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Pressemitteilung 70/2026

Wirtschaftsleistung 2025 in Baden-Württemberg erneut gesunken

Reales Bruttoinlandsprodukt geht um 0,6 % zurück.

Das baden-württembergische Bruttoinlandsprodukt (BIP) – der Gesamtwert aller im Land produzierten Waren und Dienstleistungen – war im Jahr 2025 preisbereinigt 0,6 % niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Südwesten fiel erneut schwächer aus als im Bundesdurchschnitt (Deutschland: +0,2 %). Baden-Württemberg verzeichnet damit das dritte Rezessionsjahr in Folge, wie das Statistische Landesamt nach den vorläufigen Berechnungen des Arbeitskreises »Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder« (AK VGRdL) mitteilt.

In Baden-Württemberg wurden im vergangenen Jahr Waren und Dienstleistungen im Wert von rund 667,1 Mrd. Euro (in jeweiligen Preisen) erstellt, was einem Anteil von knapp 15 % an der gesamtdeutschen Wirtschaftsleistung entspricht (BIP Deutschland: 4.469,9 Mrd. Euro). Nominal, also ohne Berücksichtigung der Preisveränderungen, stieg das BIP um 2,3 % (Deutschland: +3,3 %).

Die Zahl der Erwerbstätigen in Baden-Württemberg blieb 2025 nahezu unverändert (−1.800 Personen) und betrug rund 6,41 Millionen. Im Durchschnitt erwirtschaftete jede erwerbstätige Person 104.021 Euro (Deutschland: 97.210 Euro). Bezogen auf die Gesamtbevölkerung des Landes ergibt sich ein nominales BIP von 59.335 Euro pro Kopf (Deutschland: 53.516 Euro).

Industrie im Minus, Dienstleistungsbereiche wachsen leicht

Die wirtschaftliche Entwicklung 2025 fiel in den einzelnen Branchen unterschiedlich aus: Im Verarbeitenden Gewerbe, in dem knapp ein Drittel der gesamten Bruttowertschöpfung Baden-Württembergs erwirtschaftet wird, sank die reale Wirtschaftsleistung erneut – im Vorjahresvergleich um 2,6 % (Deutschland: −1,0 %). Auch im Baugewerbe setzte sich der Rückgang der preisbereinigten Bruttowertschöpfung mit einem deutlichen Minus von 5,3 % fort (Deutschland: −2,9 %).

Die Dienstleistungsbereiche erhöhten ihre Wirtschaftsleistung leicht (+0,4 %) und trugen wie bereits im Vorjahr zur Stabilisierung der Gesamtwirtschaft in Baden-Württemberg bei. Wachstumsimpulse kamen vor allem aus den Bereichen „Öffentliche und sonstige Dienstleistungen, Erziehung und Gesundheit“ (+2,3 %).

Revision der bisherigen Ergebnisse

Neben der vorläufigen Berechnung für 2025 wurden auch die Ergebnisse der Vorjahre umfassend überarbeitet. Das Bruttoinlandsprodukt wurde für die Bundesländer bis 1991 neu berechnet.

Ausführliche Hintergrundinformationen zur diesjährigen Überarbeitung finden sich auf der Internetseite des Arbeitskreises „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“.

 

Weitere Informationen

Methodische Hinweise:

Mit den für 2025 veröffentlichten Daten legt der Arbeitskreis »Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder«, dem alle Statistischen Landesämter angehören, erste vorläufige Ergebnisse zur wirtschaftlichen Entwicklung des vergangenen Jahres vor (sogenannte Fortschreibung). Sie basieren auf einer noch unvollständigen Datenbasis und werden zum nächsten Berechnungsstand aktualisiert. Änderungen der Ergebnisse sind daher auf eine verbesserte Datengrundlage zurückzuführen.

Interaktives Datenangebot:

Aktuelle Ergebnisse der regionalen Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen stehen auch im interaktiven »VGR-Monitor der Länder« zur Verfügung.

 

Kontakt

Pressestelle

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