergerinnen und Baden-Württemberger zur Wahl. Den höchsten Wert erreichte die Wahlbeteiligung im Jahr 1972 mit 90,2 %. Deutschlandweit betrug die Beteiligungsquote in diesem Jahr sogar 91,1 %. Während die Wahlbeteiligung seit diesem Höchstwert über viele Jahre kontinuierlich abgenommen hatte, konnte seit der Bundestagswahl 2013 ein leichter Anstieg festgestellt werden.

Briefwahlanteil seit 1957 deutlich gestiegen

Im Jahr 1957 wurde die Möglichkeit zur Briefwahl bei Bundestagswahlen eingeführt. In Baden-Württemberg gaben damals 4,7 % der Wählerinnen und Wähler ihre Stimme mittels Briefwahl ab. Auch in den darauffolgenden Wahljahren entschied sich nur ein kleiner Teil der baden-württembergischen Bevölkerung für diese Form der Stimmabgabe. In den Jahren zwischen 1976 und 1990 schwankte der Anteil der Briefwählerinnen und Briefwähler zwischen 9,4 % und 11,6 %. Konstant über 10 % lag ihr Anteil seit der Bundestagswahl 1994. Damals entschieden sich 12,4 % für die Nutzung der Briefwahl. In den folgenden Jahren nahm der Briefwahlanteil immer weiter zu. Mit 22,3 % gab zur Bundestagswahl 2013 erstmals mehr als ein Fünftel der Wählerinnen und Wähler ihre Stimme per Brief ab. Zur Bundestagswahl 2017 nahm der Anteil der Briefwahlstimmen um 4,9 Prozentpunkte zu und stieg auf 27,2 %. Aufgrund der Entwicklungen durch die Corona-Pandemie und den dadurch bereits sehr hohen Briefwahlanteil bei der baden-württembergischen Landtagswahl 2021 (51,3 %) ist damit zu rechnen, dass auch bei der Bundestagswahl 2021 eine nochmals deutlich größere Anzahl an Personen die Briefwahl nutzen wird.

Tabelle 1

Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl 2017 nach Bundesländern
Bundesland Wahlbeteiligung
%

Datenquelle: Ergebnisse der Bundestagswahlen.

Baden-Württemberg 78,3
Bayern 78,1
Rheinland-Pfalz 77,7
Hessen 77,0
Saarland 76,6
Niedersachsen 76,4
Schleswig-Holstein 76,3
Deutschland 76,2
Hamburg 76,0
Berlin 75,6
Nordrhein-Westfalen 75,4
Sachsen 75,4
Thüringen 74,3
Brandenburg 73,7
Mecklenburg-Vorpommern 70,9
Bremen 70,8
Sachsen-Anhalt 68,1

Tabelle 2

Wahlbeteiligung bei Bundestagswahlen in Baden-Württemberg seit 1949
Wahltage zur Bundestagswahl Wahlberechtigte
%

Datenquelle: Ergebnisse der Bundestagswahlen.

14. Aug. 1949 70,0
6. Sep. 1953 81,8
15. Sep. 1957 84,4
17. Sep. 1961 84,8
19. Sep. 1965 84,8
28. Sep. 1969 85,1
19. Nov. 1972 90,2
3. Okt. 1976 89,1
5. Okt. 1980 86,6
6. Mrz. 1983 88,4
25. Jan. 1987 83,1
2. Dez. 1990 77,4
16. Okt. 1994 79,7
27. Sep. 1998 83,1
22. Sep. 2002 81,1
18. Sep. 2005 78,7
27. Sep. 2009 72,4
22. Sep. 2013 74,3
24. Sep. 2017 78,3

Tabelle 3

Briefwahlanteil bei den Bundestagswahlen in Baden-Württemberg seit 1957
Wahltage zur Bundestagswahl Briefwahlanteil
%

Datenquelle: Ergebnisse der Bundestagswahlen.

15. Sep. 1957 4,7
17. Sep. 1961 5,3
19. Sep. 1965 6,5
28. Sep. 1969 7,0
19. Nov. 1972 6,7
3. Okt. 1976 9,4
5. Okt. 1980 11,6
6. Mrz. 1983 9,8
25. Jan. 1987 10,0
2. Dez. 1990 9,4
16. Okt. 1994 12,4
27. Sep. 1998 15,9
22. Sep. 2002 17,1
18. Sep. 2005 17,5
27. Sep. 2009 19,0
22. Sep. 2013 22,3
24. Sep. 2017 27,2

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