Mitteilung vom: 31.03.2026

Newsletter für die Wissenschaft 4/2025

09. Dezember 2025 - Nr. 04/2025

Online-Ausgabe

Der dritte „Newsletter für die Wissenschaft“ in diesem Jahr enthält Hinweise auf aktuelle Analysen und Veröffentlichungen zu folgenden Bereichen:

Gesellschaft, Familie und Soziales

Neue Statistik zu den Bürgermeisterwahlen in Baden-Württemberg

Die neue Statistik zu Bürgermeisterwahlen in Baden-Württemberg wurde nun erstmals ausgewertet und in einem Statistischen Bericht veröffentlicht. Die Wahlbeteiligung bei den Bürgermeisterwahlen der 1.101 Gemeinden im Land betrug durchschnittlich 52,6 %. Neben verschiedenen Angaben zu den Wahlergebnissen werden auch Merkmale zu den Bewerbungen und den Gewählten dargestellt.

Fortschreitende Digitalisierung des Alltags

Ob Kommunikation, Nachrichtenkonsum oder Online-Shopping: Die Digitalisierung prägt den Alltag der Menschen in Baden-Württemberg immer stärker. Seit 2021 steigen sowohl die Nutzungshäufigkeit als auch die Vielfalt digitaler Angebote kontinuierlich. Auffällig ist, dass besonders ältere Menschen beim digitalen Engagement deutlich aufholen und seltener ganz offline bleiben. Auch im Online-Shopping lassen sich klare Veränderungen erkennen, insbesondere bei digitalen Angeboten rund um Freizeit und Mobilität. Der Beitrag zeigt, welche Trends seit der Pandemie geblieben sind und wie sich die digitale Teilhabe weiterentwickelt.

Wirtschaft und Arbeitsmarkt

Konjunktur Südwest – Schwächephase hält an

Die Südwestkonjunktur bleibt schwach, das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Baden-Württemberg verzeichnete nach ersten vorläufigen Berechnungen im 2. Quartal 2025 einen saison- und arbeitstäglich bereinigten Rückgang von 0,4 % zum Vorquartal. Gegenüber dem Vorjahresquartal sank die Wirtschaftsleistung preisbereinigt um 2,1 %.

Wirtschaftsleistung im ersten Halbjahr 2025 rückläufig

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Baden-Württemberg ist im ersten Halbjahr 2025 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum gesunken. Nach vorläufigen Berechnungen des Arbeitskreises „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ setzte sich damit die negative Wirtschaftsentwicklung aus dem Vorjahr (2024: –0,4 %) fort.

Beschäftigung im Zeitverlauf: Zunehmende Bedeutung ausländischer Staatsangehöriger

Die Aufsatzreihe stellt die Beschäftigungsentwicklung der ausländischen und deutschen Staatsangehörigen einander gegenüber und unterstreicht dabei die Bedeutung von Arbeitsmigration für die hiesige Gesellschaft. Teil 1 der Serie beleuchtet die Thematik in Form eines grundsätzlichen Langfrist- und Vorjahresvergleichs auf Bundes- und Länderebene.

Regionale Landwirtschaftliche Gesamtrechnung liefert erstmals Ergebnisse für das Jahr 2023

Der in der Landwirtschaft häufig stark schwankende Produktionswert verzeichnete nach einer äußerst positiven Entwicklung im Jahr 2022 einen Rückgang im Folgejahr 2023. Grund dafür waren vor allem niedrigere Erzeugerpreise. 2023 belief sich der Produktionswert der baden-württembergischen Landwirtschaft auf über 5,86 Milliarden Euro. Dies entspricht einer Reduktion im Vergleich zu 2022 von 5,0 %.

Exporte im Zeitraum Januar bis September 2025: +0,1 % zum Vorjahreszeitraum

Nach Rückgängen in den Gesamtjahren 2023 und 2024 zeigt sich der baden-württembergische Ausfuhrwert der ersten drei Quartalen 2025 gegenüber dem Vorjahreszeitraum stabil. Baden-Württembergs Unternehmen exportierten im Zeitraum Januar bis September 2025 Waren im Gesamtwert von 182,6 Milliarden Euro ins Ausland. Damit übertraf der Ausfuhrwert das Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums nur geringfügig um 0,1 %, was im Ergebnis einer Stagnation gleichkommt.

Baden-Württemberg importierte 2024 rund 18,1 Kilogramm Nudeln pro Kopf

Erstaunliches Statistikwissen zum Weltnudeltag am 25. Oktober – Im Jahr 2024 importierte Baden-Württemberg insgesamt rund 204.200 Tonnen Nudeln im Wert von 273,4 Millionen Euro. Gemessen an der Bevölkerungszahl des Südwestens waren das rund 18,1 Kilogramm pro Kopf. Rein rechnerisch kämen damit auf jede Person im Südwesten in etwa 50 Gramm Nudeln täglich. 

