Heizsysteme im Wandel: Bei neu errichteten Wohngebäuden dominiert die Wärmepumpe
In Baden-Württemberg liegt der Wärmepumpenanteil bei 74,3 %.
Die aktuellen Auswertungen der Baufertigstellungen machen nach Angaben des Statistischen Landesamtes deutlich, dass sich der Wandel im Neubausektor fortsetzt. Nachhaltige Heizsysteme setzen sich weiter durch, während konventionelle Heizsysteme zunehmend an Bedeutung verlieren. Diese Entwicklung ist nicht neu, sondern hat bereits vor mehreren Jahren eingesetzt und hält weiterhin an. Wärmepumpen nutzen zum Heizen Geo- und Umweltthermie und zählen zu den nachhaltigen Heizsystemen.
Im Jahr 2025 wurden in Baden-Württemberg insgesamt 7.970 Wohngebäude fertiggestellt. Knapp drei Viertel (74,3 %) davon werden primär mit Wärmepumpe beheizt. Im Vergleich zum Jahr 2024 hat sich der Anteil um 5,1 % erhöht. Über mehrere Jahre hinweg ist ein stabiler Aufwärtstrend erkennbar: In den vergangenen fünf Jahren (2021-2025) hat die Wärmepumpe ihren Anteil kontinuierlich um 20 % ausgebaut und bleibt die dominierende Energiequelle im Neubau.
Parallel dazu geht die Bedeutung von Gasheizungen weiter zurück. Die Zahl erstellter Wohngebäude mit Gasheizung lag 2025 bei 460, was bezogen auf alle Heizsysteme einem Anteil von 5,8 % entspricht. Sie ist damit anteilsmäßig im Vergleich zum Vorjahr um 43,7 % gesunken. Im Fünfjahresvergleich von 2021-2025 zeigt sich ein deutlicher Rückgang des Anteils von 67,2 %. Die rückläufige Entwicklung bei Gasheizungen ist somit nicht nur eine kurzfristige Veränderung, sondern Teil einer langfristigen Entwicklung.
Demgegenüber ist bei der Fernwärme im Zeitraum 2021 bis 2025 ein leichter Aufwärtstrend erkennbar mit einem Zuwachs von insgesamt 7,1 %. Heizsysteme auf Basis von Öl und Strom wie zum Beispiel Nachtspeicheröfen und Direktheizungen sind im Neubausektor nicht mehr relevant. Damit wird deutlich, dass konventionelle Heizsysteme kaum noch eine Rolle spielen.
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