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Pressemitteilung 215/2026

Unterdurchschnittliche Ernte in Baden-Württemberg

Frühe Ernte und niedrigere Erträge durch extreme Trockenheit und Hitze.

Nach den zweiten vorläufigen Ergebnissen der Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung wird in Baden-Württemberg zum aktuellen Stand eine Getreideernte (ohne Körnermais) von 2,53 Millionen Tonnen (Mio. t) erwartet. Damit liegt laut dem Statistischen Landesamt die Ernte zum jetzigen Stand leicht unter der ersten Schätzung aus dem August (2,54 Mio. t). Insgesamt wird somit die sehr gute Vorjahresernte von 2,93 Mio. t um 13,6 % und das Sechsjahresmittel (2020-2025: 2,73 Mio. t) um 7,1 % unterschritten. Die Erträge fast aller Getreidearten und auch beim Winterraps wurden durch den Eingang weiterer Daten im Vergleich zum August nach unten korrigiert.

Winterweizen (ohne Dinkel): 6,95 t/ha

Wintergerste: 7,14 t/ha 

Sommergerste: 5,38 t/ha 

Hafer: 4,13 t/ha 

Winterraps: 3,49 t/ha 

Laut erster Qualitätsanalysen des Max-Rubner-Instituts liegt der durchschnittliche Rohproteingehalt der baden-württembergischen Weizenernte bei 12,5 %. Auch die wichtigste Obstart, der Apfel, litt unter der Trockenheit. Dies macht sich in einem deutlich niedrigeren geschätzten Ertrag von 26,78 t/ha bemerkbar. Dieser Wert liegt nicht nur maßgeblich unter dem guten Vorjahresertrag (−19,7 %), sondern auch knapp 15 % unter dem Sechsjahresmittel.

Weitere Informationen

Die Besondere Ernte- und Qualitätsermittlung liefert jährlich exakte Ertragsdaten und Qualitätsparameter für ausgewählte Feldfrüchte. Das erste vorläufige Ergebnis wird in der Regel Mitte August, das zweite vorläufige Ergebnis Mitte September und das endgültige Ergebnis im Frühjahr des Folgejahrs veröffentlicht.

 

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