„Trade-off“ zwischen Aktualität und Genauigkeit – Betrachtungen zur Ergebnisstabilität des regionalen Bruttoinlandsprodukts

Das Wirtschaftswachstum – gemessen anhand des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) – gilt als eine der wichtigsten Kennzahlen der amtlichen Statistik. Für Politik, Wissenschaft und Öffentlichkeit ist eine frühzeitige Veröffentlichung des BIP ebenso entscheidend wie die Stabilität der Ergebnisse. Nachträgliche Überarbeitungen der Daten werden häufig kritisch betrachtet. Dieser Beitrag erläutert die Hintergründe der BIP-Berechnung auf Länderebene durch den Arbeitskreis »Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder« und beleuchtet das Spannungsfeld zwischen Aktualität und Genauigkeit der regionalen BIP-Ergebnisse.

Umwelt und Verkehr

Männer pendeln häufiger und weiter zur Arbeit als Frauen

Rund 3,88 Millionen Menschen pendelten 2024 in Baden-Württemberg über die Grenzen ihres Wohnortes hinweg zur Arbeit. Mit 51 % waren etwas mehr als die Hälfte davon Frauen. Bei den Personen, deren Wohnort nicht gleichzeitig der Arbeitsort war, betrug die Frauenquote lediglich 44 %. War der Arbeitsort der Männer im Durchschnitt rund 38 km vom Wohnort entfernt, fiel die geschätzte Pendeldistanz der Frauen mit 31 km wesentlich geringer aus.

Emissionsbericht 2025

Der Klimawandel zählt zu den größten Herausforderungen unserer Zeit. Seine Auswirkungen sind längst spürbar – in der Umwelt, der Wirtschaft und im Alltag der Menschen. Die Entwicklung der Treibhausgasemissionen ist ein zentraler Indikator für den Fortschritt im Klimaschutz. Der vorliegende dritte Emissionsbericht zeigt wieder, wo Baden-Württemberg steht, welche Veränderungen in den einzelnen Sektoren bereits stattfinden und welche Handlungsoptionen für den Klimaschutz sich daraus ergeben.

Klimabilanz 2023

Zur 30. Weltklimakonferenz in Brasilien: Der Treibhausgas-Ausstoß in der EU 27 ist auf dem niedrigsten Stand seit 1990. Hauptgründe dafür waren der wachsende Anteil erneuerbarer Energien, die rückläufige Stromerzeugung aus Steinkohle, sowie konjunkturbedingte Produktionsrückgänge in den energieintensiven Industriebranchen. Auch in der EU‑27 sanken die Emissionen auf ein Rekordtief. Im Vergleich zum Vorjahr 2022 lag die Minderung bei 8 %. Deutschland lag mit einem Rückgang von 10,3 % über dem EU-Durchschnitt.

Bildung, Wissenschaft und Forschung

Automobilbranche: Baden-Württemberg investiert fast 14 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung

Die baden-württembergischen Unternehmen erbringen fast die Hälfte der deutschlandweiten FuE-Aufwendungen der Kraftfahrzeugbranche, sie investierten im Jahr 2023 rund 29,3 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung (FuE). In keinem anderen Bundesland waren die FuE-Kapazitäten des Wirtschaftssektors größer als in Baden-Württemberg. Die Dominanz des Wirtschaftssektors bei den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in Baden-Württemberg ist insbesondere auf den Kraftfahrzeugbau zurückzuführen.

Regionale Analysen und Daten

Karten im Statistischen Landesamt

In Form von Karten lässt sich die räumliche Verteilung statistischer Daten in leicht verständlicher Form darstellen. Das Angebot des Statistischen Landesamtes umfasst eine Vielzahl thematischer Karten zu den verschiedensten Statistikbereichen. In unserem Kartenverzeichnis finden Sie eine Übersicht der zur Verfügung stehenden Karten. Diese können heruntergeladen oder als Ausdruck bei uns bestellt werden.

Forschungs­datenzentrum/Familien­forschung

Die FaFo (FamilienForschung) im Statistischen Landesamt hat im Auftrag des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg einen neuen GesellschaftsReport BW veröffentlicht.

Zwischen Fortschritt und Vorurteil: Wie Künstliche Intelligenz Gleichstellung in Baden-Württemberg prägt

In dem GesellschaftsReport werden die Ursachen und Mechanismen genderspezifischer Diskriminierungen durch Künstliche Intelligenz erläutert. Die Folgen und Risiken der algorithmischen Diskriminierung werden praxisnah mithilfe eines experimentellen Designs dargestellt. Gleichzeitig wird gezeigt, dass die Anwendung von Künstlicher Intelligenz auch Chancen für gleichstellungspolitische Ziele birgt.

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Kontakt

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Martina Stroh
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