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Arbeitslose (PM)

Konjunktur Südwest – konjunkturelle Belebung bei strukturellen und geopolitischen Belastungen

Positive Konjunkturimpulse aus der Industrie in Baden-Württemberg.

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Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Baden-Württemberg ist im 2. Quartal 2026 (preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt) gegenüber dem Vorquartal um 0,2 % gesunken, nachdem es im 1. Quartal deutlich zugelegt hatte. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes stieg die Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorjahresquartal real um 0,7 %. Die Ergebnisse beruhen auf einer indikatorgestützten Modellschätzung und können im aktuellen Jahr noch größere Unsicherheiten enthalten.

Die Industrieumsätze entwickelten sich robust. Im 2. Quartal 2026 stiegen die Umsätze im Verarbeitenden Gewerbe preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt um 1,4 % im Vergleich zum Vorquartal und preis- und arbeitstäglich bereinigt um 2,5 % zum Vorjahresquartal. Die Umsatzsteigerungen resultierten stärker aus dem Auslandsgeschäft als aus dem Inlandsgeschäft. Laut vorliegender Juli- und August-Daten könnte sich die positive Entwicklung im 3. Quartal fortsetzen. Die Auftragseingänge, die einen Hinweis auf zukünftige Entwicklungen der Produktion und Umsätze geben können, verzeichneten im 2. Quartal einen preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigten Rückgang um 0,7 % gegenüber dem Vorquartal. Im Inland stiegen dabei die Erlöse (+1,4 %), während die Auslandsnachfrage nachließ (−2,0 %). Im 3. Quartal könnten die Bestellungen im Verarbeitenden Gewerbe gegenüber dem Vorquartal durch ein starkes Inlandsgeschäft steigen. 

Die Beschäftigtenzahlen im Verarbeitenden Gewerbe lagen im 2. Quartal um 2,6 % unter dem Vorjahresquartal. Besonders die personalintensiven Branchen Automobilindustrie (−4,5 %) und Maschinenbau (−3,7 %) verzeichneten einen Beschäftigungsrückgang. Für das 3. Quartal deutet sich keine Besserung der Beschäftigungsentwicklung im Verarbeitenden Gewerbe an. Laut Bundesagentur für Arbeit stieg die Zahl der Arbeitslosen im 2. und 3. Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal an (+3,3 % bzw. +1,9 %). Die Arbeitslosenquote lag im 3. Quartal 2026 bei 4,7 %.

Die Auswirkungen des Angriffs auf den Iran und des Kriegs im Nahen Osten machen sich weiterhin in Preisanstiegen bemerkbar. Im 2. Quartal 2026 lag die Inflationsrate bei 2,4 % und erhöhte sich im 3. Quartal nochmals auf 2,7 %. Besonders stark stiegen im 3. Quartal die Preise für Heizöl (+31,6 %) und für Kraftstoffe (+27,5 %) gegenüber dem Vorjahresquartal.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zur Entwicklung der Umsätze und Auftragseingänge in verschiedenen Wirtschaftsbereichen, zur Preisentwicklung sowie zur Beschäftigungssituation im Land finden Sie auf unserer Seite „BW im Blick“ zum Themenschwerpunkt „Konjunktur Südwest“.

Methodischer Hinweis: 

Jahresergebnisse zum Bruttoinlandsprodukt werden vom Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ berechnet. Die Quartalsergebnisse zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts in Baden-Württemberg beruhen auf einer ökonometrischen Schätzung, bei der die vom Arbeitskreis ermittelten Jahresergebnisse mithilfe von quartalsweise vorliegenden Indikatoren auf die Quartale verteilt werden. Weitere Informationen zur Methodik stehen unter „Quartalsrechnung des Bruttoinlandsprodukts für Baden-Württemberg“ zur Verfügung.

BW im Blick

Konjunktur Südwest (ab Dienstag, 10.11.26 neue Version online)

Statistikdatenbank BW

Vierteljährliches Bruttoinlandsprodukt seit 1996: Tabelle 89200-0001

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Konjunktur

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