Skip to main content Skip to page footer
Pressemitteilung 174/2026

Konjunktur Südwest – moderates Wachstum mit viel Gegenwind

Reales Bruttoinlandsprodukt wächst nach vorläufiger Berechnung im 1. Quartal 2026.

Im 1. Quartal 2026 legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Baden-Württemberg nach vorläufiger indikatorgestützter Berechnung des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt um 0,9 % zum Vorquartal zu. Im Vergleich zum Vorjahresquartal stieg die Wirtschaftsleistung preisbereinigt um 1,2 %. Die Ergebnisse beruhen auf einer Modellschätzung und können im aktuellen Jahr noch größere Unsicherheiten enthalten.

Nach langem Abwärtstrend stiegen die Umsätze (preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt) im Verarbeitenden Gewerbe im 1. Quartal um 2,5 % zum Vorquartal an. Im 2. Quartal verzeichneten die Industrieumsätze einen erneuten Zuwachs um 1,3 %. Die Auftragseingänge, die einen Hinweis auf zukünftige Entwicklung der Produktion und Umsätze geben können, verzeichneten im 1. und 2. Quartal einen Rückgang von 2,2 % bzw. 0,6 % der preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigten Bestellungen zum jeweiligen Vorquartal.

Die Beschäftigtenzahlen lagen im 1. und 2. Quartal im Verarbeitenden Gewerbe um jeweils 2,6 % unter dem Vorjahresquartal. Besonders die personalintensiven Branchen Automobilindustrie (−4,0 % bzw. −4,5 %) und Maschinenbau (−3,4 % bzw. −3,7 %) verzeichneten einen Beschäftigungsrückgang. Laut Bundesagentur für Arbeit nimmt die saisonbereinigte Arbeitslosigkeit weiterhin zu. Die Arbeitslosenquote lag im 2. Quartal 2026 bei 4,6 %. Die Zahl der Personen in konjunktureller Kurzarbeit nahm ab. Dennoch befanden sich im 1. Quartal 2026 0,7 % aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Kurzarbeit, eine fast doppelt so hohe Quote wie bundesweit.

Die Auswirkungen des Irankriegs machen sich in Preisanstiegen bemerkbar. Die Inflationsrate lag im 1. Quartal bei 2,2 % und erhöhte sich im 2. Quartal auf 2,4 %. Besonders stark stiegen im 2. Quartal die Preise für Heizöl (+17,8 %) und für Kraftstoffe (+17,2 %) gegenüber dem Vorjahresquartal.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zur Entwicklung der Umsätze und Auftragseingänge in verschiedenen Wirtschaftsbereichen, zur Preisentwicklung sowie zur Beschäftigungssituation im Land finden Sie auf unserer Seite „BW im Blick“ zum Themenschwerpunkt Konjunktur Südwest

Methodischer Hinweis

Jahresergebnisse zum Bruttoinlandsprodukt werden vom Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ berechnet. Die Quartalsergebnisse zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts in Baden-Württemberg beruhen auf einer ökonometrischen Schätzung, bei der die vom Arbeitskreis ermittelten Jahresergebnisse mithilfe von quartalsweise vorliegenden Indikatoren auf die Quartale verteilt werden.

Weitere Informationen zur Methodik stehen unter https://www.statistik-bw.de/methodik-quartalsrechnung-bruttoinlandsprodukts/ zur Verfügung.

 

Konjunktur Südwest

„Vierteljährliches Bruttoinlandsprodukt seit 1996“: Tabelle 89200_0001

Themenseite: Konjunktur

Kontakt

Pressestelle

Wirtschaftsanalysen

Sie wollen keine Neuigkeiten verpassen? Melden Sie sich für unsere Newsletter an!