Zahl der Pflegeauszubildenden stieg 2025 um 6,8 %
Zum Internationalen Tag der Pflege am 12. Mai: 4.670 erfolgreich bestandene Prüfungen im Jahr 2025.
Die Zahl der Auszubildenden zur Pflegefachkraft stieg 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 1.192 Personen (+6,8 %). Mit 18.959 Auszubildenden befanden sich am 31.12.2025 so viele Personen in der generalistischen Pflegeausbildung wie noch nie seit deren Einführung im Jahr 2020. 14.007 bzw. 73,9 % der Pflegeauszubildenden waren Frauen. Die Männer waren mit 4.952 deutlich unterrepräsentiert. Allerdings stieg der Männeranteil in den letzten drei Jahren um nahezu 2 Prozentpunkte auf nunmehr 26,1 %, berichtet das Statistische Landesamt Baden-Württemberg nach den Ergebnissen der Pflegeausbildungsstatistik.
Es wurden im Jahr 2025 auch so viele Neuverträge geschlossen wie noch nie. Am Jahresende waren 7.796 Auszubildende mit einem im Jahr 2025 geschlossenen Ausbildungsvertrag in der generalistischen Pflegeausbildung. Dies bedeutet einen Anstieg um 5,8 % bzw. um 429 Neuverträge gegenüber dem Vorjahr. Darunter befanden sich 83 Pflegestudierende. Die seit 2024 geschaffene Möglichkeit ein duales Studium in der generalistischen Pflege zu absolvieren wird damit nur sehr wenig genutzt.
Die Pflegeausbildung endet in der Regel mit einer erfolgreich abgeschlossenen Prüfung. Im Jahr 2025 war dies bei 4.670 Absolventinnen und Absolventen der Fall. Davon wählten 4.475 Personen und damit 95,8 % den generalistischen Abschluss als Pflegefachfrau beziehungsweise Pflegefachmann. Nur 4,2 % entschieden sich für einen Abschluss mit Schwerpunkt Gesundheits- und Kinderkrankenpflege (122 Abschlüsse) oder Altenpflege (73 Abschlüsse).
Weitere Informationen
In der Ausbildung zur Pflegefachkraft wurden die bis dahin getrennten Ausbildungen in den Berufen Gesundheits- und Krankenpfleger/Gesundheits- und Krankenpflegerin, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin sowie Altenpfleger/Altenpflegerin zum Berufsbild Pflegefachmann/Pflegefachfrau zusammengeführt. Die Ausbildung wird seit 2020 angeboten und dauert in Vollzeit drei Jahre. Die Ausbildung findet an Pflegeschulen und in Krankenhäusern sowie in stationären oder ambulanten Pflegeeinrichtungen statt. Seit 2023 werden erstmals die Prüfungen mit Art des Abschlusses übermittelt.
Neben der beruflichen Pflegeausbildung gibt es seit 2024 die Möglichkeit eines Pflegestudiums an Hochschulen. Das duale Studium verbindet praktische und theoretische Inhalte und schließt mit dem akademischen Grad eines Bachelors ab. Die staatliche Prüfung zur Erlangung der Berufszulassung ist Bestandteil der hochschulischen Prüfung. Die Berufsbezeichnung „Pflegefachfrau“ beziehungsweise „Pflegefachmann“ kann mit dem akademischen Grad geführt werden.
Grundlage der Statistik sind das Pflegeberufegesetz (PflBG), die Pflegeberufe-Ausbildungsfinanzierungsverordnung (PflAFinV) sowie das Pflegestudiumstärkungsgesetz (PflStudStG).
- Datenangebot zur Pflegestatistik in der Statistikdatenbank Baden-Württemberg
- Themenseite „Aus- und Weiterbildung“