Betriebe im Südwesten investierten 2024 weniger in Elektromobilität
30 Millionen Euro weniger Investitionen im Vergleich zum Rekordjahr 2023.
Im Jahr 2024 investierten baden-württembergische Betriebe 171 Millionen Euro in Elektromobilität, zum Beispiel in den Kauf oder Leasing von E-Autos und Ladeinfrastruktur. Im Vergleich zum Vorjahr sind laut Statistischem Landesamt Baden-Württemberg die Investitionen in Elektromobilität um 15 % gesunken. Damit wurde nach Wegfall der Förderprämie für E-Autos im September 2023 gut 30 Millionen Euro weniger in diesen Bereich investiert. 2023 investierten die Betriebe in Baden-Württemberg insgesamt noch einen neuen Rekordwert von 201 Millionen Euro in Elektromobilität.
Der Rückgang der Investitionen korreliert mit den Umsätzen im Bereich Elektromobilität. Die südwestdeutschen Betriebe verzeichneten bei den Umsätzen mit Elektromobilität im Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang um 34 % von 1.443 Millionen Euro auf 957 Millionen Euro. Davon erzielten die Betriebe 61 % (587 Millionen Euro) Umsatz mit inländischen Abnehmern. Die Betriebe in Baden-Württemberg generierten die restlichen 39 % (370 Millionen Euro) durch Export.
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Die Elektromobilität bei der Erhebung der Investitionen für den Umweltschutz umfasst Kraftfahrzeuge, deren Antriebstechnik auf Elektro-, Hybrid- oder Brennstoffzellen basiert. Als Kraftfahrzeug sind ausschließlich Personen- und Lastkraftwagen sowie Busse zu berücksichtigen. Des Weiteren zählt dazu die Infrastruktur, z. B. Ladestationen für Elektro- und Hybridfahrzeuge sowie Wasserstofftankstellen.
Die Definition der Elektromobilität bei der Erhebung der Güter und Leitungen für den Umweltschutz (Umsätze) weicht ab und lautet: Herstellung von Antriebs- und Steuerungstechnik für Elektro-, Hybrid- oder Brennstoffzellenfahrzeuge, beschränkt auf Pkw, Lkw, Busse sowie Großkomponenten in Zusammenhang mit der Elektromobilität, z. B. Batterietechnologie für Elektroautos, Herstellung und Installation von Ladestationen.
Die Erhebung der Investitionen für den Umweltschutz umfasst Betriebe des Produzierendes Gewerbe ohne Baugewerbe. Die Erhebung der Güter und Leistungen für den Umweltschutz erfasst das Produzierendes Gewerbe und den Dienstleistungsbereich. Die Investitionen enthalten sowohl direkte Investitionen als auch Operating- und Finanzierungs-Leasing. Im Rahmen der Diskussionen zum Bürokratieabbau wurde zuletzt aufgrund einer angestrebten Entlastung der Betriebe die Streichung des Merkmals „erstmals gemietete und gepachtete neue Sachanlagen“ in der Erhebung der Umweltschutzinvestitionen vorgeschlagen. Dieses Merkmal enthält Operating-Leasing, aber nicht das Finanzierungs-Leasing. Bei Verabschiedung des Referentenentwurfs zur Änderung des Umweltstatistikgesetzes würden die genannten Zahlen zum Elektromobilität-Leasing wieder teilweise wegfallen, nach dem diese erstmalig 2022 separat erhoben wurden.
- „Umweltschutzinvestitionen nach Wirtschafts- und Umweltbereichen“: Tabelle 32511_0003
- Themenseite „Umweltökonomie“
- Pressemitteilung: „2024: Knick in der baden-württembergischen Elektromobilität“
- Pressemitteilung: „2025- Elektromobilität-zieht wieder an“
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