Skip to main content Skip to page footer
Pressemitteilung 54/2026

Weniger Spargel aus dem Ausland

Erstaunliches Statistikwissen zum Beginn der Spargelsaison

In der allmählich anlaufenden Spargelsaison wird die Nachfrage nach dem beliebten Stangengemüse auch dieses Jahr nicht allein durch den heimischen Anbau bedient werden können. Wie das Statistische Landesamt nach vorläufigen Ergebnissen der Außenhandelsstatistik mitteilt, importierte Baden-Württemberg im Jahr 2025 insgesamt rund 2.900 Tonnen frischen oder gekühlten Spargel im Wert von rund 17,9 Millionen Euro aus dem Ausland. Unter der Annahme, dass der eingeführte Spargel gleichmäßig auf die baden-württembergische Bevölkerung aufgeteilt wurde, waren das mit 256 Gramm ungefähr ein gutes halbes Pfund pro Kopf. Gegenüber dem Vorjahr ist die Einfuhrmenge um rund 640 Tonnen bzw. 18,3 % gesunken. So hatte Baden-Württemberg 2024 noch gut 3.500 Tonnen importiert, was damals einer eingeführten Menge von sogar 313 Gramm pro Kopf entsprach.

Diagramm 1

Der Großteil des importierten Spargels kam im Jahr 2025 mit einem Anteil von 52,1 % aus Spanien (1.500 Tonnen). Weitere Herkunftsländer waren mit großem Abstand Mexiko (430 Tonnen), Italien (300 Tonnen) und Peru (250 Tonnen).

Erwartungsgemäß wurde der meiste Spargel von März bis Juni importiert: 87,8 % des gesamten baden-württembergischen Spargelimports 2025 entfielen auf diesen Zeitraum.

Weitere Informationen

Ausgewertet wurde die Warennummer WA07092000 „Spargel, frisch oder gekühlt“ auf Basis des Warenverzeichnisses der Außenhandelsstatistik (vorläufige Ergebnisse zum Stand Februar 2026). Die Berechnungen der Importe pro Kopf basieren auf den Bevölkerungszahlen nach den Ergebnissen des Zensus 2022 zu den Stichtagen 30.09.2025 bzw. 31.12.2024. Die Außenhandelsstatistik wird zentral vom Statistischen Bundesamt erhoben. Gegenstand ist der grenzüberschreitende Warenverkehr Deutschlands mit dem Ausland. 

Auf Bundesländerebene kommt es bei den Außenhandelsergebnissen zu unterschiedlichen Darstellungsarten: Die Ausfuhren werden als Spezialhandel nachgewiesen, die Einfuhren als Generalhandel. Der Spezialhandel umfasst im Wesentlichen nur die Waren, die aus der Erzeugung und der Be- oder Verarbeitung in Baden-Württemberg stammen und ins Ausland ausgehen. Im Unterschied zum Generalhandel sind Ausfuhren von Waren aus bzw. auf Lager im Spezialhandel nicht enthalten. Im Generalhandel werden alle nach Baden-Württemberg direkt aus dem Ausland eingehenden Waren erfasst. Dies gilt auch für die anderen Bundesländer. Wie viele ausländische Waren im Südwesten letztlich verkauft oder verbraucht werden, geht aus der Außenhandelsstatistik nicht eindeutig hervor, da mögliche innerdeutsche Bewegungen ausländischer Waren nicht Gegenstand der Statistik sind.

 

Kontakt

Pressestelle

Sie wollen keine Neuigkeiten verpassen? Melden Sie sich für unsere Newsletter an!