Zum ersten Mal über eine Million Pkw mit alternativem Antrieb in Baden-Württemberg
Anteil der Pkw ohne Verbrennermotoren erreicht ebenfalls regionalen Rekordwert: erstmals gibt es in allen Kreisen zweistellige Werte.
Laut Statistischem Landesamt Baden-Württemberg waren zum 1. Januar 2026 erstmals mehr als eine Million Personenkraftwagen (Pkw) mit alternativen Antriebstechnologien für den Straßenverkehr zugelassen (1.001.251). Dies entspricht einem Anstieg um 18 % (155.484 Fahrzeuge) gegenüber 2025. Im Vergleich dazu lag der gesamte Pkw-Bestand im Südwesten bei 6.988.847 Fahrzeugen, was einem Zuwachs von 0,3 % (18.127 Fahrzeuge) gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dieser geringe Bestandszuwachs bei den Pkw erklärt sich durch die gleichzeitige Abmeldung alter Pkw – vorrangig mit Verbrennermotoren. Die alternativen Antriebsformen umfassen reine Elektrofahrzeuge (Battery-Electric Vehicles; BEV) sowie Fahrzeuge mit Gas- oder Hybridantrieb (Plug-In-Hybride und sonstige Hybride).
Die Entwicklung hin zu mehr umweltfreundlichen Fahrzeugen im Pkw-Bestand ist ein Trend, der sich seit Jahren beobachten lässt. Allerdings bleibt der Anteil dieser Fahrzeuge mit 14,3 % aller Pkw im Bestand weiterhin auf einem relativ geringen Niveau.
Eine regionale Betrachtung zeigt außerdem deutliche Unterschiede: So sind die Pkw ohne herkömmlichen Verbrennermotor in den Stadtkreisen deutlich stärker vertreten als in den Landkreisen. Verglichen mit dem letzten Jahr ergibt sich aber auch auf der Kreisebene ein neuer Rekord. Während der Anteil der Pkw mit Alternativantrieb im Jahr 2025 noch in neun der 44 Kreise im einstelligen Prozentbereich lag, stieg er zu Beginn dieses Jahres erstmalig in allen Stadt- und Landkreisen auf zweistellige Werte von mindestens 11 % an. Deutschlandweit sind 13,6 % aller Pkw mit Alternativantrieb ausgerüstet, in Baden-Württemberg liegt der Wert mit 14,3 % leicht darüber. Von den 44 Kreisen in Baden-Württemberg liegen damit 14 Kreise über dem Durchschnitt für das Land und 21 Kreise über dem Durchschnitt für den Bund.
Die Unterschiede zwischen den Kreisen lassen sich zum Teil erklären, wenn die Halter der Pkw betrachtet werden. So sind in der Landeshauptstadt 69,1 % aller vollelektrischen Pkw und Plug-In-Hybride (ohne restliche Hybride) auf gewerbliche Halter zugelassen. Darauf folgen die Stadtkreise Freiburg und Mannheim mit jeweils 62,7 % und Karlsruhe (61,8 %). Dagegen ist der Anteil privater Halter an den Pkw mit diesen beiden Antriebsarten im Landkreis Waldshut am höchsten (71,9 %), gefolgt vom Alb-Donau-Kreis (70,7 %), dem Landkreis Lörrach (69,7 %) sowie dem Landkreis Biberach (68,6 %). Zum Vergleich: Laut den Zahlen der Fahrzeugstatistik des Kraftfahrt-Bundesamtes sind in Baden-Württemberg insgesamt 45,6 % Plug-In-Hybride und BEV-Fahrzeuge auf gewerbliche Halter und 54,4 % auf private Halter zugelassen.
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